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Vor einigen Jahren haben wir rund 10 Tage Ende des Jahres auf Sizilien verbracht. In Palermo habe ich Arancini kennen gelernt, die dort als Streetfood in vielen Varianten angeboten werden. Lange wollte ich sie schon nachkochen, nun habe ich ein wenig herumprobiert bis das Ergebnis gepasst hat.
Gleich beim Ankommen in Palermo hatten wir damals in einem kleinen Fast-Foodlokal Arancini mit unterschiedlichen Füllungen gegessen. Aber auch im Osten der Insel in Syrakus haben wir unseren Hunger unterwegs mit Arancini auf die Hand gestillt. Man bekommt sie vor Ort frisch fittiert und in Papier gewickelt.
Traditionell werden Arancini mit Fleisch (Ragu), Tomatensauce und Erbsen gefüllt, aber vor Ort gibt es unzählige Varianten. Meist sind die Arancini rund, aber es gibt auch Varianten, die nach oben zulaufend geformt werden und wie kleine Kegel aussehen.
Ich habe für meine Arancini Mozzarella und getrocknete Tomaten verwendet. Man muss dann beim Backen darauf achten, dass sie lange genug frittiert werden und der Mozzarella geschmolzen ist, damit der beim Essen lange Fäden zieht. Das Risotto habe ich noch zusätzlich mit Rosmarin aromatisiert.


Beim Formen war ich mir nicht mehr sicher, welche Größe die Arancini auf Sizilien hatten. So waren meine Arancini sicher auf der größeren Seite, aber mit der stückigen Füllung kann man sie auch nicht so klein formen. Vielleicht würde ich versuchen, sie das nächste Mal ein wenig kleiner zu machen. Ist wohl auch eine Sache der Übung…
Das Panieren hört sich aufwändig an, aber wenn man zusammenhilft, dann ist das relativ schnell erledigt. Zumindest haben die geformten Kugeln keinerlei Anstalten gemacht, auseinanderzufallen.



Wir besitzen eine Fritteuse, die perfekt ist, um die Arancini goldgelb und knusprig zu frittieren. Aber man kann sie ebenfalls in einem Topf frittieren, dann muss man sie wohl ein wenig drehen, damit sie von allen Seiten gut braun werden.
Ich hatte meine erste Variante zu Weihnachten gemacht, jetzt wieder welche und beide Male war der Junior zu besuch. Und anscheinend hat er daran Gefallen gefunden, denn heute beim Abreisen meinte er, Arancini könne ich wiedermal machen, wenn er zu besuch kommt. Das werde ich wohl machen und vielleicht gleich auch andere Füllungen wie z.B. Spinat, Pilze oder Zucchini ausprobieren.
Arancini
Für das Risotto:
1 Zwiebel, fein gehackt
4 Äste Rosmarin, Nadeln fein gehackt
350g Risottoreis
100ml Weißwein
1-1,2l Gemüsesuppe
1 EL Butter
50g Parmesan, gerieben
Zeste von 1/2 Zitrone
1/2 Kugel Mozzarella
4 getrocknete Tomaten
2 Eier
rund 100g Mehl
rund 150g Semmelbrösel
Salz, Pfeffer, Öl
Für die Tomatensauce:
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
1/2 TL Fenchel, gemahlen
1 Dose Tomaten (400g)
Salz, Pfeffer, Öl
Für das Risotto die Zwiebel in einem Topf gemeinsam mit dem Rosmarin in ein wenig Öl anschwitzen, dann den Reis dazugeben und umrühren bis alle Reiskörner mit Öl überzogen sind. Mit dem Weißwein aufgießen und einkochen lassen. Dann ein wenig Gemüsesuppe angießen und bei eher niedriger Flamme den Reis in der Gemüsesuppe kochen lassen. Dabei regelmäßig umrühren, damit das Risotto gut cremig wird. Ist die Gemüsesuppe vom Reis aufgenommen, erneut Gemüsesuppe angießen.
Wenn der Reis al dente ist, die Butter und den Parmesan unter den Reis rühren und nochmals gut durchwärmen und beides schmelzen lassen. Wer mag kann auch ein wenig aromatisches Öl von den getrockneten Tomaten zugeben. Das Risotto sollte aber eher auf der trocknen Seite sein und nicht zu flüssig sein, damit man es gut zu Arancini formen kann. Das Risotto mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen. Ich bereite das Risotto oft bereits am Vortag zu.
Die getrockneten Tomaten und den Mozzarella grob hacken und vermischen. Dann die Arancini formen: dazu gut einen Esslöffel voll Risottoreis in die Handfläche geben, flach drücken und in die Mitte ein wenig von der Tomaten-Mozzarellamischung geben. Den Reis über der Füllung schließen und eine Kugel formen. Die Kugeln nach der Fertigstellung panieren: zuerst in Mehl, dann in Ei, dann in Semmelbrösel wälzen.
Für die Sauce die Zwiebel in eine wenig Öl in einem kleinen Topf anbraten, den Knoblauch und den Fenchel dazugeben, durchrühren, dann die Tomaten angießen. Die Dose mit eine wenig Wasser ausspülen und ebenfalls zur Sauce geben. Die Sauce ein wenig einkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Arancini portionsweise in einer Fritteuse oder in einem kleinen Topf in Fett schwimmend ausbacken.
Die Arancini mit der Tomatensauce gemeinsam servieren. Dazu passt noch ein bunter Salat und ein sizilianischer Rotwein.
Das Rezept ergab bei mir 12 Stück.
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