|

Freitagnachmittagsregen

Was kann frau sinnvolles an einem Freitagnachmittag nach einer langen Arbeitswoche tun, wenn es nur so runterschüttet, draußen ungemütlich ist und an eine sinnvolle Outdoorbeschäftigung nicht mal zu denken ist? Kekse backen natürlich!

Kekse sind bei uns immer beliebt. Oft werden sie fertig gekauft. Aber eigentlich mag ich das ja nicht, weil mir schon beim Durchlesen des Kleingedruckten und der Frage „was ist da alles drin?“ schlecht wird. Also lieber selber machen, aber eben aufwändiger. Aber auch besser!

In unserem Urlaub zu Ostern waren wir in Greoux-les-Bains in einem Café, wo es ein „Menü“ gab, das aus einem Kaffee nach Wunsch und drei Keksen bestand. Die Kekse konnte man aus einer großen Auswahl hausgemachter Kekse auswählen. Ein richtiges Keksparadies! So wählten wir insgesamt 6 Kekse aus und kosteten uns durch. Wer mal in der Gegend ist und das Café besuchen mag: es ist das „Aux Douceurs de Charlotte“ am Place de l’Hôtel de Ville.

Nicht aus dem Kopf gingen mir die Sablé mit Thymian und Zitrone, die ich nun kurzerhand nachgebacken habe. Der Thymian könnte fast noch ein bisschen intensiver sein, aber das kommt sehr auf den individuellen Geschmack und auch den Thymian an. Ich habe Zitronenthymian verwendet, weil der bei mir im Garten derzeit der frischeste und üppigste ist. Aber es gehen auch andere Sorten.

Alles in allem sind die Kekse sehr gut geworden, sogar meine Männer sind schwer begeistert. Die werde ich wohl nun regelmäßig machen müssen. Und vielleicht auch noch andere Geschmacksrichtungen probieren? Mal sehen….

Ich hatte auf jeden Fall einen grünen Tee und die wunderbaren Kekse dazu.

Sablé mit Thymian und Zitrone

220g Mehl
75g gemahlene Mandeln (wenn geht ohne Schale)
90g Puderzucker
Schale von 3 Zitronen, fein abgerieben
2 – 3 EL fein gehackte Thymianblättchen
100g Butter
1 Ei
1 Schuss Zitronensaft

Das Mehl mit den Mandeln, dem Puderzucker, der Zitronenschale und dem Thymian vermengen. Die Butter in Würfeln zugeben und mit dem Händen zerbröseln bis sich einigermaßen feine Bröseln gebildet haben. Dann das Ei und den Zitronensaft (auf keinen Fall zu viel!) zugeben und solange vermengen bis sich ein fester Teig bildet. Sollte diese zu klebrig sein, ein wenig Mehl zufügen.

Den Teig rund 2h im Kühlschrank ruhen lassen.

Das Backrohr auf 170°C Umluft vorheizen. Drei Backbleche mit Backpapier belegen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ein paar Minuten anwärmen lassen. Dann rund 1/2 cm dick ausrollen. Die Kekse sollten wirklich nicht zu dünn sein, sonst schmecken sie nicht richtig gut. Kekse in gewünschter Form ausstechen und auf die Backbleche legen. Rund 10 – 12 min. backen, dabei aufpassen, dass sie nicht braun werden. Sie sollten blass bleiben.

Auf einem Keksgitter abkühlen lassen!

Ähnliche Beiträge

  • |

    Syrische Entdeckungen

    Letzte Woche war ich in einem sehr netten, sehr lustigen Kochkurs. Ein Kochkurs ein wenig anderer Art. Denn in Innsbruck geben Flüchtlinge über den Verein KAMA Kochkurse. Wobei eben Kochkurs vielleicht ein wenig zu weit gegriffen war. „Entdecken wie die Syrer kochen“, hätte es wohl eher getroffen. Denn am Anfang haben wir wohl grob besprochen,…

  • |

    Amaretti

    Amaretti haben gleich mehrere Vorteile: man kann Eiweiss verwerten, sie schmecken perfekt zum Kaffee und erinnern zudem an den letzten Urlaub in Italien. Deshalb gibt es sie bei uns regelmäßig.  Sorry… dieses Rezept habe ich eigentlich eher für mich als für Euch geschrieben. Ich liebe Amaretti, diesen starken Bittermandelgeschmack und habe deshalb eine Zeitlang Rezepte…

  • |

    Käsetoast mit gepickelten roten Zwiebeln

    Meist mag ich gerne kochen, aber manchmal bin ich einfach faul. Dann gibt es mitunter mal Toast, aber nicht den klassischen mit Weißbrot, sondern mit kräftigem Sauerteigbrot. Aber seht selbst… Vor allem unter der Woche muss es abends mal schnell gehen, dann essen wir immer wieder mal leckere Schwarzbrottoasts. Wichtig dabei ist immer, würzigen Bergkäse…

  • |

    Kaspressknödel, mit gut stinkendem Kas!

    Zu jeder Jahreszeit gibt es Gerichte, die immer gehen und immer wieder. Kaspressknödel gehören im Winter dazu. Vor allem nach einem Tag im Schnee, ob Skifahren, Rodeln oder Winterwandern – danach eine Runde Kaspressknödel und die Welt ist gerettet. In Tirol werden sie ja quasi an jeder Ecke angeboten, hier eine Home-Version. Der Winter zeigt sich ja…

  • |

    Spareribs gehen immer!

    Heuer verdient der Sommer ja nicht gerade seinen Namen. Dauernd Regen, schon Anfang August war es in der Früh kalt wie im Oktober und wenn Sonne, dann nur mal zwischendurch. Richtige Hitzeperioden scheinen Wochen her zu sein und damit macht auch die klassische Sommer-Genuss-Essensbeschäftigung nicht so richtig Spaß: das Grillen! Grundsätzlich grillen wir zwar fast…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.