Noch immer Apfelvorrat

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20130927-131101_1635_7dBei uns im Keller stapeln sich immer noch die Äpfel von der Ernte im Herbst. Langsam ist der Kistenberg nicht mehr größer als ich sondern nur mehr schulterhoch. Eng nebeneinander lagern dort in den Kartons die Äpfel. Leider ist unser Keller nicht optimal temperiert, dazu bräuchte es annähernd Null Grad im Keller, und bei uns ist es doch deutlich wärmer, kühlschrankwarm. Also sind die Äpfel auch langsam ein bisschen schrumpelig, aber immer noch sehr süß und gut zu essen.

Gleichzeitig hat auch die Arbeit in den Obstgärten schon wieder angefangen. Oder hatte sie überhaupt aufgehört? Da der Winter uns ja hier nicht gerade mit Schnee verwöhnt hat, konnte man schon im Jänner ausrücken, um die Wassertriebe und überflüssige Äste der Bäume zurückzuschneiden und abgebrochene und morsche Äste abzuschneiden. André ist zudem heuer gnadenlos und fest entschlossen, die Bäume ordentlich zu „erziehen“, damit sie wieder viele Früchte tragen. Somit produzieren wir ordentlich Holz, sägen und schnippeln und lichten die Bäume aus. Jedes Wochenende sind wir unterwegs, die Bäume zu bearbeiten und werden heuer wohl bis Ostern den Baumschnitt abgeschlossen haben.

Da André ja eine Apfelallergie hat (obwohl er wohl die meisten geerntet hat…) und der junge Mann sich um Obst im allgemeinen nicht wirklich reißt, esse ich die meisten Äpfel selber. Oder versorge mein Büro damit – sehr zur Freude aller, die so rundum mich herum arbeiten. Oder probiere doch noch einen Apfelkuchen mit den süßen Früchten. So wie gestern, weil ich Besuch eingeladen hatte. Den Kuchen hatte ich schon Ende letzten Jahres für R. zum Geburtstag kurz vor Weihnachten gemacht. Aber da das so kurz vor unserem Urlaub war, Hektik in der Arbeit wegen dem klassischen „alles-noch-schnell-heuer-fertigmachen“ – Wahn, hatte ich es nicht geschafft, den Kuchen zu dokumentieren und fotografieren.

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Aber diesmal – und er ist wieder schön geworden: die Äpfel aufgelegt wie eine große Blume, weich in Butter gebraten, auf einem flaumigen Mokkaschokoboden, darüber zähflüssige Karamellcreme.

Ein Traum von einem Apfelkuchen mitten im Winter!

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Apfeltarte mit Mokka-Schokoladeboden und Karamellsauce

80 g Butter
80 g Zucker
4 Eier
80 g Mokka- oder Kaffeeschokolade
100 g geriebene Mandeln
1 TL Backpulver
80 g Marmelade (z.B. Apfelgelee, Quittengelee, etc.)
100 g Zucker
250 g Schlagobers
40 g Butter
4 – 5 Äpfel

Das Backrohr auf 180°C vorheizen, eine Springform mit 28 cm Durchmesser einfetten.

Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren, dann die Eigelb zugeben und weiter sehr schaumig rühren. Die Schokolade über Dampf schmelzen und unterheben. Die Eiweiß mit einer Prise Salz zu einem festen Schnee aufschlagen und abwechselnd mit den Mandeln und dem Backpulver unter die Schoko-Ei-Zuckermischung heben. Den Teig in die Springform füllen, glatt streichen und rund 30 min. backen. Aus der Form heben und auskühlen lassen. Die Marmelade (es sollte eine eher helle sein und keine Stückchen beinhalten) ein wenig erhitzen und den Schokoboden damit bestreichen.

Für die Karamellcreme den Zucker in einem Topf mit dickem Boden geben und bei hoher Temperatur goldbraun schmelzen. Mit dem Schlagobers ablöschen und so lange kochen lassen bis der gesamte Zucker geschmolzen ist. Abkühlen lassen.

Die Äpfel schälen, entkernen und in schmale Spalten schneiden. Ich hab immer aus einem Apfelviertel 3 Spalten geschnitten, damit die Äpfel eine gute Dicke haben. Fein ist auch, wenn die Äpfel unterschiedlich groß sind, dann lassen sie sich schöner auf den Kuchen legen.

In einer beschichteten Pfanne die 40 g Butter schmelzen und aufschäumen. Die Apfelstücke darin rund 3 min. anbraten, dann wenden. Die Spalten sollten nur leicht angebraten sein, aber nicht zerfallen. Die Äpfel kurz auskühlen lassen, dann auf dem Kuchen ringförmig auflegen.

Den Kuchen mit der Karamellcreme servieren!

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