5 Gründe zum Jahreswechsel nach Südfrankreich zu fahren

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Entstanden ist diese Reise zum Jahreswechsel durch eine Bemerkung von André, dass sie früher immer am 1.1. nach dem Neujahrskonzert am Strand spazieren waren. „Ok“, sagte ich, „das machen wir nächstes Jahr auch“! Und hatten wunderbare Tage im Süden!

Oft ernten wir Kopfschütteln, wenn wir sagen, dass wir über den Jahreswechsel nach Südfrankreich fahren und auch noch mehr als die halbe Zeit in unserem ausgebauten Bus wohnen. Aber es gibt gute Gründe, gerade zu dieser Zeit dorthin zu fahren.

1. Die Einsamkeit der Nebensaison

In Südfrankreich und hier vor allem am Meer ist im Sommer immer so viel los, dass wir nur mehr in der Nebensaison bis an die Küste fahren. Sonst bleiben wir lieber im Hinterland der Provence. Doch im Winter sind die Strände (fast) menschenleer, die Wanderwege gehören uns.

In der Nähe von Hyeres konnte wir diesmal auch viele Vögel, vor allem Flamingos ungestört beobachten.

Klar kann man zu dieser Jahreszeit nicht im Meer baden, aber am Strand liegen und in der Sonne bruzeln ist eh nicht so unser Ding. Dafür gehen wir umso lieber wandern, was zu dieser Zeit perfekt ist. Alles scheint ruhig und im Winterschlaf. Die Wasserflächen sind ruhig und spiegeln die Bäume wider. Alles scheint langsamer, bedächtiger.

Schöne Wanderwege bieten sich im Hinterland an, aber vor allem die vielen Küstenwanderweg lohnen sich zu dieser Jahreszeit. Das Wasser glitzert in der Sonne, die Wärme ist perfekt für Wanderungen. Und sogar einige Mimosen haben schon geblüht als wir dort waren.

In den Dörfern ist es ruhig und die Bäckereien (das wichtigste) haben trotzdem geöffnet. Die Menschen sind auch alle recht entspannt, und wir hatten die eine oder andere lustige Begegnung auf unseren Wanderungen und auf dem Markt. Alle Hektik des Jahres ist abgefallen und weicht einer Ruhe zu Jahresende.

2. Das Licht des Südens

Einer der wesentlichen Gründe für mich, im Winter nach Süden zu fahren, ist dieses besondere Licht. Mich wundert es nicht, dass die berühmten Impressionisten ihre wunderbaren Bilder im Winterlicht des Südens gemalt hat. Während bei uns der Winter in blaues Licht getaucht ist, ist das Winterlicht des Südens orange. Tagsüber abgeschwächt, aber doch deutlich wahrnehmbar, taucht dieses weiche Licht vor allem morgens und abends alles in weiches Orange. Welch ein Fest für uns, die wir gerne und viel fotografieren!

Zudem steht die Sonne tief und malt mit ihren direkten Strahlen ungewöhnliche Muster und scharfe Schlagschatten. Mit der Kamera versuchen wir, diese besonderen Konstellationen einzufangen und auf Bilder zu bannen.

Wer nie das Licht an der Cote d‘Azur im Winter erlebt hat, dem empfehle ich, das dringend nachzuholen.

3. Die Wärme der Côte

Wer dem kalten Winter im Norden entfliehen will, ist hier im Süden zum Jahreswechsel gut aufgehoben. Wir hatten dieses Jahr sehr viel Glück mit dem Wetter und hatten keinen einzigen Regentropfen.

Die Sonne wärmt vor allem zur Mittagszeit, deutlich sind die unterschiedlichen Temperaturen in der Sonne und im Schatten. Natürlich kann es im Süden im Winter auch kalt sein, vor allem, wenn man sich weiter von der Küste entfernt.

Beim Wandern müssen wir aufpassen, dass wir uns nassgeschwitzt im Schatten nicht verkühlen. Doch das Gesicht in die wärmende Sonne halten, aufs Meer blinzeln und grad an nichts denken – das ist für mich Erholung pur und Durchschnaufen nach einem anstrengenden Jahr.

Tagsüber kann man schon mal gemütlich draussen sitzen, während man am Abend schauen sollte, für genug Wärme zu sorgen. Morgens riecht die Luft frisch und kühl und die Welt wirkt wie frisch gewaschen. Für mich ist es immer ein besonderer Moment, morgens aus dem Bus zu hüpfen, das orange Morgenlicht rundherum und der frische Duft eines neuen Tages.

4. Das gute französische Essen

Eh klar, es gibt in Frankreich das ganze Jahr über gutes Essen. Aber vor allem zum Jahreswechsel bieten die Märkte besondere Leckereien.

Zudem hatten wir dieses Mal ein paar Nächte gemeinsam mit Freunden in einem Haus verbracht. Und gemeinsam mit Gleichgesinnten, wo wir zudem eine gut ausgestattete Küche zur Verfügung hatten, haben wir zum Jahreswechsel mehrgängige Gourmetmenüs auf den Tisch gezaubert.

Die regionalen Märkte sind zwar kleiner um die Jahreszeit, aber auch hier findet man wie immer regionalen Käse, Biogemüse und viele Sorten Oliven. So lässt es sich leben wie Gott in Frankreich.

5. An die Grenzen gehen

Aber reisen im ausgebauten Bus im Winter ist auch eine Herausforderung. Eine Herausforderung, die ich liebe. Standplätze suchen, nächtliche Kälte. Lange dunkle Abende durch die kurzen Tage des Winters.

Wenig offene Campingplätze – wir haben dieses Mal keinen besucht und dafür fünf Nächte in einem kleinen Haus am Rand eines malerischen Dorfes gebucht. Das Haus gehört alten Schulfreunden von André, somit doppelt Glück für uns (wer Infos zu dem Haus mag, bitte gerne bei mir melden!).

Wenig Infrastruktur bedeutet auch reduziertes Leben, bedeutet duschen im Freien bei einstelligen Temperaturen. Bedeutet im Bus kochen und einfach aber gut essen.

All das belohnt uns aber auch mit unglaublich schönen Momenten, die man nicht erlebt, wenn man in einem 5*-Hotel eincheckt. Deshalb würde ich einen Standplatz am Strand einem Hotel auch immer vorziehen.

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