Hinterm Deich

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Schon wieder waren wir unterwegs: nämlich Weihnachtsgeschenk für Nicolas einlösen – einen Besuch im Miniaturwunderland in Hamburg. Für alle, die das nicht kennen: das Paradies für alle Eisenbahnwütigen kleinen (und großen) Jungs. Aber auch für mich, um ehrlich zu sein. Vor ein paar Jahren waren wir schon mal dort, und ich hatte mich schon sehr gefreut, dem MiWuLa wieder einen Besuch abzustatten!

Also fahren wir Mittwoch gleich nach der Schule los, die A7 führt uns bis kurz vor Hamburg. Am Feiertag sind wir dann schnell in der Stadt und sehen uns erstmal im Hafen südlich der Altstadt ein wenig um. Dann marschieren wir in die Innenstadt. Weil es doch noch ein wenig kühl und windig ist, lassen sich meine beiden Männer schnell zu einem zweiten Frühstück in der Rösterei überreden.

Also wer mal in Hamburg gut und ausgiebig frühstücken will, ist hier genau richtig: verschiedene Frühstücksangebote von frischem Obst über Fisch bis Käse, dazu Croissants, Eier in allen Formen. Und: eine richtige Kaffeekarte! Wir suchen zwei Sorten Kaffee aus und bekommen diese frisch aufgebrüht serviert. Ein bisschen Zeit muss man jedoch mitbringen, da wir doch einige Zeit auf unsere Bestellung warten mussten (obwohl bei weitem nicht alle Plätze belegt waren…). Es gibt im Kaffee auch einen kleinen Shop, wo man Kaffee für zu Hause kaufen kann, doch wegen dem Feiertag hatte der leider zu.

«Die Rösterei» im LevantehausGrüne Kaffeebohnen Kimel Estate Pearl aus Papua Neuguinea
Kaffeetasse mit Cantuccini in der «Rösterei»Kaffeeröstofen «Probat» im Geschäftsraum der «Rösterei»

Aufgewärmt schlendern wir zum Rathausplatz, an der Alster entlang, beim Michel vorbei bis zu den Landungsbrücken. Wir schauen dem Treiben im Hafen und den Schiffen zu. Dann geht’s endlich zum Kehrwieder ins Miniaturwunderland. Und wir kommen aus dem Schauen nicht heraus: so unzählige Details sind in den Miniaturlandschaften verbaut, dass die Züge teilweise nur Nebensache sind.

Turm des Hamburger RathausRuhener Schwan an der Kleinen Alster
Schleppschiff H3408 und ElbphilharmonieMichel in Hamburg
Elbe und die Rickmer Rickmers
Stege der St. Pauli-Landungsbrücken
Ewige Baustelle Elbphilharmonie
Hamburger Speicherstadt am Kehrwiederfleet
Bahnhof «Kuffingen» im Miniaturwunderland
Detailaufnahme des Bahnhofs «Kuffingen» bei «Nacht»
Viel Betrieb im Camping und am Strandbad im MiWuLa
Miniaturwunderland zeigt Almauftrieb und Oldtimerfahrt in GraubündenSchloss «Kuffingen» mit Schlosspark im Miniaturwunderland
Brücke, Flugzeug und Plattform mit Arbeitern im Grand-Canyon-ModellRadfahrer auf der Köhlbrandbrücke im MiWuLa

Danach genießen wir noch ein Bier am Strand vom Elbecamp nahe der Stadtgrenze. Ein sehr sympathischer Fleck: breiter Sandstrand und große Plätze!

Elbe und Wittenbergener Leuchtturm
Reetgedeckte Backsteinbauten in Steindeich

Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Nordwesten. Wir wollen uns Glückstadt ansehen, wo auch die Elbfähre nach Wischhafen ablegt. Wir hatten die Fähre schon vor Jahren mal genommen, aber die Stadt nie besichtigt. Diesmal schauen wir uns zuerst am Hafen um, wo noch viele alte Häuser erhalten sind. Ich bewundere die riesigen Rosenbuschen vor den Häusern, die ein intensives Aroma verströmen. Auf dem Platz vor dem Rathaus ist gerade Wochenmarkt. Und was muss man dort natürlich einkaufen? Salat aus frischen Nordseekrabben und geräucherten Fisch! Die Krabben sind so frisch, dass sie nicht ein bisschen fischeln und auch der Fisch ist vorzüglich. Dazu ein frisches Brot und das Festessen ist perfekt.

