Zurück zu den Wurzeln…

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20121216-135525_2797Vor allem jetzt vor Weihnachten verfolge ich die Beiträge vieler bloggender KöchInnen, die Weihnachtsfestessen vorbereiten und ihre Lieblingsmenüs vorstellen.
Warum muss gut kochen immer mit exotischen Zutaten in Verbindung gebracht werden? Warum braucht es Ananas und Mangos sowie Haufenweise Meeresfrüchte für ein gutes Festmahl? Und was ich dann noch umso eigenartiger finde, ist, dass viel KöchInnen das „nachhaltig“ und „saisonal“ und „regional“ vor sich her tragen und dann die Rezepte ohne exotische Zutaten nicht auskommen. Gewürze sind ja okay, davon verwendet man ja auch nicht tonnenweise.

Klar, kaufe ich auch ab und zu Obst und Gemüse aus fernen Ländern. Aber sehr selten. Alternativen sind für mich Fair gehandelte Produkte, aber auch die in Maßen. Und wer eine Ananas mal sonnenwarm direkt vom Feld gegessen hat, weiss auch, dass das geschmacklich nicht zu vergleichen ist. Natürlich kann das im Winter ein wenig hart sein, wenn es dann im Februar wirklich nur mehr Kraut und Kohl gibt. Aber gerade da liegt die Kunst, aus diesen Gemüsen leckere Speisen zu zaubern. Und umso mehr freue ich mich im Frühling, wenn es wieder frischen Spinat gibt! Nur so kann man auch die Jahreszeiten so richtig spüren!
Wo ich oft echt vor einem Problem stehe, ist die Sache mit dem Bio: ich würde gerne möglichst viel in Bioqualität kaufen, vom Frischkäse bis zum Kürbis, aber manchmal ist die Auswahl in unserer Weltstadt Innsbruck einfach begrenzt. Und dann noch die Beurteilung, ob denn in großem Stil produzierte (und dann vielleicht doch über weitere Strecken transportierte) Bioprodukte noch wirklich besser sind als heimisch produzierte Lebensmittel? Schwer das wirklich zu beurteilen und wäre mal eine breitere Diskussion wert. Ich wünsche mir zumindest, dass ich mehr Produkte auch in Bioqualität kaufen kann.

Leichter tue ich mir mit den vielen Zusatzstoffen… Mein Sohn jammert oft, dass ich beim Einkaufen so lange brauche. Es dauert halt, wenn man das viele Kleingedruckte auf den Packungen lesen will. Warum z.B. ein Joghurt Zusatzstoffe braucht, ist mir schleierhaft. Das vom Bauern drei Dörfer weiter braucht das auf jeden Fall nicht. Und ich wunder mich oft, was Menschen an Zeugs in sich hineinessen und überhaupt keinen Wert darauf legen, was sie essen. Auch wenn es preislich keinen Unterschied gibt! Alles andere muss luxurös sein im Leben, aber das Essen muss immer billig sein. Vielleicht haben aber auch viele Menschen verlernt, wie sie auf der einen Seite gutes einfach und schnell kochen können und auf der anderen Seite, wie das gut schmecken kann?
Fragen über Fragen. Das mit den unsinnigen Weihnachtseinkäufen, nur damit man alle beschenkt (was die Beschenkten vielleicht gar nicht wollen und brauchen) und mit viel Plastik erspar ich euch jetzt. Ich versuche, mich da einfach ein bisschen rauszuhalten. Und sogar unser Weihnachtsbaum ist dieses Jahr nachhaltig: nach dem 24.12. werden wir ihn einfach genußvoll aufessen!

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