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… und täglich schütteln – Crème de Cassis

Seit einigen Jahren habe ich eine Vorliebe für schwarze Johannisbeeren – Cassis – wie sie in Frankreich heißen und wie auch ich meist sage, weil das Wort nett klingt und nicht so sperrig ist wie die deutsche Bezeichnung. Normalerweise gehe ich im Frühjahr ins „Himbeerland“, wo auch Cassis angebaut werden, um sie dort zu ernten. Denn vor allem die leicht saure Cassis-Marmelade brauche ich oft zum Backen z.B. wenn ich Energiekekse im Winter mache. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Dieses Frühjahr haben wir zu Hause mal unsere „Bar“ ausgemistet und die ganzen Flaschen durchgesehen. Unter anderem habe ich eine sehr alte Flasche Crème de Cassis gefunden und habe mich gefreut. Aber nur kurz… denn der Crème de Cassis war einfach schon zu alt, abgestanden und hat ganz fad geschmeckt. Also hab ich beschlossen, heuer einen eigenen Crème de Cassis anzusetzen.

Aus Zeitmangel habe ich diesmal die Cassis in der Bauernkiste bestellt, einen Teil zu Marmelade verarbeitet und mit dem anderen Teil den Likör angesetzt. Und hier kommt dann die Geduldsprobe: ganze vier Wochen muss der nämlich dann am Fensterbrett in der Sonne stehen und täglich einmal durchgeschüttelt werden.

Am Anfang hatte sich der Zucker noch gar nicht richtig gelöst, aber dann wurde der Likör immer dunkler und die Beeren platzten mit der Zeit auf.

Nach vier Wochen geduldigen Schütteln endlich durfte ich ihn abseihen und verkosten. Und gut ist er geworden! Sehr fruchtig, nicht zu stark, nicht zu süß! Prost!

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Und natürlich hier noch das Rezept:

Crème de Cassis – Schwarze Johannisbeer-Likör

0,75 l Alkohol rund 40% mit wenig Eigengeschmack (Korn, Whiskey, Vodka,…)
1 Gewürznelke
1 Zimtstange
7 Blätter von schwarzen Johannisbeeren
700 g schwarze Johannisbeeren gewaschen, entstielt
400 g Zucker

Die Johannisbeeren waschen, von den Stielen befreien und in ein großes, dicht schließendes Gefäß (z.B. ein großes Rexglas) geben. Den Zucker, die Blätter und die Gewürze zufügen und mit dem Alkohol aufgießen. Das Gefäß verschließen und gut durchschütteln, damit der Zucker sich auflöst.

Dann vier Wochen möglichst sonnig und warm durchziehen lassen, in dieser Zeit regelmäßig durchschütteln. Danach durch ein Tuch filtern, die Beeren gut auspressen und in Flaschen abfüllen. Wem der Likör zu stark ist, kann ihn mit Zuckerwaser (500 g Zucker auf 500 ml Wasser) verdünnen.

Hält theoretisch bis zu einem Jahr, wenn er richtig gut gelingt, garantiert weniger!

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