|

Zupfbrot in Rosenform

Ich bin ein grosser Fan von raffinierten Formen, die ein wenig ins Auge fallen. Das Rosenbrot hatte ich auf dem Blog Food-Stories gefunden und nun für unseren Geschmack angepasst. 

Die Brotrosen sehen kompliziert aus, sind aber ganz einfach zu machen.

Ausgangspunkt ist stinknormaler Pizzateig, wie ich ihn immer mache. Der Teig muss rasten, dann wird er ausgerollt, um die Rosen zu formen. Ich habe vor ein paar Wochen das Rezept schon mal gemacht und kann so die wichtigen Erfolgstipps gleich hier weitergeben.

Den Teig nicht zu dünn ausrollen, so 5mm wäre perfekt. Für die Kreise einen Ausstecher mit 8cm verwenden. Die Kreise leicht überlappend auflegen, ein wenig fest drücken. Dann die Butter in Flocken draufgeben. Von oben einrollen und in die Hälfte schneiden. Auf der Schnittfläche in die Form stellen, schon formen sich die Blüten von selbst.

Die Rosen sollen nicht dicht an dicht in der Form stehen, da sie dann noch aufgehen. Da der Teig weich ist, fallen sie auch ein wenig auseinander, aber das ist ok. Ganz perfekt werden die Formen sowieso nicht, aber die Blütenform wird eindeutig erkennbar sein.

Die Butter muss schön würzig sein. Der Knoblauchgehalt mag euch auf den ersten Blick etwas hoch vorkommen, aber die Schärfe wird durch das Backen abgemildert. Also unbedingt so viel Knoblauch verwenden, wenn euer Brot nach Knoblauch schmecken soll.

Und zwischen die Rosen müsst ihr keine Butter oder ein anderes Trennmittel füllen. Die Blüten werden sich dann alleine durch die Schlichtung voneinanderlösen.

Das Rosenbrot unbedingt in einer Form machen, die einigermassen dicht ist. Also keine Quicheform mit herausnehmbarem Boden. Sonst läuft euch im Ofen die Butter unten aus der Form. Und verbrennt und stinkt! Ich spreche aus Erfahrung… Ich habe diesmal eine Springform verwendet, das ging auch, aber eine runde Auflaufform wäre perfekt.

Und dann kann es schon los gehen! Das Brot passt gut zu Gegrilltem aller Art und ist natürlich auch ein toller Blickfang, wenn man zum Grillen auswärts eingeladen ist!

Zupfbrot in Rosenform

Für den Teig:
500g Mehl, Type 550
15g frischer Germn
15g Salz
40ml Olivenöl
280ml lauwarmes Wasser
Mehl zum Ausrollen

Für die Butter:
100g Butter
3 Knoblauchzehen
Salz

Alle Zutaten für den Teig zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Falls der Teig zu sehr klebt, noch ein wenig Mehl zufügen. Der Teig sollte sich beim Kneten von der Schüssel lösen. Den Teig 1h an einem warmen Ort rasten lassen.

Eine Spring- oder Quicheform (möglichst dicht!) mit 26cm Durchmesser bereitstellen.

In der Zwischenzeit die Butter in eine Schüssel geben und Zimmertemperatur annehmen lassen. Dann den Knoblauch dazupressen, etwas Salz zufügen und unter die Butter rühren. Ist die Butter weich genug, genügt hier eine Gabel. Die Butter kalt stellen.

Den Teig nach der Ruhezeit 5mm dick ausrollen. Kreise mit 8cm Durchmesser ausstechen und jeweils drei Kreise in der Reihe leicht überlappend auflegen. Ein paar Butterflöckchen auf den Teigkreisen verteilen, dann die Kreise von oben aufrollen und in der Mitte quer durchschneiden. Die so entstandenen Rosen locker in der Form anordnen.

Die Rosen nochmals 30min gehen lassen. Rechtzeitig das Backrohr auf 220° Ober-Unterhitze vorheizen. Die Rosen rund 25min. goldbraun backen lassen. In der Form abkühlen lassen, dann als Ganzes herauslösen und auf einem Teller bereitstellen.

Ähnliche Beiträge

  • |

    Freitagnachmittagsregen

    Was kann frau sinnvolles an einem Freitagnachmittag nach einer langen Arbeitswoche tun, wenn es nur so runterschüttet, draußen ungemütlich ist und an eine sinnvolle Outdoorbeschäftigung nicht mal zu denken ist? Kekse backen natürlich! Kekse sind bei uns immer beliebt. Oft werden sie fertig gekauft. Aber eigentlich mag ich das ja nicht, weil mir schon beim…

  • | |

    Asiatische Teigtaschen mit Kohlsprossen

    Ich liebe gefüllte Nudeln und andere Teigtaschen, diesmal habe ich asiatische ausprobiert und auch den Teig selber gemacht. Ging einfacher als gedacht, aber braucht doch ein wenig Zeit. Aber sogar André hat die asiatischen Teigtaschen für gut und wiederholenswert befunden. Die Füllungen kann man endlos variieren, ich habe hier eine Fleischfüllung verwendet. Teigtaschen sind immer…

  • |

    Ofenbankwetter

    Seit Tagen schneit es so vor sich hin. Alles ist grau, die Berge haben sich seit Tagen nicht blicken lassen, alles hinter dicken Wolken versteckt. Teilweise sieht man nicht mal zum Kirchturm hinüber, so dick fällt der Schnee. Dazu ist es kalt geworden, nur selten steigt die Quecksilbersäule über den Gefrierpunkt. Und das ist gut…

  • | |

    Grüner Dinnerclub

    Vergangenen Mittwoch habe ich endlich etwas gemacht, was ich schon so lange machen wollte, aber sich irgendwie nie ergeben hatte: ich habe gemeinsam mit grünen Kolleginnen im Dinnerclub im Integrationshaus in Innsbruck ein „Grünes Menü aus Stadt und Land“ gekocht. Anfang Jänner haben Christine, Gerhard und ich das Menü besprochen, wobei ich für die Vor-…

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.