Au marché provençal

Wenn wir in Südfrankreich sind, gehören die Besuche auf den dortigen Märkten einfach zum dortigen Leben dazu. Auf den Märkten bekommt man die besten regionalen Spezialitäten, da können auch die größten Supermärkte vor Ort (und von denen gibt es einige) nicht mithalten.

Wir haben es diese Mal auf doch einige Märkte geschafft, angefangen mit dem winzigen Biomarkt in Gap bei der Hinreise, den Markt in Valensole in mitten des Hochplateaus voller Lavendel und in Apt, wo mit über 100 Ständen samstags der größte Markt in der Provence stattfindet. Und zufällig sind wir noch über die Märkte in Aups und Cotignac gestolpert, weil wir halt grad am richtigen Tag dort waren.

In fast jedem kleinen Dorf in Südfrankreich findet mindestens einmal pro Woche ein Markt statt, in den Städten gibt es auch tägliche Märkte, in großen Orten ist der Markt oft zweimal die Woche, wobei er an einem Tag dann größer ausfällt. Zudem gibt es auch oft Unterschiede vom Angebot her an den unterschiedlichen Tagen oder auch nach der Jahreszeit. Ich mag ganz besonders die Märkte, wo auch die Bauern der Umgebung vertreten sind, denn dann bekomme ich das frischeste Gemüse der Region. Im Sommer sind auch oft sehr originelle Anbieter vertreten, wie jener für Matratzen z. B.

Einige Standln liebe ich besonders: einmal die Käsestandln! Frankreich ist ja berühmt für seine Rohmilchkäse und vor allem im Süden gibt es viele kleine Anbieter, die von Frisch- bis gut gereifte Käse anbieten – und natürlich immer mit regionalen Spezialitäten. So gab es in Cotignac einen Frischkäse mit Safran, weil in der Nähe Safran angebaut wird. In den Cevennen gibt es meist den dort typischen Pelardon und gegen Norden zu auch noch harten Kuhmilchkäse.

Auch die Standln mit dem frischen Gemüse kann sich natürlich sehen lassen. In Aups habe ich eines bewundert, wo es an die 20 unterschiedliche Sorten Tomaten gab: von rot über gelb nach grün, in unterschiedlichsten Größen. Am liebsten hätte ich mich durchgekostet! Und natürlich im Sommer auch unterschiedliche Beeren, Marillen und Pfirsiche! Echt ein Paradies, dass ich mehr kaufen könnte als wir dann eigentlich essen können.

Womit ich weniger anfangen kann, sind die vielen Standln an Wäsche, Schuhe und andere Waren. Wobei die Anbieter mit den Küchenwaren oft lustige Dinge dabei haben und ich dort schon auch mal einen Fischentschupper erstanden habe.

Und für alle, die mal selber in Südfrankreich unterwegs sind: auf der Seite Provence-Guide findet ihr ein Verzeichnis mit den Märkten der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, wann und wo sie stattfinden und welche Anbieter dort zu finden sind.

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2 Kommentare

  1. Wie kann etwas abgenutztes wie das Fenster auf einer gelben Wand so wahnsinnig schön sein? Der Zauber der Provence (ist es doch, oder?) ist mir einfach unerklärlich. Ich will da hin!

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