Zum Grillen: Babka mit Ruccolafüllung

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Ich mir gefallen Babkas – diese gewundenen Kuchen aus der jüdischen Küche so gut. Eigentlich werden sie mit Schokolade und Nüssen gemacht. Ich habe diesmal eine salzige Version mit Ruccola und Pinienkernen probiert und zum Grillen serviert. 

Babkas sind eigentlich ganz einfach zu machen, aber sehen dann fertig spektakulär aus. Durch das Aufrollen und dann durchschneiden und die Stränge wieder verwinden bekommt die Füllung ein nettes Muster und wird gleichmäßig im Teig verteilt. Der Klassiker der jüdischen Küche ist Babka mit Schokofüllung und Nüssen, oft werden dann noch Streusel auf den Kuchen gegeben. Aber warum nicht den Klassiker auch salzig probieren?

Ich habe als Basis einen normalen Pizzateig genommen, den ich schon 100fach erprobt habe. Mit der Menge war ich mir nicht ganz sicher, aber das hat gut gepasst. Als Füllung habe ich Ruccola verarbeitet, den es derzeit in dicken Bündeln auf dem Markt gibt. Regional, versteht sich.

Zuerst wollte ich ein richtiges Pesto machen, aber habe dann den Rucola nur mit Öl püriert und abgeschmeckt. Nur ein wenig Semmelbrösel habe ich wegen der Konsistenz dazugegeben. Die Pinienkerne habe ich ganz gelassen und drüber gestreut. Eine gute Wahl, weil sie dem Brot im fertigen Zustand ein wenig Biss geben.

Hier die Fotos, damit man die Anleitung besser versteht:
1.) den Teig ausrollen, das Pesto aufstreichen und die Pinienkerne aufstreuen;
2.) den Teig von der Breitseite her eng aufrollen;
3.) die Rolle längs in zwei Teile schneiden;
4.) die beiden Stränge verwinden;
5.) in eine Kastenform legen und nochmals gehen lassen;
6.) fertig gebacken.

Das Brot ist dann aber nicht knusprig wie ein Bagette, sondern oben fest, aber im unteren Bereich eher weich wie Toastbrot. Es wird ja auch in einer Kastenform gebacken und bleibt somit in der Form feucht. Aber der Geschmack war sehr gut, zu essen ist es ein wenig tricky, weil es durch die Windungen dazu neigt, auseinanderzufallen.

Aber fürs Grillen war es eine originelle Variante eines Brotes, auch perfekt als Mitbringsel geeignet, wenn man bei Freunden eingeladen ist!

Babka mit Ruccola und Pinienkernen

für den Teig:
400g Mehl (am besten Type 550 oder 700)
12 g frischer Germ
1 TL Salz
30ml Olivenöl
240ml lauwarmes Wasser

100g Ruccola
70ml Olivenöl
2 EL Semmelbrösel
1 MS Cayennepfeffer
Salz, Pfeffer

40g Pinienkerne

Aus den Zutaten für den Teig einen festen, glatten Teig kneten und 1 Stunde an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen. Eine passende Kastenform (meine hat 29cm obere Kante) einfetten.

In der Zwischenzeit den Ruccola waschen und trocknen. Dann mit dem Olivenöl zu einer Paste pürieren. Die Semmelbrösel untermischen und mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten bis sie duften und ein wenig Farbe annehmen.

Wenn der Teig sein Volumen deutlich vergrößert hat, diesen rechteckig ausrollen. Dabei darauf achten, dass die kürzere Seite ein wenig länger ausgerollt wird als die dann verwendete Kastenform. Die Ruccolapaste auf dem Teig verteilen, dabei auf der kürzeren Seite ein wenig Rand lassen, damit die Rolle zusammengeklebt werden kann. Den Teig eng zusammenrollen, den Rand mit ein wenig Wasser verkleben.

Die Rolle mit einem scharfen Messer (wichtig! sonst funktioniert das nicht richtig!) längs durchschneiden. Die beiden Teile mit der offenen Seite nach oben miteinander verwinden. Den Strang dann in die Kastenform legen. Nochmals rund 45min. gehen lassen, der Babka sollte über den Rand der Form ein wenig herausschauen.

Das Backrohr auf 190°C Ober-Unterhitze vorheizen. Auf der mittleren Schiene rund 30-40min. backen bis der Babka oben gut braun ist. Aus dem Ofen nehmen und aus der Form lösen. Abkühlen lassen und in dicken Scheiben zum Grillen servieren.

 

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