Quitten bitte alle zu mir!

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Viele KöchInnen wissen gar nicht, was sie versäumen, weil sie keine Quitten kennen oder sie einfach nicht verwenden. Dabei sind Quitten großartig, wenn auch nicht leicht zu verarbeiten, muss ich schon zugeben. Quitten sind steinhart und nicht selten habe ich schon beim Schneiden und Entkernen Blasen auf den Händen davongetragen. Dabei sind sie so hübsch mit ihrem feinen Flaum auf der Schale und füllen mit ihrem Duft jeden Raum aus, in dem sie gelagert werden.

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Jedes Jahr, wenn der Herbst naht, stelle ich mir die Frage, wo ich denn heuer wohl meine Quitten herbekomme. Und irgendwie „laufen“ mir jedes Jahr wieder welche zu. Einmal hab ich sogar auf meinem Schreibtisch im Büro einen riesigen Sack der duftenden Früchte vorgefunden und konnte nie herausfinden, wer sie mir vermacht hatte.

Denn im Supermarkt sind Quitten schlichtweg nicht erhältlich. Aber viele meiner Bekannten (oder ihre Bekannte oder Verwandten) haben alte Quittenbäume in ihren Gärten, die manchmal so viele Früchte abwerfen, dass man sie nicht alle verarbeiten kann. Und dann komme ich ins Spiel und freue mich dankbar über einen Sack Quitten, gebe auch gerne im Gegenzug dafür ein Gläschen Quittengelee ab.

Lange habe ich nicht gewusst, dass es Apfelquitten und Birnenquitten gibt. Die Quitten, die bei mir im Topf landen, waren bisher immer Apfelquitten: sehr hart, aber sehr aromatisch, duftend, süß. Die Birnenquitten sind anscheinend ein wenig weicher, aber nicht ganz so aromatisch. Wenn ihr Birnenquitten übrig habt, die ihr mir mal zum Probieren überlassen würdet, würde ich mich sehr freuen!

Ich mache aus Quitten normalerweise einmal eine große Charge Quittengelee – das vor allem Nicolas sehr liebt – und damit verbunden dann auch Quittenkas. Dieses Jahr habe ich auch Quittenlikör angesetzt, der nun seit 3 Wochen im Glas zieht und täglich geschüttelt werden will. Aber auch Kompott ist großartig oder Kuchen. Die Kombination mit Lamm- oder Rindfleisch oder Wild ist ebenfalls sehr gut. Die süßlichen Früchte passen gut zum dunklen Fleisch, perfekte Partner halt.

Somit will ich euch heute – passend zur Saison – das Wildschweingulasch aus meinem zweiten Kochbuch Grüner Kochen vorstellen. Und nicht vergessen: schaut euch rechtzeitig um Quitten um, die Saison ist bald vorbei!

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Wildschweingulasch mit Quitten

3 EL Sonnenblumenöl
400 g Zwiebeln, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 TL Paprikapulver
½ TL Zimt
3 Wacholderbeeren
400 g Wildschweingulasch
1 EL Rotweinessig
2 Quitten
1 TL Mehl zum Andicken
100 ml Milch
Salz, Pfeffer

In einem schweren Topf das Öl erhitzen. Darin die Zwiebeln andünsten, den Knoblauch und die Gewürze unterrühren und kurz mitrösten lassen. Das Fleisch zugeben und von allen Seiten kräftig anbraten. Mit dem Essig ablöschen und mit Wasser aufgießen bis das Fleisch davon bedeckt ist. Salzen und pfeffern und das Fleisch auf kleiner Flamme zudeckt 30 Minuten kochen lassen.

Die Quitten schälen, entkernen und in schmale Spalten schneiden. Zu dem Gulasch geben und nochmals 10 Minuten kochen, bis die Quitten weich sind, aber nicht zerfallen.

Das Mehl mit der Milch verrühren und unter das Gulasch rühren. Die Sauce aufkochen lassen und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passen Teigwaren aller Art!

1 Kommentar

  • Sonja 3. Dezember 2013 um 11:02

    Ich liebe Quitten 🙂

    Antwort

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