99 Stunden Berlin

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20151205-082630_7852_7dNicolas und ich haben Anfang Dezember ein paar Tage in Berlin verbracht. Eigentlich wollten wir erst im Frühjahr fahren, aber die Deutsche Bahn stellt dooferweise mit Mitte Dezember den Nachtzug ein. Also noch vorher schnell fahren, weil wir unbedingt mit dem Zug anreisen wollten.

In München beziehen wir unseren Schlafwagen, dieser Luxus musste sein. Rund eine Stunde vor der Ankunft werden wir geweckt, liegen dann noch auf dem unteren Bett nebeneinander. Am Horizont zeigt sich ein gelb-orange-rosa Lichtstreifen, davor die kahlen Bäume wie Scherenschnitte. Ich liebe es, so aufzuwachen und dann langsam anzukommen.

Als wir aus dem Zug steigen, schläft Berlin noch. Wir fahren zu „unserem“ Hotel 38 in die Oranienburgerstrasse und stellen unseren Koffer ab. Dann gehts zu Barcomi’s Deli auf ein Frühstück. Ich nehme ein Lachsbagel mit Kren-Kapern-Dill-Frischkäse und Nicolas entscheidet sich für einen Brownie. Und dann sind wir für die Stadtbesichtigung gestärkt.

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Zu allererst fahren wir zum Karl-August-Platz auf den Markt. Ich habe Achim von Natursprung versprochen, dass wir ihn besuchen. Wir schauen uns ein wenig auf dem Markt um und finden dann Achim mit seinem Käsewagen. Eine super Auswahl an regionalen und importierten Käsen bietet er an! Also wer in Berlin ordentlich Käse einkaufen will, kann sich gerne an ihn halten. Mir schmeckt besonders der Deichkäse von Backensholzer, den er uns probieren lässt.

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Danach machen wir für den ersten Eindruck eine Runde durch die Stadt: Gedächtniskirche, Potsdamer Platz, Brandenburger Tor. Im Stehlenfeld treiben wir uns lange herum, ich finde das immer wieder beeindruckend und gleichzeitig auch bedrückend.

Am Abend gehen wir auf den Weihnachtsmarkt in der Sophienstrasse, gleich bei unserem Hotel. Viele hand- und kunstwerkliche Dinge gibt es dort: bedruckte T-Shirts und Pullover, Honig aus Berlin, Schmuck und vieles mehr. Und beim Heimweg überrede ich Nicolas noch zu einem Drink in der Cordobar – ein sehr netter Tagesabschluss!

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Am nächsten Tag steht viel Geschichte auf dem Programm. Gleich am Vormittag haben wir uns zu einem Besuch in der Kuppel des Bundestages angemeldet. Bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel wirkt die gläserne Kuppel nochmal so imposant, zudem haben wir eine gute Fernsicht. Wir laufen die Stege hinauf, spielen mit den Spiegelungen, schauen über die Stadt.

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Später fahren wir zum Nordbahnhof, wo sich die Gedenkstätte Berliner Mauer befindet. Wir schauen uns die noch bestehenden Mauerteile und Wachtürme an, lesen die Geschichten und stellen uns vor, wie das wohl war damals, als Berlin eine geteilte Stadt war.

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Leider ist es recht windig, so kehren wir anschließend in der Brunnenstrasse in der Patisserie Du Bonheur ein. Dort lohnt sich wirklich ein Besuch! Der Café au lait ist phantastisch und die Auswahl an Törtchen kann sich sehen lassen. Wir teilen uns ein Zitronentartelette und einen kleinen Paris-Brest und sind begeistert!

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Anschließend nehmen wir die Tram zur Warschauer Strasse und schauen wir uns die East Side Gallery an. Dort ist ein Teil der Berliner Mauer noch erhalten und wurde nach dem Mauerfall von Ostberliner KünstlerInnen bunt bemalt. Teilweise sind da richtig witzige Zeichnungen dabei!

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Unser nächstes Ziel ist die Markthalle Neun, wo an diesem Nachmittag der „Berliner Naschmarkt“ stattfindet. Neben den permanenten Standln stelle ausgesuchte Berliner und Brandenburger ProduzentInnen aus, die ihre süßen Leckereien anbieten. Wir schauen uns ein wenig um, aber sind eher enttäsucht. So die richtigen „Wow“-Erlebnisse bleiben aus, es gibt Stände mit Macarons, Cantuccini und Schokolade. Aber vieles von dem Angebotenen kann ich auch selber zu Hause machen. Ich halte mich lieber an die permanenten Regionalstandln und nehme noch Spreegurken und eine Berliner Weiße mit.

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Abends essen wir gut im To beef or not to beef. Als Vorspeise wählen wir einen Porchetta mit Kräutern gefüllt und dazu Äpfel. Das ganze zarte Fleisch schmeckt nach den Kräutern, und wir hätten das auch gut zur Hauptspeise essen können. Doch da gibt’s ein gutes Steak mit Pommes!

Am letzten Tag bummeln wir vormittags nochmal durch die Innenstadt. Ich mag ja in Berlin auch diese alten Bahnhöfe, die hoch über den Straßen liegen. Wo die Züge und S-Bahnen in schmiedeeisernen Hallen ein- und abfahren. Ich stelle mir da immer vor, wie es war, als in den Bahnhöfen noch Dampfzüge gefahren sind.

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Am frühen Nachmittag fahren wir zum Gesundbrunnen nach Norden und machen eine Führung in einem Luftschutzkeller mit dem Verein Berliner Unterwelten. Sehr spannend und sehr empfehlenswert für alle, die mal Berlin in nächster Zeit besuchen.

Unseren Tag beschließen wir mit einem Besuch bei Curry Baude – auch am Gesundbrunnen, direkt beim U-Bahneingang. Der nette, rundliche Verkäufer empfiehlt uns eine Currywurst ohne Darm, dazu hausgemachte Würzsauce. Sehr lecker! Wir essen unsere Wurst und beobachten dabei das Kommen und Gehen am Standl.

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Am letzten Vormittag bleibt uns nur Zeit für einen kurzen Rundgang in unserem „Kiez“, bevor wir wieder zum Bahnhof müssen und in unseren Zug in Richtung Innsbruck steigen. Es waren vier ereignisreiche Tage in Berlin, wir haben viel gesehen, gut gegessen, viel gelernt. Und es gibt noch so viel zu tun und zu entdecken!

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