|

Taralli aus Apulien selbstgemacht

Da die Nachfrage letzthin so groß war, poste ich heute für euch mein Rezept für knusprige Taralli. Bei unserer Reise nach Süditalien zum Jahreswechsel hatten wir sie zufällig entdeckt und für unseren Aperitif eingekauft.

Eigentlich sind Taralli aus Apulien. Da waren wir ja auch schon mal über Weihnachten, aber das war schon 2013. Ob wir da Taralli gegessen haben, weiß ich gar nicht mehr. Durch Zufall haben wir diesmal welche beim Eataly in Genua gekauft und dann nochmal auf Sizilien, weil sie uns so gut geschmeckt haben.

Normalerweise gibt es sie mit Fenchel oder einfach ohne Gewürze. Ich habe in meinem Rezept Fenchel ausprobiert und war ganz zufrieden.

Mein Rezept stammt aus unterschiedlichen italienischen Quellen im Internet, wo ich einige Rezepte quergelesen, verglichen und dann dieses zusammengestellt habe. Und es hat gleich auf Anhieb gut geklappt und wurde ins Repertoire für Knabbereien zum Aperitif übernommen!

Rechnet aber für das Formen ein wenig Zeit und Geduld ein. Die Teigstücke abwiegen und formen dauert schon ein Weilchen. Das in Wasser kochen und backen geht dann aber relativ schnell.

Die fertigen Taralli waren super knusprig und würzig und mussten auch die Vergleichsverkostung mit den noch übrigen gekauften Taralli nicht scheuen.

Taralli mit Fenchel

für ungefähr 100 Taralli:
500g Mehl (Type 00)
125g natives Olivenöl
200g trockener Weisswein
10g Salz
1 TL Fenchelsamen, grob gemahlen

Die Zutaten zu einem schweren, kompakten Teig verkneten, er sollte fester als Brotteig sein. In eine Schüssel geben, abdecken und mindestens 30min. an einem kühlen Ort rasten lassen.

Das Backrohr auf 190°C Umluft vorheizen.

Danach den Teig in kleine Stücke von rund 7-8g teilen. Ich habe die Teigstücke wirklich abgewogen, man kann die Größe der Teigstücke bei diesem geringen Gewicht wirklich schlecht abschätzen. Jeweils ein Teigstück zu einem kleinen Stäbchen von etwa 1cm Durchmesser und 10cm Länge ausrollen. Die Stäbchen zu Kreisen oder Tropfen verbinden und fest drücken. Sollten sie anfangs zu groß wirken – sie ziehen sich nach dem Formen noch etwas zusammen.

Alle Taralli auf ein sauberes Tuch legen und in einem weiten Topf Wasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, rund ein Dutzend Taralli hineingeben. Sobald die Taralli aufschwimmen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Tablett legen.

Eine Minute rasten lassen, dann auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche verteilen und für etwa 30min. backen (oder bis sie goldgelb sind). Die Taralli aus dem Ofen nehmen und vor dem Servieren vollständig auskühlen lassen.

Ähnliche Beiträge

  • |

    Tagliatelle mit getrockneten Tomaten

    Endlich Tomatenzeit! Und für alle diejenigen, die derzeit Cocktailtomaten im Überfluss ernten, hier das passende Sommerrezept dazu. Eigentlich habe ich dieses Rezept schon letzten Sommer gekocht, aber dann keine Fotos gemacht, weil die Nudeln mit den Tomaten so lecker waren, dass sie aufgegessen waren bevor ich die Kamera auspacken konnte. Für alle, die dieses wunderbare…

  • |

    Walnusstartelettes

    Was tue ich derzeit, wenn ich nicht reisen kann? Genau… Speisen nachkochen bzw. nachbacken, die ich auf meinen Reisen kennengelernt habe und an die ich mich jetzt erinnere. So wie diese Walnusstartelettes, die wir im Perigord vor zwei Jahren gegessen haben. Ward ihr schon einmal im Perigord? Nein? Da solltet ihr hin, wenn sich diese…

  • |

    Schnelle Heidelbeermuffins

    Die Heidelbeeren (oder Schwarzbeeren oder Moosbeeren) sind reif in den Tiroler Wäldern! Man muss nur ein bisschen suchen und die Geduld zum Sammeln aufbringen. Nach unserem Sammlerglück habe ich gleich spontan Heidelbeermuffins gebacken. Ich habe ja schon gerüchteweise gehört, dass es heuer gar keine Heidelbeeren geben soll. Alles dem Frost zum Opfer gefallen, hieß es….

  • |

    Sommerbowl asiatisch

    Heute liefere ich euch ein Baukastensystem für eine Sommerbowl mit rohem Gemüse und einem asiatischen Dressing. Ich könnte diese Bowl jeden Tag im Sommer essen! Ich habe vor einigen Jahren in Berlin beim Vietnamesen einen super Salat gegessen: mit viel Gemüse, kalten Reisnudeln und einem leckeren Dressing drüber. Jetzt habe ich mich an den Nachbau…

  • |

    Fischsuppe à la provençale

    Wenn wir in Südfrankreich sind, essen wir regelmäßig provençalische Fischsuppe. Schnell gewärmt, Rouille und Baguette dazu – einfach herrlich! Jetzt habe ich versucht, diese Suppe mit heimischen Fischen nachzukochen und bin mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden. Urlaub in Südfrankreich heißt einerseits gut essen, andererseits wandern und in der Natur sein. Denn der Süden hat viel…

  • | |

    Grüner Dinnerclub

    Vergangenen Mittwoch habe ich endlich etwas gemacht, was ich schon so lange machen wollte, aber sich irgendwie nie ergeben hatte: ich habe gemeinsam mit grünen Kolleginnen im Dinnerclub im Integrationshaus in Innsbruck ein „Grünes Menü aus Stadt und Land“ gekocht. Anfang Jänner haben Christine, Gerhard und ich das Menü besprochen, wobei ich für die Vor-…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.