An der Costa Nova in Portugal

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Nach dem Besuch in Tomar und Coimbra fahren wir wieder an die Küste hinaus und verbringen ein paar Tage an der Costa Nova in der Nähe von Aveiro. Der Küstenstreifen ist flach, ein Sandstrand reiht sich an den anderen und ein bisschen landeinwärts fangen die Einheimischen Aale in der Lagune.

Direkt von Coimbra fahren wir zu den Moinhos do Gavinhos hinauf, um dort die Nacht zu verbringen. Über einem Eukaliptuswald stehen hier 14 alte Windmühlen und eine schon ein wenig verlebte Madonna auf dem Bergkamm. Darunter befindet sich ein riesiger Parkplatz mit einer kleinen Bar.

Die Mühlen sind in unterschiedlichem Zustand, aber wenn man so durchgeht, fühlt man sich ein bisschen wie Don Quijote. Von der Madonne blättert schon leicht die Farbe ab, aber sie hält schützend ihre viel zu große Hand über die BesucherInnen.

Wir fotografieren die Mühlen ausgiebig und sehen abends die Sonne hinter den Mühlen im fernen Meer versinken. Zumindest glauben wir, dass es so gewesen ist, anders können wir uns das nicht erklären, was wir sehen. Für die Nacht parken wir direkt zwischen den Mühlen im hinteren Teil.

Bei Sonnenaufgang halte ich es nicht mehr aus, ziehe mich warm an, hüpfe aus dem Auto und fotografiere die Mühlen im ersten Sonnenlicht. Das herrlich weiche Morgenlicht färbt die Mühlen orange, dahinter liegen die Hügel im Morgendunst.

Über Nacht hat der Wind ordentlich zugenommen, er bläst kräftig und kalt. Aber was soll man sich auch erwarten auf einem Hügel voller Windmühlen?

Nach dem Frühstück fahren wir nach Norden in Richtung Aveiro. Südlich von Aveiro besuchen wir die Porzellanfabrik Vista Alegre und schauen uns ihr firmeninternes Museum an. Ich bin aber enttäuscht, hatte ich mir doch mehr erwartet. Der Porzellanbrennofen ist ganz spannend und die Anlage als Ganzes, aber extra dorthin zu fahren hätte sich nicht gelohnt.

Dann geht es an die Küste, an den nördlichen Zipfel der Halbinsel, nach Barra. Dort gibt es einen riesigen Leuchtturm, den wir besuchen wollen. Barra ist eine typische Feriensiedlung mit Appartmenthäusern und wenig historischer Bausubstanz.

Wir parken am Leuchtturm vorne, gehen dann auf die Mole hinaus. Von dort kann man weit zum Hafenfeuer hinaus gehen. Wir sehen den dunkelgrünen Wellen beim Brechen zu, ein paar Surfer und Kitesurfer versuchen sich an den Wellen.

Der nächste Tag beginnt sonnig, und wir fahren nach Costa Nova und zu den gestreiften Häusern. Ich steh ja total auf Streifen, und dort gibt es längsgestreifte Häuser in allen Farben, dazwischen auch ein paar quergestreifte.

Aufgereiht geben sie ein so super Bild, dass ich unzählige Fotos mache. Anscheinend schreibt dort inzwischen auch die Bauordnung vor, dass die Häuser Streifen haben müssen.

In Costa Nova gibt es aber auch einen großen Fischmarkt mit reicher Auswahl, wo wir für das Mittagessen einkaufen. Durch die Nähe zur Lagune gibt es auch Aale, die sich in den Kisten winden wie Schlangen. Einer entwischt und windet sich am Boden des Marktes bis ihn die Fischverkäuferin wieder aufsammelt. Brrr… irgendwie gurselig!

Noch vor Mittag fahren wir an der Küste nach Süden und landen schließlich in Praia de Mira. Ich hatte in einem Führer gesehen, dass es an der Küste auch eine blau gestreifte Kapelle geben soll, aber mir war nicht klar, wo genau. Hier finden wir sie, frei stehend vor dem tiefblauen Meer! Der Strand zieht sich endlos dahin, wir können uns nicht vorstellen, dass er in der Hochsaison voll ist.

Da es an der flachen Küste keinen Hafen gibt, werden dort die Fischerboote mit Traktoren an den Strand gezogen. Ewig lange schauen wir zu wie die Fischer arbeiten – wie die Traktoren hin- und herfahren, wie sie Seile aufrollen, die Boote mit Netzen beladen, Boote aus dem Wasser holen und zu Wasser lassen. Nur leider holen sie in der Zeit keine Fische aus dem Wasser obwohl wir doch sehr lange dort sitzen.

Ganz schlau werden wir aus dem Treiben nicht und stellen immer wieder neue Theorien auf, wie die Strandfischerei wohl funktionieren mag.

Nachmittags besuchen wir Aveiro und wieder mal bin ich sehr überrascht, auf wie viele TouristInnen wir dort treffen. Wir haben gelesen, dass es in Aveiro viele Art-Nouveau-Häuser und auch ein Museum geben soll, diese wollen wir ansehen.

Aveiro durchziehen Wasserkanäle von der Lagune her, auf diesen lassen sich die TouristInnen in den Fischerbooten ähnlichen Kähnen herumfahren.

Ich habe den Eindruck einer sehr kunstsinnigen Stadt, es gibt viele Designläden und Galerien, das Wasser trägt zur angenehmen Stimmung bei. Nach dem Besuch im Museum schauen wir uns noch beim alten Bahnhof die großen Kachelbilder an und verlassen dann die Stadt wieder.

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg weiter nach Norden, zu unserem letzten großen Ziel in Portugal – nach Porto.

Auf halber Strecke bleiben wir noch bei einer Kirche bei Válega stehen. Diese ist über und über mit Kacheln bedeckt, aber nicht nur mit Mustern, sondern mit richtigen Bildern.

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