Auf der Halbinsel Mani

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Mani ist wohl die Halbinsel des Peloponnes, die sich am meisten vom übrigen Griechenland abhebt. Sie ist landschaftlich aber auch von den Dörfern so anders, dass man teilweise glaubt, man habe das Mittelmeer schon überquert und sei in Afrika. Wir fahren langsam die Halbinsel hinab bis ganz ans Cap Tenaro.

Beim Wechsel vom zweiten “Finger” des Peloponnes auf den dritten “Finger” kommt man bei einer recht eigentümlichen Sehenswürdigkeit vorbei: beim Schiffswrack Dimitrios.

Das ganze Setting ist höchst bizarr: bei über 30° im Schatten parken wir an einem feinen goldenen Sandstrand. Wir gehen über die Dünen und sehen bald das alte verrostete Schiffswrack vor uns. Das Wrack steht im starken Kontrast zu der sonst sehr idyllischen, fast schon tropischen Umgebung mit feinem Sand und türkisem Meer, wo sanft die Wellen ans Ufer schlagen. Was für ein Bild!

Über Nacht sind wir in Gythio – den Ort und die Umgebung kann ich nur empfehlen! Wir haben einen tollen Campingplatz im Olivenhain und besuchen abends eine nette Taverne direkt am Strand.

Am nächsten Tag machen wir einen Rundgang zum Leuchtturm auf der vorgelagerten Halbinsel und schlendern dann noch durch den Ort. Was hier angenehm fehlt sind hässliche touristische Bauten, hier ist langsamer und autentischer Urlaub angesagt.

Wir fahren weitern die Mani nach Süden und machen halt in Mezapos. Dort gibt es eine kreisrunde Bucht zu sehen, die unter einem steilen Felsen liegt. Das Wasser ist so klar und türkis, dass man den Schatten der Boote auf dem Boden darunter sieht.

Wir stehen nur und staunen. Es ist einfach so schön und einzigartig!

Nicht weit von dort wandern wir – trotz großer Hitze – zur Kirche Odigitria. Zuerst wandert man eine langweilige Forststrasse bergab und biegt dann nach links in die Felsen ab. Unter einem Felsüberhang steht dann die kleine Kirche. Die Felsen dort fallen steil ins Meer und mutet fast wie eine Landschaft in Norwegen an.

Die Kirche ist offen und eine der schönsten, die wir in Griechenland besichtigen werden. Wir entdecken viele schöne Details, die Steine scheinen wie verflochten, alte Wandbilder sind überall versteckt. Hinter der Kirche kann man an den Steinen hochklettern und findet dort kleinen Höhlen, die wohl auch einmal bewohnt waren.

Als wir zurückgehen wollen, treffen wir einen jungen Mann – ein Kanadier mit griechischen Wurzeln – der dort grad auf Urlaub ist. Er fragt, ob wir ihn bis zur Hauptstrasse mitnehmen können. So erfahren wir mehr darüber, was er hier so macht und über das Land seiner Vorfahren selbst.

Wir fahren die Mani weiter nach Süden runter, die Landschaft verändert sich zusehends, es wird kahler, trockener. Dafür gibt es immer mehr Dörfer mit Wohntürmen.

Diese wurden früher errichtet, um sich gegen die vielen Invasionen zu verteidigen. Man hatte unten die Ställe, darüber die Wohnbereiche, die man nur über Leitern erreichen könnte. Wenn Feinde kamen, hat man einfach die Leitern hochgezogen.

Der wohl berühmteste Ort, der fast nur aus solchen Wohntürmen besteht, ist Vathia. Wir übernachten nahe des Ortes an einer Kapelle hoch über dem Ort und dem Meer. Und es ist einfach wunderbar dort, nur ein paar Kühe schauen abends vorbei.

Am nächsten Morgen stehen wir früh auf, Vathia liegt noch im Schatten. Aber wir bleiben nur kurz am Aussichtspunkt stehen und fahren weiter zum Cap Tenaro, um zum Leuchtturm zu wandern bevor es zu heiß wird.

Der Leuchtturm liegt prominent am Cap und lohnt die Wanderung eindeutig. Die weissen Felsen, das blaue Meer und der Turm – einfach wunderschön. Anschließend kehren wir noch auf einen griechischen Kaffee und eine regionale Spezialität im nahen Restaurant ein. Viel ist hier in der Nebensaison ja noch nicht los.

Wir lassen uns ein wenig treiben, schauen noch in eine kleine Bucht im Osten der Halbinsel.

Dann parken wir bei Vathia und wandern durch das Dorf, das halb verfallen ist und halb schon wieder aufgebaut wird. Es hängt nun Nebel über dem Dorf, was die Stimmung noch mystischer macht.

In einige der Wohntürme kann man auch reinschauen. Ich finde es immer ein wenig gruselig, wenn man den Eindruck hat, die BewohnerInnen sind gerade erst ausgezogen. Da ist noch ein Bettgestell im Zimmer, dort liegen noch Tischdecken ordentlich gefaltet im Schrank. Dazwischen sind einzelne Türme renoviert und werden an Touristen vermietet.

Wir fahren an der Ostküste weiter nach Norden und finden einen super Übernachtungsplatz bei einer Kapelle in der Nähe von Kotronas.

Hier erkunden wir am nächsten Morgen ein wenig die Gegend – eine kleine Kapelle, die auf einer Halbinsel im Meer lagert, eine kleine Landzunge mit Kapelle und Olivenbäumen. Zu sehen gibt es überall etwas, was einen Zwischenstopp lohnt.

Dann fahren wir weiter nach Norden und verlassen die Mani langsam wieder…

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