Engadiner Nusstorte mit Symbolcharakter

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Für L. und G. habe ich heute eine Engadiner Nusstorte ausprobiert. War gar nicht so einfach, so habe ich ein paar Rezepte studiert, um ein möglichst originales Rezept aus verschiedenen Quellen zusammenzubasteln. Mit reiner Butter, wie es sein muss, mit gutem Waldhonig (diesmal halt aus Tirol) und einem Haufen Walnüsse, die in der Schweiz lustigerweise „Baumnüsse“ heißen.

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Im Herbst 2012 hat die Engadiner Nusstorte aber bei den Grünen in Tirol Symbocharakter erlangt. Für den Naturschutz und das gemeinsame Eintreten und Kämpfen für eine Sache. Das Land Tirol hatte den Bescheid erlassen, dass der Piz Val Gronda erschlossen werden darf. Nach 28 Jahren Kampf für den Umweltschutz hatten die AktivistInnen verloren, der Berg war freigegeben zur Bebauung für ein paar Pistenkilometer mehr. Viele werden sich sagen „mei was soll das… ist eh nur ein Steinhaufen“ – aber wenn hier erschlossen wird, dann öffnet das Tür und Tor für weitere Erschließungen. Für einen Ausverkauf unserer Umwelt, der keine Grenzen mehr hat.

So haben sich AktivistInnen und Grüne gemeinsam im Oktober 2012 zum Piz Val Gronda auf dem Weg gemacht, um den Berg und seine Umgebung zu erkunden. Und ein Zeichen für den Umweltschutz zu setzen. Oben am Berg trafen sie auf Umweltschützer aus der Schweiz. Von Samnaun waren sie von der anderen Seite auf den Berg aufgestiegen, um die Tiroler Gruppe oben am Berg zu treffen. Und sie hatten eine Engadiner Nusstorte im Gepäck – als Zeichen der Solidarität.

Unsere Umwelt, unsere Natur wird immer mehr verbaut… ausverkauft, zubetoniert… oft nur zum Wohle weniger, zu Lasten vieler. Ich sage nichts, wenn es wirklich dem Gemeinwohl dient. Aber in der heutigen Zeit muss es immer mehr sein, immer höher, immer schneller. Dabei sind wir es unseren Kindern schuldig, dass auch sie noch in so einem schönen Land leben können wie wir heute.

Hier findet ihr den Blogeintrag von Gebi von der Aktion am Piz Val Gronda.

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Engadiner Nusstorte
Für den Teig:

350 g Mehl
140 g Zucker
200 g kalte Butter in kleinen Stückchen
1 großes Ei (oder 2 kleine)
2 EL kaltes Wasser
1 Prise Salz

Für die Füllung:

200 g Zucker
300 g Walnüsse, grob gehackt
200 ml Schlagobers
2 EL Waldhonig

Eine Springform mit 26 cm Durchmesser einfetten.

Für den Teig die Zutaten zu einem Mürbteig verkneten. 1/3 des Teiges ausrollen und eine Scheibe mit 26 cm Durchmesser ausstechen. Von dem restlichen Teig 2/3 in der Form als Boden verteilen, mit einer Gabel ein paarmal einstechen. Aus dem restlichen Drittel eine dicke Rolle formen und diese als Rand draufsetzen. Den Rand fest andrücken und leicht in die Höhe ziehen. Den Teig 30 min. kühl rasten lassen.

Für die Füllung den Zucker mit 3 EL Wasser aufkochen. Unter dauerndem Rühren zu einem hellbraunen Karamell kochen, dann die Walnüsse untermischen. Mit dem Schlagobers aufgießen und ein wenig einkochen. Den Waldhonig unterrühren und die Füllung kurz auskühlen lassen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Füllung auf den Mürbteigboden in die Springform füllen. Die Ränder mit Wasser anfeuchten und den Teigdeckel auflegen. Mit einer Gabel die Ränder festdrücken und den Deckel ebenfalls mit der Gabel ein paarmal einstechen.

Die Nusstorte rund 45 min. goldbraun backen. Dann noch heiß aus der Form lösen, weil sonst die eventuell herausgelaufene Füllung ein Herauslösen schier unmöglich macht.

Die Torte hält sich in Frischhaltefolie eingepackt rund 2 Wochen. Wenn sie gut ist, wesentlich kürzer…

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