Schaf am Deich vorm Feuer SteindeichAlte rostige Anker in einer WieseGelbe Rosen an einer Hauswand
20140530-112059_blumenHäuser mit Volutengiebelen in GlückstadtOffene Türe des Haus «Am Hafen 29»
Altes Segelschiff im Binnenhafen von GlückstadtZwei BücklingeSchaufel und Nordseekrabben am Markt

An der Fähre ist ganz schön was los, aber endlich erreichen wir Wischhafen gegenüber. Wir nerven Nicolas wieder mal, indem wir möglichst alle schönen Leuchttürme besuchen und fotografieren, die auf unserem Weg liegen. Wir fahren durch die flache Landschaft, bewundern die Bauernhöfe aus Backstein, mit ihren riesigen Scheunen mit den kräftig grün gestrichenen Toren. Dazwischen Baumreihen und kleine Waldabschnitte. Auf den Weiden die typischen schwarz-weißen Kühe und immer wieder Pferde.

20140530-141459_blick_durch_bullauge_auf_die_elbe
Leitfeuer Glückstadt
Unterfeuer Grossensiel südlich von NordenhamTakelage eines Aalkutters

Unser Ziel sind Freunde in Uplengen, die auch selber Pferde hinterm Haus stehen haben und überhaupt sehr idyllisch wohnen.

Blonde Fransen eines PonysJunge Triebe an alter Eiche
Grosse Stieleiche im AbendlichtGartenbank im Farn

Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug nach Norddeich, um ein wenig Nordseeflair zu schnuppern.

Zuerst besuchen wir die Seehundstation. Dort werden verlassene Seehundbabys aufgenommen und durchgefüttert, bis sie groß genug sind alleine zu überleben. Dann werden sie wieder ausgewildert. Die Ausstellung ist sehr gut gemacht und auch für Kinder mit vielen Mitmach-Elementen spannend gestaltet. Ich schaue lange den Seehunden beim Chillen im Wasser und auf dem Land zu. So aus der Nähe sieht man sie sonst nicht!

Seehund liegt am Rücken im Wasser und ein anderer streckt sichDer Seehund gähnt

Anschließend machen wir ein Picknick am Strand. Wir stellen ein paar Strandkörbe zusammen, damit uns der Wind den Sand nicht dauernd um die Ohren bläst, was nur wenig nutzt. Trotzdem genießen wir unsere „Seesterne“ aus Germteig (frisch aus der Bäckerei), dazu die Restsemmerl vom Frühstück und ein ordentliches Stück Käse. Gleichzeitig ist ein Drachenfest im Ort, die Drachen stehen wie bunte Flecken fast bewegungslos am Himmel. Das Meer ist gar nicht so kalt wie gedacht, aber wir sehen nur eine Frau, die sich ins tosende Wasser wagt.

Süsse SeesterneGeöffneter Strandkorb mit nach hinten gesenkter Sitznische
Grüner und andere Strandkörbe in NorddeichTreppen am Ufer des Strands von Norddeich

Danach machen wir noch einen Abstecher an die Küste im Süden und fahren bis zum Industriehafen von Emden, um weitere Leuchttürme zu sehen.

Leitfeuer Campen gegen den Himmel
Quermarkenfeuer Wybelsum im Windpark

Auf dem Heimweg nach Süden besichtigen wir noch das alte Schiffshebewerk Henrichenburg in der Nähe von Dortmund. Ja, wir haben eine Vorliebe für Industriearchitektur und zwar alle drei! Was ja unterwegs sehr praktisch ist, da uns das alle interessiert. Also bestauen wir alte Elektropumpen, die riesigen Hebevorrichtungen und alte, verrostete Schiffe.

Schwimmerhebewerk mit Schraubenspindeln HenrichenburgOberwasser Henrichenburg mit historischen Binnenschiffen
Vacuummeter und DruckleitungenFenster der Maschinenhalle des Schiffshebewerks Henrichenburg
Bug des Dampfschiffs «Nixe» mit AnkerRostiges Geländer am Ausflugsdampfer «Express»
Portaldrehkran bei der Werft im Oberwasser HenrichenburgIm Transporttrog des Schiffshebewerks Henrichenburg

Lange waren wir nicht im Einzugsbereich der Nordsee… vielleicht sollte man das wirklich öfters machen – es gibt viel zu sehen!

1 Kommentar

  • Gänseblümchen 10. Juni 2014 um 17:24

    Unglaublich coole Bilder, da bekommt man direkt Sehnsucht nach Urlaub! Da fängt das bei der Rösterei schon an – Ich schenke meiner Schwester anlässlich ihres Geburtstages dieses Jahr einen riesigen Korb mit den besten Süßigkeiten von Lauensteiner! Vielleicht bekommt sie als Zweitgeschenk noch einen Tag in Hamburg.. 🙂 Vielen Dank für die vielen Inspirationen!

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