Winterburger

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Seit Wochen ist es bitterkalt, aber kein Schnee in Sicht. Also vorerst kein Rodeln. Dafür ein Erlebnis anderer Art: viele Seen sind derzeit zugefroren. Wir haben dem Möserer See bei Mieming einen Besuch abgestattet – und Bilder wie in Schweden eingefangen. Und beim Heimkommen gab es als Stärkung einen ordentlichen Winterburger!

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Wir stehen am Seeufer und schauen auf die gefrorene Wasserfläche. Gleich bei der Wegmündung warnen Schilder bei Todesgefahr, das Eis zu betreten. Spuren gibt es natürlich trotzdem drauf. Aber das Eis knackt und knarrt verdächtig. Zuerst sind wir uns gar nicht sicher, was das für Geräusche sind, die klingen, als ob das Seeungeheuer aus den Tiefen befreit werden will. Aber anscheinend sind es tiefe Risse im Eis, die gegeneinander Arbeiten und Knacken und Ächzen.

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Das Eis hat Maserung wie eine Haut, ist dunkelblau oder grün. Gräser und Äste sind eingewachsen. Steine schauen halt heraus. Luftblasen sind auf dem Weg an die Wasseroberfläche eingefroren. Das Eis spiegelt sich gegen die fahle Wintersonne und blendet uns.

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Wir setzen uns auf eine Bank in die Sonne und trinken einen Tee, essen ein paar Stückchen Schokolade. Wir schauen über den See, entdecken Kleinigkeiten, Details, die erst bei längerem Hinschauen hervortreten. Und vergleichen die Aussicht mit Schweden, fast drei Jahre ist es nun her, dass wir im März nach Norden unterwegs waren. Aber die Stimmung am See kann durchaus mithalten.

Bevor wir wieder nach Hause fahren, schauen wir noch ins Tal in Richtung Oberland: das Tal voller Reif, der Nebel zwischen den Bergen. Schön ist es, wo wir wohnen, stellen wir fest.

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Abends mache ich Winterburger. Nein, kein weihnachtliches Essen, aber dem Ausflug durchaus angepasst. Die Burgerbuns sind selbstgemacht und luftig. Dazu herber winterlicher Radicchio-Salat. Verwendung finden die Fonduesaucen vom heiligen Abend je nach Vorliebe: Knoblauch, Blauschimmelkäse oder grüner Pfeffer, wobei ich euch die Blauschimmelkäsesauce besonders ans Herz legen mag. Rindfleischpatties auf der Terrasse gerillt und mit roten Zwiebeln belegt.

Ich kann mir grad gar nichts besseres vorstellen.

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Burger mit Radicchio, roten Zwiebeln und Blauschimmelkäsesauce

70g Blauschimmelkäse
130g Sauerrahm

400g Rindsfaschiertes
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleines Ei
40g Knödelbrot (Semmelwürfel)
Salz, Pfeffer, Thymian

2 mittelgroße rote Zwiebeln
1 Schuss Marsala, Sherry oder Portwein
Salz, Pfeffer, Öl

je nach Größe rund 2-3 Blatt Radicchio pro Burger

Burgerbuns nach Chef Hansen

Für die Sauce den Käse mit 1 EL Sauerrahm pürieren. Den restlichen Sauerrahm mit einem Löffel unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kühl stellen.

Das Faschierte in eine Plastikschüssel geben. Die Zwiebel fein hacken und zugeben, den Knoblauch dazupressen. Das Ei und die Semmelwürfeln dazugeben und alles mit den Händen ordentlich durchkneten. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen, dann rund 20 min. ziehen lassen. Währenddessen den Griller vorheizen.

Die roten Zwiebeln in Ringe schneiden und in einer Pfanne in ein wenig Öl nicht zu scharf anbraten bis sie braun werden. Mit dem Marsala ablöschen und diesen verdampfen lassen. Die Zwiebeln mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.

Das Faschierte nochmals durchkneten und wenn notwendig nachwürzen. Aus dem Fleisch 4 Patties formen und kräftig grillen bis das Fleisch gar ist. Die Burgerbuns aufschneiden, mit den Salatblättern belegen. Jeweils 2-3 TL Sauce darauf verteilen und die Patties auflegen. Darauf die Zwiebeln verteilen und den Deckel vom Bun auflegen.

Warm servieren und mit blossen Händen essen, ein Küchenpapier für nachher bereitlegen!

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