Innsbruck von oben

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Wenn ich in fremden Städten bin, versuche ich immer an einen Punkt zu gelangen, wo man die Stadt von oben sehen kann. Ich mag es, mir eine Übersicht zu verschaffen, zu schauen, was wo ist und mir eine persönliche Landkarte von meiner neuen Umgebung zu machen. Ein bisschen Geografin halt…

Ich wohne in der Nähe von Innsbruck und arbeite direkt im Herzen der Stadt. So habe ich mich aufgemacht, hier ein paar Cafés zu besuchen, wo man die Stadt von oben sehen kann – und natürlich die herrliche Bergkulisse gleich dazu. Vielleicht kommt ihr ja mal im Sommer dazu, einen dieser Orte ebenfalls zu besuchen.

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360 Grad

Das 360 Grad ist eine Café-Bar und direkt im Herzen der Stadt gelegen. Ich treffe mich dort ab und zu mit Freunden auf einen Kaffee oder gehe auch alleine einen Sprung dorthin, wenn ich mal tagsüber den Kopf frei bekommen will.

Direkt aus den Rathausgalerien auf der Maria-Theresienstrasse gelangt man mit dem Lift in den 7. Stock und betritt über eine Brücke das kreisrunde Café, das auf allen Seiten den Blick auf die Berge frei gibt.

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Tagsüber kann man draußen rund um die Glaswand in der Sonne sitzen. Man lässt sich auf einem der weichen Polster nieder, lehnt sich an die Stiegen, nippt an seinem Cappuccino und blinzelt in die Sonne. Je nach gewählter Seite steht die Serles oder die gewaltigen Berge des Karwendel vor einem.

Leider ist das Café schon lange kein Geheimtipp mehr, vor allem an schönen Tagen zur Hauptsaison sind die Outdoorplätze gut belegt. Da lohnt es sich schon mal, schon vor Mittag vorbeizuschauen, um einen Sonnenplatz zu ergattern.

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Aber nicht nur für einen Kaffee lohnt sich der Besuch. Auch für einen Drink am Nachmittag oder aus Auftakt für einen Ausgehabend lohnt sich der Besuch. Nur zu Essen gibt es nichts – dazu muss man im benachbarten und mit dem Café verbundenen Lichtblick einchecken. Was aber auch sehr empfehlenswert ist.

360 Grad
Maria-Theresien-Straße 18, 6020 Innsbruck
tel. 0664 8406570
office@360-grad.at
Mo – Sa 10:00 – 01:00

Bergiselschanze

Im Süden der Stadt liegt die Bergiselschanze, die den meisten vom Neujahrsspringen ein Begriff ist. Da sieht man immer den typischen Ausblick, wenn die Skispringer über den Sprungtisch hinausfliegen und man meint, sie würden gleich im Friedhof dahinter landen. Von der Schanze hat man vor allem einen wunderbaren Blick auf die Nordkette und die Stadt Innsbruck liegt dieser dann zu Füssen.

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Die Schanze ist einmal eine Sportstätte, aber auch Eventlocation und Touristenattraktion. Und natürlich Café-Restaurant, was uns in diesem Beitrag interessiert. Vom Stadtzentrum nimmt man am besten die Tramlinie 1 und steigt am Fusse der Sprungschanze aus. Dann direkt darauf zugehen und in großem Zick-Zack den Berg hinauf, dort rechts halten und den Wegweisern zur Schanze folgen. Da sie eben auch eine Touristenattraktion ist, muss man dort auch Eintritt bezahlen! Derzeit schlägt sich der Eintritt mit 9,50€ für Erwachsene zu buche.

Nach dem Kassenbereich gelangt man in den Tribünenbereicht der Schanze. Wenn man zur rechten Zeit dort ist, sieht man gerade Skispringer beim Training, Um zum Café-Restaurant zu gelangen, muss man den Schrägaufzug linker Hand nehmen, auf der Plattform angekommen noch den Lift. Im Restaurant sucht man sich am besten ein Plätzchen ganz vorne, wo man gut auf die Nordkette blicken kann.

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Eine Kollegin hat mir berichtet, dass man dort auch vernünftig Frühstücken kann. Wäre direkt man einen Ausflug wert, hier findet ihr die genauen Infos und Preise.

