Frühling in der Provence

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Obwohl wir ja erst im Februar in Südfrankreich waren, sind wir in der Osterwoche schon wieder dorthin aufgebrochen. Irgendwie ist es halt doch schön dort und uns ist einfach nix besseres eingefallen. Aber wieder in ein bisschen anderes Gebiet und mit dem festen Vorsatz, täglich wandern zu gehen.

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Wir haben uns diesmal in Barjols eingemietet und beziehen am ersten Tag unsere doch recht große Wohnung. Aber wir genießen diese auch während der Woche: eine super Küche mit offenem Kamin zum Grillen, ein riesiges Wohnzimmer zum Rumhängen am Abend und eine überdachte Dachterrasse für die Nachmittagsjause in der Sonne. Und das ganze Mitten im Ort mit dem Bäcker gleich gegenüber. Alles sehr Luxus und sehr Urlaub.

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Gleich am ersten Tag gehen wir in Barjols auf den Markt. Leider ist dieser nicht besonders groß, aber an einem Käsestand erstehen wir wunderbaren Frischkäse mit Honig und Lavendel. Soooo gut! Dann gibt’s schon frischen grünen Spargel, knackige Radieschen und rosa Knoblauch.

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Zwei Tage machen wir Wanderungen in und um Barjols. Das Vallée de Carmes überrascht mich sehr positiv: eigentlich habe ich mir da ja nicht viel erwartet, aber wir finden romantische Wasserfälle und tieftürkise Wassertumpen.

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Eine andere Wanderung führt uns von Pontevès auf den Petit Bessillon. Man sieht den Berg mit dem Doppelgipfel weit über die umliegenden Dörfer, obwohl er eigentlich gar nicht so hoch ist. Dementsprechend wird der sehr steile Aufstieg mit einem Ausblick bis zum Verdon hin belohnt.

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Barjols selber ist nicht so romantisch wie vielleicht andere Dörfchen in der Provence verte. Durch das viele Wasser, das durch den Ort fließt, waren in früheren Zeiten hier viele Gerber beschäftigt. Alte Industriebauten zeugen noch von der Zeit, werden aber inzwischen vielfach für Kunstprojekte genutzt. Zudem gibt es im Dorf überall Brunnen, die aber wegen dem vielen Kalk im Wasser lustig zugewachsen sind, dass sogar die BewohnerInnen nicht mehr wissen, wie der Brunnen eigentlich drunter aussieht

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In Barjols ist sonntags immer der Markt auf dem großen Parkplatz. Weiter Infos, wo welcher Markt ist, findet ihr auf dieser Seite. Unsere Vermieterin hatte uns für regionale Produkte das Domaine des Roseaux empfohlen. Im dazugehörigen Laden auf der Strasse nach Tavernes gibt es nicht nur Weine in Bioqualität sondern auch Olivenöle (auch aromatisiert), Honig, Süsses, Aufstriche, Käse und regionales Gemüse sowie auch Töpferei- und Lederwaren aus der Region. Sehr zu empfehlen!

In Tavernes machen wir eine Wanderung auf den Berg im Norden zur Kapelle Notre-Dame de Bellevue. Der Aufstieg geht durch noch kahle Wälder voll mit Flechten bis zur malerischen Kapelle mit ihrer Glocke auf dem nahen Felsen. Der Rückweg über die Strasse ist ein bisschen mühsam, dafür stärken wir uns dann noch auf dem zentralen Platz mit einem Kaffee.

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Mitte der Woche ist nachmittags Hagel angesagt, also fahren wir nach St. Maximin. Dort ist vormittags ein richtig großer Markt, wo wir auch frischen Fisch bekommen und besuchen dann die Basilika Sainte-Marie-Madelaine, wo gerade das Licht bunte Bilder und Schatten an die Wände malt. Der Hagel am Nachmittag geht übrigens als heftiges Gewitter nieder, das wir gemütlich bei Kaffee in unserer Wohnung aussitzen.

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Die tollste Wanderung machen wir jedoch im Verdon: Nordkante der Verdonschlucht und Tufflandschaft von St. Maurin! Wir starten kurz vor Moustiers und gehen quasi retour in die Schlucht hinein, wenden uns dann links hinauf und erklimmen die großen Felsenwände hoch über dem Lac de St.Croix und der Schlucht. Schon beim Aufstieg bieten sich uns immer wieder fantastische Ausblicke. Im Wald finden wir überdies eine klare Quelle, die dort türkise Tumpen mit kristallklarem Wasser bildet. Wir können uns von der Schönheit dort fast nicht mehr losreißen.

Aber auch der Aussichtsfelsen am höchsten Punkt ist einzigartig: es eröffnet sich uns ein Blick nach Norden zu den noch schneebedeckten Bergen, die Schlucht selber, über den See und über die Klippen retour. Die Tour ist aber auch ganz schön anspruchsvoll, und wir sind den ganzen Tag unterwegs. Von den Spätfolgen der allgegenwärtigen Prozessionsspinnerraupen ganz abgesehen: da berührt man diese Tiere nicht mal und hat trotzdem ihre giftigen Haare überall. Somit Juckreiz und Schwellungen ein paar Tage lang, aber alles im Rahmen.

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Am Tag nach der langen Wanderung machen wir einen Ausflug nach Cotignac, wo wir schon vor Jahren einmal waren. Dort gibt es alte Behausungen in der Felswand, zu denen wir hinaufwandern. Ein paar schöne Accessoires erstehe ich bei Mirabau, wo es auch regionalen Wein und Honig etc. gibt. Eine weitere empfehlenswerte Adresse ist Aux douceurs de Marie Louise (2 Grande Rue) – dort gibt es handgemachte Schokolade und wundervolle Patisserie!

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Zum Schluss unseres Urlaubes sind André und ich noch zwei Tage alleine unterwegs. In Greoux-les-Bains besuchen wir im Écociné Verdon die Vorpremiere zum Film „Verdon secret“. Sehr schöne Bilder von einem der schönsten Flecken der Provence, wer die Gegend so eindrucksvoll findet wie ich, sollte sich den Film nicht entgehen lassen.

Am Tag drauf starten wir bei dichter Bewölkung eine Tour am Canal de Provence. Es geht meist querfeldein, wir müssen an leichten Kletterstellen Hand anlegen und irgendwie fehlen immer wieder Wege. Wir kommen zu einer alten Schleuse und zu einer Höhle und gehen retour weglos durch die Schlucht. Irgendwann beginnt es dann fein zu regnen und wieder am Auto sind wir auch gut nass, aber zufrieden, doch noch etwas aus unserem Tag gemacht zu haben.

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Retour geht es über die Küste und mit einem krönenden Abschluss: in Cogolin kehren wir noch bei der Tarte Tropezienne ein und nehmen eine Hälfte einer ganz großen Tarte mit nach Hause!

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