Ein Herbstmenü im Winter

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Aus Südfrankreich habe ich mir Maronimehl mitgebracht, das ich so langsam verbrauchen sollte. Also habe ich mir vorgenommen, mal wieder Nudeln aus Maronimehl zu machen. Diese schmecken herrlich nussig und doch ein wenig herzhafter als normale Nudeln. Man sollte das Maronimehl aber unbedingt mit ein bisschen normalem Weizenmehl mischen, damit man den Teig gut verarbeiten kann.

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Maronimehl findet man bei uns zumeist in Bioläden oder Reformhäusern, leider kann der Preis mit dem in Südfrankreich (weil eben dort regionales Produkt) nicht mithalten, aber es lohnt sich, dieses Mehl einmal auszuprobieren.

Und damit das Sugo neben den Nudeln nicht ganz unter geht, habe ich mich für ein kräftiges Fleischsugo mit Wildschwein entschieden, das ich mit Thymian (brav aus dem Schnee ausgebuddelt…) verfeinert habe.
Und zum Essen habe ich in unserem Weinvorrat noch einen super dazu passenden Rotwein aus Korsika gefunden!

Eigentlich ein sehr herbstliches Menü mitten im Winter…

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Maroninudeln mit Wildschweinsugo
Für die Nudeln:

200 g Maronimehl
100 g Weizenmehl, glatt
3 Eier
1 EL Olivenöl
1 EL Wasser
Salz

Für das Sugo:

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Thymianzweige, frisch
300 g Wildschweingulasch
400 g Tomaten aus der Dose (die sind zu dieser Jahreszeit einfach die bessere Wahl)
1 TL getrockneten Thymian
100 ml kräftiger Rotwein
1 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer

Für die Nudeln die Zutaten verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie schlagen und rund 30 min. bei Zimmertemperatur rasten lassen.

Die Zwiebel fein hacken, in einem Topf anbraten. Den Knoblaich dazupressen und die Thymianzweige dazugeben. Alles ordentlich durchrösten lassen, dann das Fleisch dazugeben und ebenfalls anbraten. Die Tomaten dazugeben, große Stücke eventuell kleiner schneiden. Die Dose mit ein wenig Wasser ausspülen und zur Sauce geben. Die Sauce salzen und pfeffern, sowie den getrockneten Thymian zugeben.

Das Sugo mit geschlossenem Deckeln rund 20 min. köcheln lassen. Dann mit dem Rotwein und dem Tomatenmark sowie eventuell noch Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Nudelteig sehr dünn ausrollen (die Nudeln gehen beim Kochen noch ein wenig auf). Dann zu einer Rolle zusammenrollen und mit einem scharfen Messer 5 mm breite Scheiben abschneiden. Diese auseinanderrollen, damit die Nudeln im Wasser nicht zusammen kleben.

In einem großen Topf mind. 2 l Wasser zum Kochen bringen und die Nudeln darin 4 min. kochen lassen, abgießen und mit dem Sugo servieren.

3 Kommentare

  • Monique 15. Februar 2013 um 12:27

    Deine Maroninudeln habe ich inzwischen schon zweimal zubereitet, sehr lecker! Gestern gab es sie mit Artischockenherzen und in Zitrone und Rosmarin eingelegtem Feta.

    Antwort
    • alex 17. Februar 2013 um 15:21

      Hmmm…. das hört sich aber auch gut an. Wo bekommst du das Maronimehl her? Meines ist noch aus den Cevennes… dort bekommt man es beim Bäcker.

      Antwort
      • Monique 24. Oktober 2013 um 15:40

        Jetzt sehe ich erst, dass du auf meinen Kommentar geschrieben hast! Die Bio-Welle breitet sich auch in Frankreich so langsam aus, so dass ich das Maronimehl bei einem Biosupermarkt kurz vor Colmar kaufen kann. Wenn ihr mal nach Korsika reist, dort gibt es auch seeehr gutes Maronimehl…

        Antwort

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