Rund um das Café gibt es auch noch zwei weitere Aussichtsterrassen. Einmal kann man noch einen Stock höher steigen, um quasi unverbaut den Ausblick in alle Richtungen zu genießen. Hinweistafeln erleichtern die Orientatierung in der umliegenden Bergkulisse. Spannend finde ich auch immer die kleine Aussichtsterrasse der Skispringer. Da hat man nämlich den Eindruck, man könnte direkt auf den Anlauf aufspringen und in Richtung Sprungstadion hinunterrasen. Alleine bei der Vorstellung daran bekomme ich immer weiche Knie. Ich würde so eine Schanze sicher im Schneepflug runterfahren.

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Deshalb doch lieber einen cremigen Cappuccino im Restaurant trinken, den Blick auf die Berge genießen und die großen Sprünge den Profis überlassen.

Bergiselschanze
Bergiselweg 3, 6020 Innsbruck
tel. 0512 589259
office@bergisel.info
Juni bis Oktober täglich 9:00 – 18:00, November bis Mai von 10:00 – 17:00, Dienstags geschlossen.

Seegrube inkl. Hafelekar

Mindestens einen Halbtagesauflug ist die Seegrube wert, wer auch zum Hafelekar hinauffährt, kann noch ein wenig mehr Zeit einrechnen. Aber es lohnt sich unbedingt, immer wieder. Mit der Hungerburgbahn oder mit der Buslinie J gelangt man zur Talstation der Nordkettenbahn. Das Ticket für eine Berg- und Talfahrt bis zum Hafelekar schlägt sich derzeit mit 28€ zu Buche. Ich bin ja nicht so oft auf der Seegrube, aber ich bin immer wieder begeistert und vor allem bei schönem Wetter jederzeit bereit, den Preis für die Seilbahnfahrt auf den Tisch zu legen.

Man steigt in die Gondel, die Türen schließen sich und die Gondel gleitet aus der Talstation hinaus, steil geht es bergauf und lässt die Häuser unter mir immer kleiner werden. Auf rund 1.900m steige ich aus der Gondel aus und nehme gleich die „Anschlussgondel“ aufs Hafelekar. Dort, auf 2.2.69m liegen Ende Mai noch Schneereste. Die Stadt Innsbruck liegt unter mir und scheint in einer ganz anderen Welt zu sein.

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Ich nehme den Betonweg oberhalb der Station, um zum ein wenig höher gelegenen Kreuz zu marschieren. Dort gibt es genügend Gelegenheit, die Bergkulisse zu bestaunen und mehr Fotos als nötig zu machen. Ich schaue einem Paragleiter beim Start zu und kann nach Norden tief ins Karwendel blicken.

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Retour geht es mit der Gondel zur Seegrube. Auf der Sonnenterrasse sind schon am Vormittag viele Menschen und trinken Kaffee oder ein kühlendes Bier. Auch frühstücken kann man mit einem atemberaubenden Blick in die Tiefe. Manchmal ergattert man auch einen der wenigen Sonnenliegen und kann sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Ich brauche wohl nicht dazusagen, dass man in der Saison mit hunderten TouristInnen um einen freien Platz rauft. Durch die kurze Gondelfahrt ist der Berg in die Stadt gerückt, das nutzen vor allem jene aus, die selber keinen Berg zu Fuß besteigen wollen (oder können).

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Wer ein wenig herumschauen mag, kann auch vom Gasthaus der Forststrasse in Richtung Westen folgen. Bei guten Wetterbedingungen startet hier ein Paragleiter nach dem anderen, es ist spannend zu beobachten, wie die bunten Gleitschirme richtig geordnet werden, ein passender Windstoss abgewartet wird und die Paragleiter dann in die Luft abheben.

Ein ganz besonderes Event ist auch das Dine & Ride am Freitag Abend. Am besten schon weit vor dem Essen auf die Seegrube hinauffahren, dort bei Sonnenuntergang noch viele Fotos mit der Bergkette im Abendlicht machen und warten bis in der Stadt die Lichter angehen. Und den Aperitiv auf der Terrasse genießen!

