Sommerliche Focaccia

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Wenn wir reisen, dann ziehen mich Bäckereien und Konditoreien immer ganz magisch an. Erstens brauchen wir Brot immer, wenn wir unterwegs sind und in den wärmen Backstuben durftet es immer herrlich nach den regionalen Brotspezialitäten. Und natürlich Konditoreien, weil ein süßes Teilchen zum Nachmittagskaffee nie schaden kann. Auch hier gibt es regional meist so viel zu entdecken, dass der Urlaub oft zu kurz wird, um sich durch das gesamte Angebot durchzukosten.

Blick über Alba

So habe ich auch in Italien die Liebe zu den dortigen Bäckereien entdeckt, seit wir in Alba die wunderbare Panetteria Pasticceria Tallone (Via Paruzza 11) gefunden hatten.

Ohne genaue Adressangabe hätte ich diese Bäckerei nie gefunden, sehr unscheinbar ohne viel Schaufenster oder Werbung, nur ein einfacher Hauseingang. Aber drinnen das Brotparadies mit verschiedenen Sorten Grissini, Weißbrot und – Focaccia!

Mehrere Sorten Grissini wurden für uns in einen großen Sack gefüllt, dazu ein Weißbrot fürs Frühstück und für die Jause mehrere Sorten Focaccia: mit Zucchini, Tomaten, Zwiebeln und Gewürzen.

Wäsche trocknet in Savona

Seitdem kaufen wir Focaccia oft, wenn wir in Italien reisen, im Notfall im Supermarkt, aber aus den kleinen, regionalen Bäckereien ist sie einfach noch viel besser. Wie in Cogoletto, zwischen Savona und Genua, wo wir in der Altstadt wunderbar saftige Focaccia gefunden haben, dick belegt mit Zucchini, Tomaten und Kräutern.

Ich hatte vor Jahren schon einmal Focaccia für den Blog gebacken, aber nun das Rezept überarbeitet. Schon am Abend vor dem Backen habe ich mir riesig über den Teig gefreut, der so richtig schön feucht und weich war.

Für das Mehl solltet ihr unbedingt backstarkes Mehl wie Pizzamehl oder Mehl der Type 550 oder noch besser italienisches Mehl der Type 0 oder 00 verwenden. Durch die lange Teigführung und den geringen Germgehalt wird der Teig aromatisch und trotzdem sehr fluffig.

Zudem habe ich den Rosmarin diesmal gleich in den Teig verarbeitet, damit er sein Aroma abgibt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass er sonst auf der Focaccia nur verbrennt und dann nach gar nichts mehr schmeckt.

Also gibt es bei mir nur mehr Focaccia mit grobem Meersalz, bevorzugt Salzflocken oder Fleur de Sel.

So neutral kann man die Focaccia dann universeller einsetzen. Entweder zum Grillen oder zum Essen dazu oder füllen. Beim Füllen ist meine Lieblingsvariante mit Tomate, Burrata und Sardellen.

Natürlich könnt ihr auch Cocktailtomaten oder Zwiebeln auf die Focaccia geben, denn in der Phase draufgeben, wo ihr die Dellen mit den Fingern macht und die Auflage gut in den Teig drücken.

Focaccia

400ml Wasser, handwarm
2g Germ
20 ml Öl
500 g Mehl (Type 550 oder 00)
10g Salz
2-3 Äste Rosmarin, Nadeln fein gehackt

Fleur de Sel oder Salzflocken
Olivenöl

Für den Teig den Germ im Wasser auflösen und das Öl unterrühren. Das Mehl zugeben und rund 5min. zu einem klebrigen Teig kneten. Dann das Salz und den Rosmarin zugeben und kneten bis der Teig anfängt, sich von der Schüssel zu lösen. 30min. ruhen lassen.

Nach der Ruhephase den Teig nochmal ein paar Minuten durchkneten, dann in eine Wanne geben, wo er gemütlich noch ein Stück aufgehen kann. 3h bei Raumtemperatur gehen lassen, dabei drei Mal je nach 30min. dehnen und falten. Nach den 3h die Teigwanne mit Deckel schließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank holen. In eine Auflaufform mit rund 25 x 35cm großzügig Olivenöl geben und den Teig dort hineingleiten lassen. Den Teig ein wenig in die Ecken dehnen und einmal wenden, dass alle Seiten gut mit dem Öl bedeckt sind. Den Teig nochmal 3h gehen lassen.

Nach 3h mit den Fingern die typischen Mulden in den Teig drücken und mit groben Salz bestreuen. Den Teig nochmal 30min. gehen lassen. Das Backrohr in der Zwischenzeit auf 250°C vorheizen.

Die Focaccia in den Ofen schieben und die Temperatur sofort auf 220°C runterschalten, rund 30 min. goldgelb backen.

Möglichst noch warm und ganz frisch servieren und sich dabei vorstellen, man picknickt direkt am Meer!

Wellen Strand von Cogoleto

1 Comment

  • lieberlecker 12. September 2014 at 9:41

    Das riecht schwer nach Urlaub 🙂 Danke!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    Reply

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