Hej Göteborg!

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20140626-201010_8156_7dNach unserem Fotokurs in Göteburg blieben Juliana und ich noch das Wochenende dort, um die Stadt und ihre Umgebung zu entdecken. Über Airbnb hatten wir eine kleine Wohnung in der Nähe vom Stadtzentrum gemietet und konnten von dort die Innenstadt und die Umgebung erkunden.

Gleich am ersten Abend ziehen wir noch in der Abendsonne los und treiben uns vor allem am Hafen herum. Die Sonne scheint dort im Norden abends deutliche länger als bei uns und das Licht mit seinen starken Rottönen ist herrlich.

Wir schlendern an der Oper vorbei, die großen Kräne gegenüber glänzen in der Abendsonne. Ein wenig weiter kommen wir an den alten Schiffen vorbei, die zu einem Museum gehören. Als Leuchtturmfan mag ich besonders das Leuchtschiff „Fladen“. In der Innenstadt retour suchen wir uns noch ein Lokal für eine kleine Abendmahlzeit und lassen uns im Bee gleich bei der Saluhallen, der Markthalle, nieder, um noch ein Bier auf unser gemeinsames Wochenende zu trinken.

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Am nächsten Tag nach unserem Kurs bei Sonja besuchen wir noch das Stadtviertel Haga und laufen dort die Nygata mit ihren vielen Antik- und Kunstläden und netten Cafes entlang. Vor einem nahenden Gewitter flüchten wir ins Coffehouse Fika! – und gönnen uns eine Punschrolle und eine Schokokugel mit Kokosstreusel. Beides Süßigkeiten, die so ziemlich in allen Konditoreien in der Stadt zu bekommen sind.

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Am nächsten Tag gehen wir erstmal ordentlich shoppen, was bei dem unregelmäßigen Starkregen genau das richtige Programm ist. Wir frühstücken im da Matteo (wo ich feststelle, dass die Zimtschnecken mit viel Cardamom einfach fantastisch schmecken) und ziehen los. Für unser Picknick am nächsten Tag besuchen wir auch die Feskekorka – die „Fischkirche“ – die aber Markthalle für Fisch ist und keine richtige Kirche und das auch nie war. Aber da hier so viel frischer Fisch in bester Qualität angeboten wird, finde ich das sehr passend, eine eigene „heilige“ Markthalle dem Fisch zu widmen. Es gibt fangfrische Fische aller Art, dazu geräuchterte Fische und Berge an Krabben. Wir entscheiden uns für geräucherten Lachs mit Zitrone, geräucherte Makrele mit Dill und eingelegten Hering.

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In der Saluhallen, der Markthalle, finden wir viele Spezialitätengeschäfte, die auch oft Restaurants betreiben. Am liebsten hätten wir uns überall durchprobiert! Wir kaufen guten schwedischen Käse (leider hab ich mir den Namen nicht gemerkt): vom Geschmack her fast wie Parmesan mit knusprigen Kristallen drin und einen Weichkäse. Bei der Bäckerei hätten wir am liebsten einen riesigen mit Pistazien gefüllten Kuchen erstanden. Beim Fleischhauer nehmen wir Rentiersalamit für zu Hause mit.

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Zum Lunch wollen wir uns diesmal eines dieser klassischen Krabbensandwiches gönnen. Da wir gerade nicht in der Nähe der Feskekorka unterwegs sind, probieren wir unser Glück im Café Kanold.

Dieses alteingesessene Cafe bietet viele verschiedene typische schwedische Konditoreiwaren an, die uns gleich beim Buffet anlachen. Doch wir sind ja wegen den Krabben da! Und was für ein Festessen: das Sandwichbrot besteht nicht aus labbrigem Weißbrot, sondern gutem Roggenbrot, darauf eine Scheibe Räucherlachs und darauf in einem riesigen Haufen die frischen Krabben aufgeschichtet. Ein Klacks Mayonnaise, ein wenig Dill und eine Zitronenscheibe machen das Mittagessen perfekt! Unbedingt probieren, wenn ihr mal in Göteborg seid.

Anschließend bringen wir schnell unsere Einkäufe heim und besuchen am Nachmittag den Trädgårdsföreningen.

