Tortillas grün gefüllt

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Wir mögen Tortillas ganz gerne. Vielleicht, weil jedeR sie füllen kann wie er oder sie mag. Oder weil man sie so genussvoll mit den Händen essen kann. Bisher habe ich die Weizenbrote gekauft, aber diesmal habe ich mich daran gewagt und sie selber gebacken.

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Ich versuche, möglichst viele Dinge selber herzustellen, die wir essen. Einmal, weil es mir Spass macht und das andere mal, weil in den Fertigprodukten einfach immer viel zu viele Zusatzstoffe und Konservierungsmittel drinnen sind. Sonst könnte das alles ja nicht so lange halten in den Paketen. Lange wollte ich mich dabei auch schon an Weizentortillas wagen und endlich habe ich es nun geschafft.

Eigentlich sind sie ganz simpel herzustellen: eher kräftiges Weizenmehl, ein wenig Butter, Salz und Wasser. Dann dünn ausrollen und braten. Ich habe dazu unsere Crêpe-Pfanne verwendet, die groß genug ist und zudem einen schön schweren Boden hat, damit die Hitze gut geleitet wird. Auf was ich das nächste Mal noch ein wenig mehr aufpassen muss ist, dass die Tortillas keine harten Bratstellen bekommen. An diesen Stellen brechen sie dann nämlich beim Füllen und dann läuft die Sauce aus.

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Das mit dem Auslaufen der Sauce ist sowieso immer ein wenig ein K(r)ampf. Darum habe ich diesmal extra die Fleischsauce weniger flüssig gemacht. Das Knoblauchjoghurt wurde vor dem Gebrauch abgetropft, so dass es nicht zu flüssig ist. Zudem kann man mit Salatblättern die Tortillas ein wenig unterstützen – sprich abdichten-  damit die Fülle wirklich drinnen bleibt. Und wirklich – hat gut funktioniert.

Grundsätzlich kann man ja hineinfüllen, was man mag: mit oder ohne Fleisch, Tomaten, Zwiebeln, Salat, Kräuter… Ich habe genommen, was gerade in Tirol reif ist: frische und noch milde Zwiebeln, knackiger Salat, Spitzpaprika. Nur den Peperoncino musste ich vom Italiener zukaufen. So sind unsere Tortillas diesmal sehr grün ausgefallen, frühlingsgrün.

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Auch diesmal wieder kam der Vorteil ganz zur Geltung, dass jedeR die Fülle selber variieren kann. Ich habe tendentiell mehr Peperoncino verwendet, André eher weniger. Nicolas spart gerne ein wenig mit dem Salat, aber nimmt dafür mehr Zwiebeln.

Resumée des Festmahls: die Tortillas waren eindeutig gelungen, schmecken wie gekauft (oder besser!) und dürfen wieder kredenzt werden. Was will die Köchin mehr als solches Lob!

Tortillas gefüllt mit Paprika, Knoblauchjoghurt und Fleischsauce

für die Tortillas:
350g Weizenmehl (z.B. Type 550)
60g Butter
1 TL Salz
250ml heißes Wasser

für die Fleischfülle:
500g Rindsfaschiertes
2 TL Kreuzkümmel
1 kleine Salzzitrone
1 EL Tomatenmark
Öl, Salz, Pfeffer

für das Knoblauchjoghurt:
400g Joghurt
3 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer

10 Blätter romanischer Salat
2 kleine frische Zwiebeln
1 großer Spitzpaprika
1 Peperoncino, Schärfe je nach Geschmack

Das Joghurt in ein Tuch geben und über einer Schüssel aufhängen, damit es abtropft. So rund 2h hängen lassen. Wer sich das nicht antun mag, kann auch gerne griechisches Joghurt kaufen, dann rund 350g. Aber ich stelle immer selber Joghurt her und habe somit immer einen guten Vorrat zu Hause, dass ich nicht noch zukaufen mag… Anschließend die Knoblauchzehen hineinpressen und das Joghurt mit Salz und Pfeffer abschmecken. Beiseite stellen.

Für die Tortillas das Weizenmehl mit dem Salz vermischen und mit der Butter vereiben, bis feine Brösel entstehen. Das Wasser zugießen und zu einem leicht klebrigen Teig verkneten. Zudecken und 30min. rasten lassen.

In der Zwischenzeit die anderen Zutaten vorbereiten: Für die Fleischsauce in einem kleinen Topf ein wenig Öl erhitzen. Darin das Fleisch ordentlich anbraten, mehrmals durchrühren und große Klumpen gut zerkleinern. Ein wenig Wasser angießen und rund 10min. dünsten lassen. Dann mit dem Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer würzen. Wenn das Fleisch gar ist, das Tomatenmark zugeben und ordentlich durchrühren. Nochmals abschmecken und warm halten.

Den Salat gründlich waschen, abtropfen lassen und in kleinere Stücke reißen. Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Den Paprika und den Peperoncino entkernen und in feine Ringe schneiden.

Die Tortillas in 8 gleiche Portionen teilen (abwiegen!) und zu großen Kreisen recht dünn ausrollen. Eine große Pfanne mit schwerem Boden erhitzen. Ich habe anfangs ein wenig Öl in die Pfanne gepinselt, aber wahrscheinlich braucht es das nicht einmal. Die Brotfladen nacheinander in der Pfanne braten, je Seite rund 2min. Die fertigen Tortillas auf einen Teller stapeln und im Ofen warm halten.

Alle Zutaten in separate Schüsserl füllen und gemeinsam mit den Tortillas servieren. Je nach Lust und Laune ein fertiges Tortilla zusammenbauen und mit bloßen Händen essen. Aufgrund von Stabilität ist es ratsam, mit dem Salat anzufangen, aber in Wahrheit gibt es keine fixen Regeln!

 

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