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Nordkettenbahn
Höhenstrasse 145, 6020 Innsbruck
tel. 0512 293344
info@nordkette.com
täglich 8:30 – 17:30, Freitag Abend auch 18:00 – 23:30, Hafelekarbahn täglich 9:00 – 17:00, eventuelle Revisionszeiten auf der Homepage nachlesen!

Hotel Adlers (PEMA)

Mir persönlich ist das Hotel Adlers ein wenig zu schicki-micki, aber da es auch hier eine nennenswerte Dachterrasse mit einem wiederum anderen Blick auf die Stadt gibt, habe ich es in meiner Sammlung der Aussichtspunkte über Innsbruck aufgenommen.

Man geht direkt ins Hotel und fährt mit dem Aufzug in den 12. Stock. Dort gehen die Schiebetüren auf – und man steht mitten im Lokal. Fährt man noch einen Stock weiter hinauf, gelangt man auf die Aussichtsterrasse im 13. Stock, von wo man in alle Himmeslrichtungen einen ganz guten Blick hat. Ein Tipp ist die Terrasse für Bahnfans, von dort sieht man perfekt auf den Bahnhof und kann ein- und ausfahrende Züge beobachten.

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Von der Terrasse des Lokals im 12. Stock sieht man vor allem nach Westen, dafür ist man einigermassen wind- und wettergeschützt und hat eben die Infrastruktur vom Restaurant. Hier kann man einen guten Cappuccino genießen oder auch à la Carte essen. Nicht ganz billig, aber gut. Die Bar ist ebenfalls gut bestückt, so kann man auf der Aussichtsterrasse auch auf einen Drink gegen Abend vorschauen und das Panorama genießen.

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Erwähnenswert ist das Frühstück im Hotel Adlers, das sich wirklich sehen lassen kann. Eine so große Auswahl an guten Dingen habe ich selten auf einem Buffet erlebt und wer sich etwas besonderes leisten will (Kosten sind 27€ pro Person, Mo-Sa), dem kann man ein langes Frühstück auf der Terrasse im Frühsommer gut empfehlen.

aDLERS Design Hotel
Bruneckerstraße 1, 6020 Innsbruck
tel. 0512 56 31 00
office@deradler.com
So-Do 7:00 – 24:00, Fr-Sa 7:00 – 1:00

und als Draufgabe, man kann dort zwar nicht einkehren, aber hat eine super Aussicht mitten im Herzen der Stadt …

Der Stadtturm

Mitten in der Stadt findet ihr den Stadtturm, der einen super Rundblick über die Innsbrucker Innenstadt bietet. Früher waren hier die Turmwächter oben und haben über die Stadt gewacht und Feuer oder andere Gefahren gemeldet. Vor ein paar Jahren wurde der Turm renoviert und hat nun im inneren eine coole Doppelwendeltreppe aus Metall mit einem getrennten Auf- und Abgang.

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Für die Aussicht muss man sich schon ein wenig anstrengen und die 133 Stufen hinaufsteigen. Ich hatte für meinen Besuch einen heißen Frühsommertag ausgewählt und kam durchgeschwitzt oben an. Dafür war ich oben alleine, die anderen waren wohl alle am Baggersee.

Auf der Aussichtsplattform bietet sich ein herrlicher Ausblick in alle Richtungen mit der Innsbrucker Innenstadt zu Füssen. Das goldene Dachl leuchtet im Norden, die alten Häuserzeilen der Innenstadt hin zur Maria Theresienstrasse auf der einen und zum Dom auf der anderen Seite sind deutlich zu sehen. In der Ferne kann man die Bergiselschanze erkennen, dahinter trohnt die Serles.

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Ich genieße die Aussicht bevor ich wieder die Stufen hinuntersteige und auf die Strasse hinaustrete. Und ja, auch eine Touristenattraktion, derzeit sind 4€ für den Turmbesuch zu zahlen, WC-Besuch inklusive.

Stadtturm 
Herzog-Friedrichstrasse 21, 6020 Innsbruck
Sommer: 10:00 – 20:00, Winter: 10:00 – 17:00

Anmerkung meinerseits: Bitte prüft vor dem Besuch die Öffnungszeiten der angegebenen Lokale auf deren Homepage!

 

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