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Kartoffelwaffeln

Mehrere Geschichten bieten sich heute zu diesem Rezept an, welche soll ich erzählen? Oder in einzelnen Sequenzen einfach mehrere nebeneinander stehen lassen? Es gab Waffeln aus dem Waffeleisen, aus Kartoffeln.

Das Waffeleisen ist ein altes Erbstück, wahrscheinlich so alt wie ich oder noch älter. Keine Ahnung, es war einfach immer da. Und da es vor allem gebraucht wurde, um die Kinder mit süßen Waffeln zu beglücken, ist es irgendwann mit mir von meinen Eltern ausgezogen. Es lagert nun bei uns im Keller und macht große und kleine Kinder mit süßen Waffeln glücklich. Alle Funktionen sind nicht mehr in Betrieb, aber es geht noch zu gut, um es auszutauschen.

Wir lieben knusprig gebratene Kartoffeln. Pommes Frites sind meist zu aufwendig und auf Dauer auch zu fett, meist gibt es im Ofen gebackene Kartoffelspalten. In einer Zeitung hatte ich letzthin von geriebenen Kartoffeln gelesen, die dann im Waffeleisen gebacken werden. Ein wenig wie Rösti in Waffelform. Also ausprobieren. Man muss sie lang genug backen lassen, dann sind sie so richtig herrlich knusprig.

Nur Kartoffelwaffeln alleine wäre mir zu langweilig. Also braucht es noch etwas oben drauf. Die Kombination Champignons und geräuchertes Paprikapulver hatte ich schon bei der Polentasuppe für den Feldverein im Dinner de Luxe erfolgreich probiert. Bei einem Online Kochkurs vom leider nach Portugal ausgewanderten Nicolas Curtil kommt immer wieder kurz frittierter frischer Spinat vor. Also musste ich das auch endlich einmal probieren. Und es hat sehr gut dazu gepasst – der Spinat ist dadurch eher noch ein wenig bissfest und schmeckt nach frischem Grün.

Darüber noch frische Sprossen für das Auge und ein wenig für den Geschmack. In der Bauernkiste gab es letzthin unzählige Sorten, wobei ich die Radieschen wegen ihrer angenehmen leichten Schärfe sehr schätze.

Alle diese Auflagen sind natürlich je nach Geschmack austauschbar, nur die Kartoffelwaffeln sollten Kartoffelwaffeln bleiben.

Kartoffelwaffeln mit Champignons und frittiertem Spinat

800g mehlige Kartoffeln
800g Champignons
1 EL Petersilie, fein gehackt
4 Handvoll frischer Spinat
20g frische Radieschensprossen
Öl, Salz, Pfeffer, geräuchertes Paprikapulver
1 Waffeleisen

Die Kartoffeln schälen und ungekocht fein reiben. In ein Sieb geben und durchspülen. Dann kräftig salzen und im Sieb 20min. abtropfen lassen. Vor dem Backen in den Teig 2 EL Sonnenblumenöl zufügen.

Die Champignons putzen und in nicht zu dicke Scheiben schneiden. In einer Pfanne Öl erhitzen und darin die Champignons anbraten bis sie kein Wasser mehr verlieren und durch sind. Mit Salz, Pfeffer und ein wenig von dem Paprikapulver abschmecken. Dabei das Paprikapulver eher sparsam dosieren, der Räuchergeschmack sollte sich nicht zu sehr vordrängen. Die Champignons warm halten.

Die Spinatblätter abspülen und abtropfen lassen. In einem kleinen Topf ein wenig Öl ordentlich heiß werden lassen. Darin Portionsweise die Spinatblätter unter dauerndem Rühren kurz anbraten, sie sollten wirklich nur zusammenfallen. Den Spinat ebenso warm stellen.

Das Waffeleisen vorheizen. Ist dieses warm, die beiden Seiten mit Öl einpinseln. Rund zwei Esslöffel Teig auf dem unteren Teil des Waffeleisens verteilen, dann schließen und gut andrücken. Die Waffeln ordentlich knusprig backen, eher länger als kürzer. Frisch, heiß und knusprig mit den Champigons und dem Spinat servieren und je ein Viertel der Sprossen drüberstreuen.

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