Walnusstartelettes

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Was tue ich derzeit, wenn ich nicht reisen kann? Genau… Speisen nachkochen bzw. nachbacken, die ich auf meinen Reisen kennengelernt habe und an die ich mich jetzt erinnere. So wie diese Walnusstartelettes, die wir im Perigord vor zwei Jahren gegessen haben.

Ward ihr schon einmal im Perigord? Nein? Da solltet ihr hin, wenn sich diese irre Welt wieder beruhigt hat. Wir haben auf unserer langen Reise vor zwei Jahren dort rund eine Woche verbracht. Die Flussläufe schlängeln sich durch Sandsteinschluchten und über grüne Wiesen, die kleinen Dörfer mit ihren gelben Häusern und trutzigen Kirchen, der Markt von Bergerac, übervoll mit frischen Lebensmitteln.

Ich brauche nur die Augen schließen und ich fühle mich wieder zurückversetzt.

Und kennt ihr das, wenn ihr unterwegs seid und ihr euch eigentlich gar nichts erwartet oder zumindest nichts vorstellen könnt? Genauso bin ich damals durch das Dörfchen St. Amand de Coly gegangen – nie gehört und auch jetzt musste ich nachsehen, wie das wohl geheissen hat.

Schon die Kirche von St. Amand war einzigartig, also ob dort drinnen eine starke Kraft wirkt. Groß und trutzig steht sie über dem Dorf. Die Gässchen sind wie überall mit gelben Häusern gesäumt und mit Rosen bewachsen. Im Café vor Ort kehren wir ein und bekommen eines der besten Walnusstartelettes, die ich je gegessen habe.

Jetzt nachdem ich verschiedene Rezepte recherchiert habe, weiss ich auch, warum die so einzigartig waren: es ist Honig drinnen! Zudem natürlich die guten Walnüsse, für die das Perigord unter anderem berühmt ist.

Ich habe natürlich keine Walnüsse aus dem Perigord verwendet, ich habe leider nicht einmal eine Quelle hier in Tirol. Aber meine Eltern bekommen immer sehr viele Walnüsse von Freunden. Und ich habe das Glück, dass mein Vater an den langen Winterabenden die Nüsse knackt und ich dann dicke Pakete davon bekomme. Ich friere sie immer ein und taue sie Portionsweise wieder auf.

Doch jetzt zu den Tartelettes: André und ich haben sie verkostet und befunden, dass sie wie damals schmecken. Also gebe ich euch gerne das Rezept weiter – quasi als Pflaster gegen das Fernweh.

Wichtig ist der Honiggeschmack, deshalb solltet ihr wirklich guten Honig verwenden und zwar lieber aus Blüten als Waldhonig. Zum Verarbeiten ist auch flüssiger Honig optimal.

Viel Spass beim Backen und bei eurer kulinarischen Reise ins Perigord…

Walnusstartelettes

für den Teig:
180g Mehl
eine Prise Salz
30g Staubzucker
90g kalte Butter
1 Eigelb
etwas eiskaltes Wasser

für die Füllung:
200g Walnusskerne
4 EL flüssiger Blütenhonig
80g weiche Butter
50g Staubzucker
2 nicht zu große Eier
etwas Vanilleextrakt
1 EL Stärke

Für den Teig das Mehl mit dem Salz und dem Zucker mischen. Die Butter in Stücke dazugeben und mit den Fingern so lange verreiben bis der Teig bröselig ist. Das Eigelb und ein wenig Wasser dazu geben, die Zutaten zu einem festen Teig verkneten. Sollte der Teig noch zu trocken sein, noch ein wenig Wasser zugeben, aber lieber zuerst mit weniger Wasser beginnen. Den Teig in eine Schüssel geben, verschließen und im Kühlschrank mindestens 30min. rasten lassen.

Für die Füllung 100g Walnüsse ganz grob hacken und mit 2 EL Honig vermischen, zur Seite stellen.

Die restlichen 100g Walnüsse im Mixer zerkleinern. Die Butter mit dem Staubzucker schaumig aufschlagen, die Eier und das Vanilleextrakt zufügen und weiterschlagen. Dann die Nüsse, die restlichen 2 EL Honig und die Stärke untermischen.

6 Tartelettesformen mit 10cm Durchmesser einfetten. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, ein bisschen weichkneten und in sechs gleiche Teile teilen. Die Tartelettesformen mit den Teigstücken auskleiden, den Boden mit einer Gabel ein wenig einstechen und nochmals mind. 30min. kühlen. In der Zwischenzeit das Backrohr mit Ober- und Unterhitze auf 200°C vorheizen.

Die Tartelettes im Backrohr für 10min. blind backen. Dann die flüssige Butter-Ei-Nussfüllung auf die Tartelettes verteilen und die Honig-Nüsse oben drauf geben. Das ist ein wenig tricky, weil die Nüsse natürlich kleben, aber es ist nicht so wichtig, ob sie wirklich gleichmäßig verteilt sind. Die Tartelettes weitere 20-25 backen bis sie gut braun sind. Nicht erschrecken – durch den Honig werden sie eher dunkler.

Die Tartelettes auskühlen lassen und aus den Formen lösen.

 

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