Ein paar Tage auf Saaremaa

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Von Hiiumaa fahren wir mit der Fähre auf die nächste Insel nach Süden, nach Saaremaa. Diese ist doch deutlich größer als ihre kleine nördliche Schwester.

Wir landen im Norden der Insel und fahren zuerst mal zur Kirche von Karja, aber die ist leider nicht geöffnet.

Da das Wetter nicht perfekt ist, suchen wir uns gleich einen Stellplatz und finden diesen im RMK-Platz von Albula.

Am nächsten Tag scheint die Sonne vom blauen Himmel, und wir fahren zur Haagilougas-Halbinsel. Von dort radeln wir zum Kiipsaare-Leuchtturm hinaus.

Der Weg führt zuerst auf Forststrassen durch steppenartiges Gebiet, dann durch Waldgebiete und an einem See vorbei. Dann wird der Weg recht sandig, und wir müssen die Räder schieben. Eine Zeitlang bin ich gar nicht sicher, ob wir nicht umkehren müssen.

Schliesslich sind wir beim Leuchtturm und können sogar eine kurze Strecke direkt am Strand radeln.

Der Kiipsaare-Leuchtturm stand früher an Land, aber durch die Verlagerung der Halbinsel vor allem durch Stürme, steht er nun im Wasser und ist verlassen. Nur Vögel suchen in seinem Inneren Zuflucht. Ein super Fotomotiv bietet er allemal.

Nächstes Ziel ist ein ebenfalls aufgelassener Leuchtturm bei Oju, bevor wir an das Kliff von Panga fahren.

Dort ist lustigerweise auch eine Laufveranstaltung im Gange, wo Staffelteams insgesamt 180km von Sonnenaufgang (4:30) bis Sonnenuntergang (22:30) laufen.

Wir fahren mit den Radln ein wenig am Kliff entlang und seilen uns dann zum Strand ab. Von dort können wir die Steilküste mal auch von unten sehen.

Dann gehen wir ein paar hundert Meter weiter und über befestigte Leitern wieder hinauf. Auf den ersten Blick sehen die Leitern instabil aus, aber sie sind gut befestigt und bieten genug Halt.

Den Abend geniessen wir an unserem Stellplatz, André grillt sogar heldenhaft Würstel. Und dann werden wir noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

In der Bucht gibt es auch recht viele Wasservögel, ich beobachte wie sie herumfliegen, fischen, sich auf den Findlingen im Meer niederlassen.

Der nächste Tag beginnt mit einer originellen Wasserbeschaffung: diesmal schöpfe ich Wasser mit dem Kanister direkt an einer Quelle, wo das Wasser aus dem Boden sprudelt.

Dann wollen wir auf die Sörve-Halbinsel zum Leuchtturm, aber dort am Südzipfel der Insel treibt Feuchtigkeit vom Meer herein und hüllt alles in dichten Nebel. Wir fahren zum Loode-Leuchtturm weiter, aber auch hier herrscht dichter Nebel.

Dann stoppen wir an einem Strand mit lauter Steinmännchen. Als wir das Auto wieder starten wollen, reagiert der Starter nicht. Es ist Sonntag und so müssen wir erstmal am Strand ausharren.

Aber wir können dort übernachten, wo wir gerade stehen und – siehe da – am nächsten Morgen können wir starten und fahren direkt zu einer Werkstatt in die Inselhauptstadt Kuressaare. Die Werkstatt sagt zu, unseren Bus rasch zu reparieren.

Ich buche eine kleine Wohnung nicht allzuweit von der Werkstatt entfernt für zwei Nächte in einem Plattenbau. Gut, dass wir die Fahrräder haben, mit denen wir unsere Sachen für 2 Tage in die Wohnung transportieren können.

Die Wohnung entpuppt sich als grossartig, wir waschen Wäsche bevor wir noch eine Runde in der Abendsonne durch den Ort drehen.

Mit dem Fahrrad sind wir schnell im Zentrum. Der Weg führt durch kleine Strassen mit Kopfsteinpflaster und alten Holzhäusern.

Die Burg liegt zentral in Kuressaare und ist DIE Hauptattraktion. Wir fahren rundherum und dann in den Burghof und zur alten Windmühle hinauf.

Von Kuresaare machen wir einen Ausflug auf die Insel Abruka (Eintrag folgt). Und so hat die Autopanne auch etwas Gutes, wir sehen noch Dinge, für die wir uns sonst keine Zeit genommen hätten.

Nach zwei Tagen holen wir unser Auto wieder ab und besuchen noch den Meteoritenkrater von Kaali. Irgendwie gibt es dort zwar eine Menge Schilder mit geologischen Erklärungen, aber irgendwie wird nicht ganz klar, wann der Meteorit hier wirklich eingeschlagen hat.

Einen weiteren Stopp machen wir an der Kirche von Valjala, die aber gerade rennoviert wird und das auch dringend nötig hat.

Dann fahren wir zum verlassenen Leuchtturm von Laidunina raus.

Unterwegs kommen wir bei der schönsten Bushaltestelle ever vorbei. Sie ist liebevoll bemahlt mit echten Büchern und Wolldecke. Ob hier häufig Busse fahren, erfahren wir aber nicht.

Eigentlich wollten wir zum Leuchtturm eine Radtour machen, aber die Rumpelstrassen sind ok, und wir können bis zum Leuchtturm mit dem Bus fahren.

Der Ort ist super: der alte Leuchtturm, ein Erdkeller, ein alter Unterstand, ein Zugang zum Meer. Wir essen hier und trinken Kaffee.

Wir hatten uns auch überlegt, dort zu übernachten, aber wegen angesagtem Schlechtwetter trauen wir uns nicht, da wir bei Regen den Rückweg auf den Forststrassen als zu unsicher einschätzen.

So beschliessen wir spontan, retour aufs Festland zu fahren und uns dort einen Übernachtungsplatz zu suchen.

Da die Hauptfährroute von Saaremaa bzw. Muhu aufs Festland geht, fahren dort recht häufig Fähren. So fahren wir an den Hafen und können direkt aufs Schiff.

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