Orangengugelhupf

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Jedes Jahr warte ich wieder sehnsüchtig auf die guten Orangen aus der Bauernkiste. Unmengen an Schalen, die bei diesen Orangen dick und fleischig sind, werden kandiert, der Rest gegessen oder anderwertig verkocht.
Allein schon die Früchte an sich sind eine Freude – so große Orangen erhält man im normalen Supermarkt nie, und sie sind so süß, dass sogar der Junior gefragt hat, ob ich nicht im Jänner nochmal welche bestelle.

Diesmal werden einige Orangen in einem fluffigen Gugelhupf verbacken. Denn zum Geburtstag habe ich von Andrés Mama einen „Joker“ als Geschenk bekommen – ich sollte mir etwas aussuchen, was ich mir bisher aus Vernunftgründen nicht gekauft hatte. Und sofort fiel mir diese tolle gedrehte Gugelhupfform ein, die ich mir nie gekauft hatte, weil wir doch eh eine alte Gugelhupfform besitzen. Die Form ist inzwischen meine und mit diesem wunderbar aromatischen Kuchen habe ich sie eingeweiht.

Wegen ihren scharfen Kanten wurden hier im Haushalt schon Wetten abgeschlossen, wie viel vom Kuchen wohl in der Form hängen bleiben wird. Aber nix da. Der Kuchen rutschte nur so aus der Form, dass alle Nervosität vor dem Stürzen grundlos war. Ob der Kuchen sich in Schraubenform rausdreht, konnten wir allerdings nicht auflösen. Wissenschaftliche Erklärungen dazu werden gerne entgegengenommen.

Aus dem Buch „Jerusalem“ von Ottolenghi koche ich immer eine Orangenpaste, die ich dann meist in Salaten, manchmal auch in anderen pikanten Speisen verwende. Diesmal habe ich bei der Paste einfach den Essig weggelassen und die Paste – konzentrierter Geschmack von Orangen – wird in den Gugelhupf eingerührt. Und es hat hervorragend geklappt, der Kuchen wird schön weich, flaumig und hat bekommt ein angenehmes Orangenaroma.

Wichtig ist allerdings wirklich, dass ihr gute Bio-Orangen mit fleischiger Schale dafür verwendet. Sonst kommt halt der gute Geschmack nicht in den Kuchen. Vielleicht würde es sich auch lohnen, diesen Kuchen mit anderen Zitrusfrüchten zu probieren? Mal sehen…

Auf jeden Fall waren alle begeistert und fix ist, der Kuchen wird ins „Trockenkuchen“-Repertoire aufgenommen und sicher spätestens dann wiederholt, wenn in der Bauernkiste die zweite Charge an Orangen geliefert wird.

Orangengugelhupf

1 große Bio-Orange
40g milder Honig
etwas Safran
160g Butter
200g Zucker
1 EL Vanillezucker
4 Eier
280g Mehl
1 Pk. Backpulver
1 Prise Salz

Die Orange heiß abwaschen und in 12 Spalten schneiden. Dabei eventuelle Kerne entfernen. Mit dem Honig und dem Safran in einen Topf geben und so viel Wasser angießen, dass die Orangenspalten knapp bedeckt sind. In rund 30min. weich kochen, dann pürieren und auskühlen lassen.

Das Backrohr auf 180° Ober-Unterhitze vorheizen.

Die Butter mit dem Zucker sehr schaumig rühren. Die Eier trennen und die Eigelb zu Buttermischung geben, dann nochmals gut schaumig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen. Die pürierte Orange (sollte rund 250g sein) abwechselnd mit dem Mehl unter die Masse rühren.

Das Eiweiss mit einer Prise Salz zu festem Schnee aufschlagen und unter die übrige Masse ziehen. Eine Gugelhupfform ausfetten und mehlen. Im Backrohr rund 60min. backen bis der Gugelhupf durch ist. Dann auskühlen lassen und aus der Form stürzen. Mit Puderzucker bestreut servieren.

 

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