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So was ähnliches wie Sommer

Das Wetter hat es heuer doch tatsächlich geschafft, bis Mitte Juni starrköpfig einen auf April zu machen. Der Regenschirm war mein stetiger Begleiter, man wusste ja nie, wann der nächste Guss kommt. Mit den wasser- oder nicht wasserdichten Schuhen spielte ich ein bisschen russisches Roulette. Aber anscheinend hat der Sommer sich nun dazu durchgerungen, doch noch zu uns zu kommen. Gratuliere! Und damit höchste Zeit, auch die Küche auf Sommer umzustellen.

Kalte Suppen sind nun nicht so sehr meine Freunde. Außer vielleicht die Beerensuppe à la Oma – aber für Beeren ist es noch zu früh. Ist ja kaum Kirschenzeit. Und natürlich die traditionelle Rote-Rübensuppe aus Litauen, aber die kann ich nur im Büro machen oder zu Hause alleine essen. Mit kalten Gurkensuppen konnte ich mich bisher nicht so recht anfreunden. Aber die ersten Tiroler Gurken habe mich letzthin so angelacht, da dachte ich mir, ich wage es mal wieder. Im Buch von Diana Henry „A change of appetite“ ist eine Gurkensuppe drin, die ich letztes Jahr mal probiert habe. Ich glaube, die Walnüsse in der Suppe machen es aus, dass die Suppe fülliger daherkommt und nicht nur dünnes Gurkenwasser ist. Ich habe das Rezept großzügig abgeändert, Zutaten weggelassen und zugefügt. Wichtig war mir der viele Dill, weil Dill einfach derzeit überall rein muss, wo er einigermaßen passt. Die Minze macht die Suppe erfrischend.

Die Hühnerbrühe habe ich durch Gemüsebrühe (natürlich selbergemacht!) ersetzt. So wird diese Suppe einfach vegetarisch. Den Walnussgeschmack habe ich durch ein wenig an Walnussöl noch verstärkt, die Gesamtölmenge jedoch stark reduziert. Die Suppe soll ja sommerlich leicht bleiben. Zudem kommen noch geröstete Walnüsse als knackige Einlage.

In dem Sinne: Suppe mixen, einkühlen und bei Hungergefühl auf der Terrasse im Schatten genießen. Ein Glas Sekt dazu wäre noch perfekt.

Kalte Gurkensuppe mit Walnussöl und Dill

2 Gurken (rund 500 g)
2 Frühlingszwiebeln
3 EL Dill
1,5 EL Minze
200 ml Gemüsebrühe
250 g Joghurt (3,6% Fett)
70 g geriebene Walnüsse
50 ml Sonnenblumenöl
2 EL Walnussöl
2 EL Zitronensaft, frisch gepresste (von rund 1/2 Zitrone)
1 MS Piment d’Espelette oder Cayennepfeffer
Salz
30 g Walnüsse
4 EL Walnüssöl

Die Gurken schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen und ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Den Dill und die Minze von den Stielen zupfen und grob hacken. Alles gemeinsam mit der Gemüsebrühe und dem Joghurt pürieren. Dazu kann man das Ganze entweder in einen Mixer tun oder mit einem Pürierstab arbeiten. Funktioniert beides ganz gut!

Die geriebenen Walnüsse und die Öle unter die Suppe rühren. Mit Zitronensaft, Piment d’Espelette und Salz abschmecken. Die Walnüsse für das Topping in einer schweren Pfanne ohne Öl anrösten bis sie zu duften beginnen, dann grob hacken. Die Suppe in Schüsseln füllen, mit Walnussöl beträufeln und mit den Walnüssen bestreuen.

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