„Besser essen“

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20140614-130125_8016_7dRudi Anschober kenne ich nun schon seit über 10 Jahren von der Arbeit bei den Grünen. Lange habe ich nicht gewusst, dass er sich – so wie ich – auch intensiv mit nachhaltiger Ernährung beschäftigt und auch gerne und gut kocht.

Als er den Fleischfreitag initiiert hat, bin ich das erste mal darauf aufmerksam geworden. Zusätzlich hat er als Landesrat in Oberösterreich einige Inititiaven zum Thema „gesunder Ernährung“ und gegen die Essensverschwendung gesetzt. Nun hat er ein Kochbuch unter dem Titel „Besser essen“ herausgebracht. Vom Styriaverlag habe ich mir ein Rezensionsexemplar schicken lassen (danke sehr nochmal dafür!), weil es mir wichtig ist, euch dieses Buch näher zu bringen!

Es ist nämlich nicht nur ein Kochbuch, sondern auch ein Buch über nachhaltige Ernährung. Einmal mit 20 Gastbeiträgen (von Katharina Seiser über Yotam Ottlenghi bis Hanni Rützler), die erklären, was es für sie für ein „besser essen“ braucht.

Von ihm selber gibt es Texte über Zutaten, Kräuter und warum es so wichtig ist, sich an den Herd zu stellen und selber zu kochen. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit der Thematik Bio, nachhaltiger Viehzucht und fair gehandelten Produkten. Zudem gibt es auch Anregungen wie man selber auch mit wenig Platzangebot Gemüse selber ziehen kann, über Sparen bei Lebensmitteln und in der Küche. Mich haben seine Texte wieder bekräftigt in meiner Einstellung zum regionalen – saisonalen und Bio-Essen und es ist ein guter Einstieg für alle, die sich unkompliziert mit der Thematik auseinandersetzen wollen.

Die Rezepte selber motivieren, die textlichen Anregungen in die Tat umzusetzen. Sie sind nach Jahreszeiten sortiert, wobei sich vor jedem Kapitel ein Saisonkalender findet. Die Rezepte sind großteils vegetarisch oder auch vegan, aber es finden sich auch Fleisch- und Fischrezepte. Rezepte für Süßes gibt es nur für Sommer und Winter – aber vielleicht isst Rudi nicht so gerne Süßes wie meine Familie. Ich würde die meisten Rezepte als eher unkompliziert einstufen, ich habe doch einiges gefunden, was ich gerne noch nachkochen mag. Gut ist auch, dass man viele der Vorschläge einfach variieren kann, sodass der Phantasie beim Kochen keine Grenzen gesetzt sind. Nicht alle Rezepte haben auch Fotos, aber die Fotos selber sind sehr ansprechend.

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Ausprobiert habe ich die Zwiebelnudeln (s.163): ich hab einen Schuss Balsamico gebraucht, damit das Gericht „runder“ geschmeckt hat. Zudem würde ich bei Wiederholung die Haselnüsse über die fertigen Nudeln streuen. Aber eine feine Idee, weil wir alle gerne Zwiebeln essen und diese im Winter allen Arten von Kohl vorziehen. Wird sicher wiederholt…

Für den Blog hab ich dann die Paradeisepenne el Classico (s.83) fotografiert. Das Rezept werde ich sicher öfters machen, es besticht durch Einfachheit und Geschmack. Einfach, weil man nur das Gemüse im Ofen röstet und dann unter die Nudeln mischt und Geschmack, weil durch das Rösten im Ofen herrliche Aromen entstehen. Und zudem kann man dieses Gericht fast unbegrenzt variieren: mit anderen Gemüsesorten, Sardellen, anderen Kräutern, Oliven… alles, was im Sommer wächst und was man gerne auf seinen Nudeln mag.

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Aber der vollständigkeitshalber doch ein kleiner Kritikpunkt am Buch: die Süßkartoffelsuppe hätte ich nicht gebraucht, zumindest wachsen Süßkartoffeln in Tirol nicht regional…

Mein Resümee: unkomplizierte Rezepte saisonal sortiert mit regionalen Produkten, dazu zahlreiche Anregungen zu nachhaltiger Ernährung in einem Buch zusammengefasst. Das kann ich nur für alle empfehlen, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen wollen!

Paradeiserpenne El Classico

100 g Kapern (ich hatte nur 50 g genommen, weil meine Männer die nicht so mögen und es war auch genug)
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll Basilikum
1/2 kg Paradeiser
Olivenöl
1 Handvoll Semmelbrösel
1 Handvoll frisch geriebener Hartkäse
ca . 500 g Penne (oder andere Stücknudeln)

Paradeiser vierteln und ohne Samen mit der Schnittfläche nach oben in eine gefettete Auflaufform legen. Kapern mit Knoblauch und Basilikum fein hacken und darübergeben. Mit Olivenöl beträufeln und mit der Brösel-Käse-Mischung bestreuen. Nun bei 150°C backen, bis die Paradeiser wirklich weich sind. Penne al dente kochen, mit der Paradeismasse vermischen und anrichten.

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