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Orientalische Bäckerei

Im letzten Jahr war ich drei Mal in Paris. Und der einzige Ort, wo ich alle drei Male war, ist die Moschee. Ich mag diesen Ort einfach. Zwei Mal war ich dort essen, ein Mal sogar im zugehörigen Hammam (was ein unvergessliches Erlebnis war und nur allen zu empfehlen). Das Service im zur Moschee gehörigen Restaurant lässt zwar ein wenig zu wünschen übrig, aber das Essen war immer ausgezeichnet.

Ganz besonders liebe ich dort die orientalischen Nachspeisen. Diese werden nämlich nicht portionsweise geordert, sondern der Kellner bringt eine Auwahl an orientalischen Süßigkeiten auf einem riesigen silbernen Teller. Diesen stellt er einfach am Tisch ab, man kann ich Ruhe aussuchen und anschließende holt er den Teller wieder und bringt ihn an den nächsten Tisch.

Orientalische Süßigkeiten sind oft sehr süß: honigtriefendes Baklava zum Beispiel, aber auch die mit Walnüssen, Marzipan oder Pistazien gefüllten Stücke sind oft sehr süß. Aber als Nachspeise zu einem Minztee kann man sich schon einmal ein Stück genehmigen.

Da mich diese Süßigkeiten so begeistert hatten, hatte ich mir im Centre du Monde Arabe ein kleines Kochbuch über orientalische Nachspeisen gekauft. Und bei dem Regentag heute, habe ich mal „Cornes de gazelle“ ausprobiert, allerdings mit Pistazienmarzipan für die Füllung. Und sie sind gut geworden und gar nicht so süß.

Cornes de Gazelle

80 g Pistazien
60 g Staubzucker
12 g Eiweiss
250 g Mehl
70 g Butter
2 EL Wasser
1 MS Salz

Für den Teig alle Zutaten verkneten. Der Teig sollte relativ fest, aber nicht zu trocken sein. Eventuell noch etwas Wasser zugeben. Den Teig bei Zimmetemperatur eine Stunde rasten lassen.

Für das Marzipan die Pistazien in der Küchenmaschine fein hacken. Dann mit dem Staubzucker und dem Eiweiss verkneten bis eine feste Masse entsteht. Diese zu Rollen mit rund 1 cm Durchmesser formen.

Das Backrohr auf 150°C vorheizen.

Den Teig sehr dünn ausrollen (1-2 mm) und Kreise von 75 mm Durchmesser ausstechen. Auf den Kreis einen rund 2 cm langen Strang einer Marzipanrolle geben. Die Ränder des Teiges ein wenig mit Wasser benetzen und den Kreis zu einem Halbkreis fest verschließen und die Ränder andrücken. Mit einem gewellten Teigrad die Ränder schön beschneiden.

Wenn der Teig durch mehrmaliges Ausrollen zu trocken wird, ruhig noch ein wenig Wasser unterkneten.

Die fertig geformten Kekse auf ein mit einem Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Jeden Keks vor dem Backen drei Mal mit einem Zahnstocher einstechen, damit der Teig während des Backens nicht aufplatzen. Die Kekse im Rohr rund 10 – 12 min. backen. Sie sollten gerade mal anfangen zu bräunen, sollten aber ziemlich hell beleiben.

Noch heiß mit Staubzucker bestreuen.

Die Mengen ergeben rund 25 Stk.

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