|

Rillettes

Auf unseren Reisen kaufen wir spezielle Produkte immer wieder, vor allem solche, die es bei uns nicht gibt. So ist Rillettes in Frankreich ein Must, wenn wir dort sind. Diesmal habe ich mich in Geduld geübt und Rillettes selber gemacht.

Ich hatte Rillettes schon öfters selber probiert, aber war bisher nie so ganz zufrieden. Zudem hat es mich genervt, dass das Kochen so lange dauert. Aber da es gestern kalt und regnerisch war, hat das genau gepasst.

Eigentlich muss man ja bei Rillettes nur am Anfang und am Ende arbeiten, dazwischen kocht es einfach leise vor sich hin. Wenn man es lauter hört, lieber mal schauen, damit es nicht anbrennt. Das Fleisch sollte im Fett sanft schmoren, aber auf keinen Fall zu dunkel werden oder am Topf ansetzen.

Für Rillettes solltet ihr guten Schweinebauch kaufen. Ich war beim Fleischer im Dorf und war mit der Ausbeute sehr zufrieden. Der Schweinebauch sollte nicht zu fett sein und keine Schwarte haben.

Eigentlich braucht es sonst nicht viel: ein bisschen Schmalz, ein paar Kräuter aus dem Garten, Salz und Pfeffer. Und eben ein wenig Zeit.

Ich war diesmal mit dem Ergebnis sehr zufrieden, dass ich mir schon überlege, das nächste Mal mindestens doppelte Menge zu kochen und die Gläser anschliessend durch Einkochen haltbar zu machen. Dann kann ich das Rillettes im grossen Schmortopf zubereiten und die ganze Kocherei lohnt sich wirklich. Für die nächste Kaltfront mal vormerken…

Rillettes schmeckt mit frischem Baguette am besten, aber auch ordentliches Sauerteigbrot ist gut dazu. Und wir lieben dann ein Finish mit frischem schwarzen Pfeffer aus der Mühle!

Rillettes

1kg Schweinebauch, nicht zu fett
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200g Schweineschmalz
5 Zweige Thymian
2 Lorbeerblätter
1/2 Glas Wasser
1/2 TL Salz
ordentlich Pfeffer aus der Mühle

Das Fleisch von eventuellen Knorpeln befreien und in Stücke von rund 3cm schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein hacken.

Das Schmalz in einem Schmortopf schmelzen, die Zwiebel, den Knoblauch, den Thymian und die Lorbeerblätter darin ein paar Minuten anbraten. Das Fleisch zugeben und unter Rühren ein paar Minuten mitbraten, dann das Wasser angießen, sowie Salz und Pfeffer zufügen. Aufkochen lassen, dann auf kleine Flamme zurückschalten und rund 4h immer ganz leicht blubbernd kochen lassen bis das Fleisch zerfällt.

Immer wieder mal kontrollieren, dass nichts ansetzt oder anbrennt. Wenn zu wenig Flüssigkeit im Topf ist, lieber ein wenig Wasser nachgießen.

Dann durch ein Sieb abgießen und die Flüssigkeit auffangen. Das Fleisch mit Hilfe einer Gabel zerpflücken, dann wieder mit der Kochflüssigkeit mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Rillettes in saubere Gläser abfüllen, dabei gut andrücken, damit sich keine Luftblasen bilden und den Rest der Flüssigkeit auf die Gläaser verteilen. Abkühlen lassen, dann im Kühlschrank aufbewahren.

Ergibt rund 4 Gläser à 200ml.

Ähnliche Beiträge

  • | |

    Kürbisnudeln

    Wenn es was zu feiern gibt, mache ich oft gefüllte Nudeln. So wie heute zum Geburtstag vom Junior – ein Tablett voller Teigtaschen gefüllt mit Kürbis. Man will sichs ja gut gehen lassen zum Festtag! Ich hatte diese Nudeln schon mal im Herbst gemacht, und sie waren einfach phantastisch. Der Junior mag normalerweise Kürbis nicht…

  • | |

    Zitronenverbene – Likör

    Im Urlaub im Frankreich habe ich in einem Regionalladen Zitronenverbenelikör gesehen. Da ich auch immer Zitronenverbene im Garten habe, machte ich mich auf die Suche nach einem Rezept für diesen Likör. Mit großartigen Ergebnis, das ich heute mit euch teilen will. Kennt ihr Zitronenverbene? Die Pflanze aus der Familie des Eisenkrautes hat längliche Blätter und…

  • | |

    Kanilsnúðar

    Auf unseren vielen Reisen versuchen wir immer, lokale Produkte aufzuspüren und zu probieren. Schon vor einigen Jahren waren wir in Island. Die Supermärkte dort auf dem Land sind verglichen mit denen bei uns eher klein gehalten. Überall gibt es Produkte, die man bei uns nicht bekommt oder gar nicht kennt, viele davon natürlich auf Fischbasis….

  • |

    Linsen-Zucchini-Laibchen

    Ich bin immer auf der Suche nach vegetarischen Rezepten, die nicht auf Fleischersatzprodukte zurückgreifen müssen, weil sie von sich aus perfekt sind. Diese Linsen-Zucchini-Laibchen sind so ein Gericht: knusprig gebraten, würzig und mit der fruchtigen Tomatensauce ein perfektes vegetarisches Mittagessen! Ich finde Linsen sowieso sehr wandelbar – man kann sie zu Salat mischen, als Beilage…

  • | |

    Wurstfreuden

    Schon lange, ganz lange wollte ich mal Bratwürste selber machen. Aber ohne dafür geeignete Maschine ist das leider gar nicht möglich, da man mit einem Fleischwolf zwar Fleisch faschieren und somit auch Wurstbrät herstellen kann, aber man damit das Brät nicht in einen Wurstdarm bekommt. Dafür braucht man eine spezielle Wurstfüllmaschine oder einen speziellen Aufsatz…

  • |

    Dankesessen mit Linsensalat

    Kennt Ihr das? Wen fragt ihr um Hilfe, wenn ihr Beistand braucht? Wer bietet von sich aus Unterstützung an, weil sie/er gerade davon gehört hat, dass man was braucht? Oft Menschen, die selber nicht im Überfluss leben. Genau jene, die viel haben, helfen nicht oder nur sehr zögerlich. Aus einem so einen Grund gab es letztes Wochenende ein Dankesessen,…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.