Monemvasia und eine Wanderung am Cap Malea

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Eine der Highlights auf unserer Reise nach Griechenland war Monemvasia – ein sehr beeindruckender Ort, an einen gewaltigen Felsen gelehnt. Und weiter unten am Cap überrascht uns eine anstrengende, aber lohnende Wanderung zum Kloster Agias Irinis.

“Wenn es hier schon so starken Wind gibt, werdet ihr weiter unten in Monemvasia wegfliegen”, prophezeit uns der Campingplatzbesitzer bevor er uns noch gute Tipps für die Reise gibt. Aber wir können Monemvasia nicht einfach auslassen und hoffen, dass es halb so schlimm wird.

Schon von weitem sieht man den Felsen der Stadt im Meer liegen, nur über einen schmalen Streifen Land mit dem Festland verbunden. Die Stadt sieht man gar nicht, die liegt nämlich auf der anderen Seite, um sich von der Außenwelt zu schützen.

Wir parken nach dem schmalen Verbindungsstreifen und gehen noch die Strasse bis zur Stadtmauer hinauf. Dort tauchen wir in eine ganz andere Welt ein. Wir fühlen uns in eine andere Zeit versetzt, das Flair der Stadt ist so einmalig mit den alten Häusern, die sich an den Felsen schmiegen.

Wir starten auf der Hauptstrasse und laufen mal drauflos. Dann zweigen wir nach links bergauf ab. Wir suchen uns einen Durchstieg, landen immer wieder in Sackgassen. Wir finden kleine verfallene Kirchen und noch erhaltene Kapellen. Wir stöbern Katzen auf und bewundern Kakteen vor den Häusern.

Bald steigen wir über die Stadt hinauf, um zurück auf sie hinunter zu sehen. Zwischen den Stadtmauern liegen die Häuser eng gedrängt und verschachtelt. Weiter unten gibt es ein paar offenere Plätze. Wir gehen aber an diesem windigen Tag (aber doch nicht ganz so übel wie prophezeit) nicht bis auf die Festung hinauf, die noch auf dem Felsen über der Stadt thront.

Wir gehen im Osten bis an die Stadtmauer und über sie hinaus zum Leuchtturm. Wir sehen, wie der Wind die Brandung an die Felsen schlagen lässt. Die Stadt mutet uns schon fast nordafrikanisch an, mit Farben der Wüste und weiß getünchten Kirchen.

Ein wundervoller Ort, der die lange Anfahrt nach Süden auf die Halbinsel sehr lohnt.

Wir fahren noch weiter nach Süden und übernachten nicht weit von Agios Nikolaos. Das Farbenspiel abends ist fast surreal, wo sich in die rosa Wolken noch ein Regenbogen mischt.

Am nächsten Tag brechen wir früh auf und fahren nach Süden soweit es geht. Dort beginnen wir unseren Rundgang im versteinerten Wald.

Die versteinerten Baumstümpfe sind teilweise hohl und mit der Brandung verbunden, so dass es in den Löchern blubbert und gurgelt. Aus einigen spritzt das Wasser, wenn die Wellen in Richtung Land drängen. Fossile Muscheln befinden sich überall am Strand.

Aber wir wollen weiter und gehen erstmal lange auf der Forststrasse nach Osten. Wir fragen uns, ob das langweilige Latschen denn auch belohnt wird, da beginnt der eigentliche Steig zum Kloster Agias Irinis. Bald können wir auf dem Abhang ganz weit weg das Kloster erahnen.

Vorher geht unser Weg hoch über dem Meer und steil abfallend den Hang entlang, einmal kommen wir zum Meer runter bevor er wieder nach oben zieht. Nach einem kleinen Marterl in der Wand sind es nur mehr wenige Meter zum Kloster hinauf.

Aber wir verweilen nur kurz und gehen bis ans Ende des Weges vor, wo am Kap die Kapelle Agios Georgios steht. Direkt nach der neu rennovierten Kapelle fallen die Felsen steil ins Wasser ab. Rund um die Kapelle sind noch Reste von alten Gebäuden sichtbar.

Leider kann man hier nicht weiter ums Kap herum gehen, nicht weit wäre hier der Leuchtturm vom Cap Malea.

Wir gehen zum Kloster Agias Irinis retour und stärken uns dort im Schatten. Eine Frau lebt im Kloster und begrüßt die Gäste. Wenn man sich anmeldet, kann man im Kloster auch übernachten. Wir besichtigen die Kapelle, dürfen sogar die Glocken läuten und freunden uns mit der Katze an.

Ein wenig schmunzeln müssen wir als die Hühner um die Ecke biegen, aber das ist wohl nur praktisch hier Hühner zu halten, wenn man in dieser Abgeschiedenheit lebt. Anscheinend musste die Frau das erste Jahr allen Proviant hierher tragen. Seit diesem Jahr aber gibt es eine Schiffsanlegestelle, über die sie versorgt wird.

Für uns geht es retour über den Pfad bis zu unserem Ausgangspunkt. Inzwischen steht die Sonne hoch und lässt das Meer tieftürkis leuchten. Pünktlich vor der Siesta kommen wir wieder beim Auto an.

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