Am Kanal leuchten die Blätter der Bäume nach dem Regen tiefgrün. Das Palmenhaus ist frei zugänglich und mit üppigen Pflanzen reich bestückt. Am meisten faszinieren mich diese Riesenblätter im Wasserbereich. Aber auch andere Pflanzen wie Hibiskus oder Kakteenarten sind sehenswert. Im Rosengarten gibt es unzählige Stöcke von neuen und alten Rosenarten, dazwischen sind auch zahlreiche andere Blumen gepflanzt.

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Abends haben wir Plätze im Fiskekrogen reserviert und bekommen sogar einen Tisch in dem runden Turmzimmer. Wir wählen das Degustationsmenü aus und nicht die „Alloyoucaneat-Meeresfrüchteplatte“, die zwar üppig aussieht, uns aber geschmacklich zu einseitig vorkommt.

Und gut haben wir gewählt.

Wir werden mit einem exquisiten Viergangmenü belohnt: Zuerst geräucherter Lachs mit Dillpancakes, Brennessel und Sauerrahm, dann pochierte Seezunge mit Zitrone, Spargel, braune Haselnussbutter und Wachtelei. Als dritten Gang bekomme ich gegrilltes Steinbuttfilet mit Lamm, Pilzen, grünen Bohnen und Erbsenpüree – mit Lammjus würzig abgeschmeckt. Die Nachspeise besteht aus Rhabarer, Erdbeersorbet, Mandelkuchen, Meringue und Milchschaum. Dazu zu jedem Gang einen darauf abgestimmten Wein – einfach phantastisch!

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Am letzten Tag in Schweden machen wir uns auf zu den südlichen Schären. Unsere Wahl fällt auf Styrsö, wir wollen dann nach Donsö rübergehen und von dort die Fähre zurück nehmen. Die Wolken hängen teilweise noch sehr tief, aber der Regen verschont uns.

Die Inseln sind alle autofrei, dafür voller netter Ferienhäuser, Buchten und Häfen. Von Bratten aus wandern wir an der Nordküste nach Tången und an den Westzipfel der Insel, wo direkt vom Felsen Leitern zum Baden ins Meer führen.

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Im Süden in der Bucht von Uttvik gibt es eine Badestelle an einer kleinen vorgelagerten Felsinseln. aber auch einen kleinen Strand. Ein Pfad am Meeresufer entlang führt uns weiter nach Halsvik, wo wir auf dem netten Steg picknicken – und Glück haben. Genau dann kommt die Sonne heraus!

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Wir folgen dem markierten Weg weiter ins Innere der Insel zum höchsten Punkte, dem Stora Rös. Die Insel ist im Inneren erstaunlich bewaldet, der Weg windet sich durch Birkenwälder bergauf. Vom Stora Rös sehen wir zu den Nachbarinseln hinüber, die unzähligen Felsen der Schärenküste liegen wie Tupfen im Meer vor uns. Ein herrlicher Ausblick!

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Über die breite Brücke wandern wir auf die Insel Donsö hinüber, vorbei an zahlreichen Stegen gelangen wir zum Hafen. Leider ist die Fischräucherei geschlossen. Aber wir gönnen uns ein Eis und genießen es mit Blick aufs Meer.

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Von Donsö nehmen wir die Fähre direkt wieder nach Saltholmen retour. Leider hat am Sonntag abend das nette Lokal am Hafen nicht offen. So landen wir wieder im Bee bei den Saluhallen und nehmen mit gebackenen Muscheln und geräucherten Krabben – eine wundervolle Kombination! – von Schweden Abschied.

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Aber wieder einmal hat mir der Norden außerordentlich gut gefallen: das Sommerlicht, das vor allem abends diesen starken rötlichen Schein hat, Göteborg mit seiner lebendigen Innenstadt und den vorgelagerten unzähligen Inseln. Und natürlich die Zimtschnecken und Krabbensandwiches.

Vi ses snart Sverige!

1 Kommentar

  • Sonja {Dagmars Kitchen} 14. Juli 2014 um 14:54

    Such lovely photos from our day Alex! I’m so glad you found some of my tips useful and looking forward to see your photography developing. //Sonja

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