Passata und Ketchup selbst gemacht

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20140823-113544_1202_7dDa Dagmar einen Bericht gefordert hatte, präsentieren ich euch heute unsere neue italienische Tomatenpresse! Ein elektrisch betriebenes Gerät, das Tomaten entkernt und häutet – und das alles im Schnelldurchlauf.

Links das Gerät vor dem Gebrauch: oben in den Metalltrichter gehören die Tomaten hinein, am besten geviertelt, aber sonst nur gewaschen. Auch den Stielansatz muss man nicht entfernen. Dann werden die Tomaten mit einer Förderschnecke durch einen Siebkonus gepresst, wobei rechts unten der Saft und die Pulpe rausläuft und vorne die Kerne, die Haut und die Stielansätze.

In der Praxis sollte man die Maschine allerdings nur auf der Terrasse betreiben, weil das ganze ziemlich rumspritzt und einige „Tomatenpfützen“ hinterlassen hat. Zudem haben wir die Reste von Kernen, Haut und Stielansätzen anschließend noch einmal durch die Maschine gejagt, weil sie uns noch zu feucht vorkamen. Sie haben beim zweiten Mal noch einiges an Tomatensaft abgegeben und die Reste waren dann genug trocken.

Wenn ich Passata für den Winter einrexe, dann koche ich den so gewonnenen Tomatensaft noch ein bisschen ein, damit er konzentrierter wird, sonst ist ja nur Wasser im Glas. Aber auf diese Art kommen wir mit unseren regionalen Tomatenvorräten über den Winter.

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Insgesamt war die Ausbeute mit 9,5 l Tomatensaft/-pulpe aus 10 kg Tomaten schon sehr zufriedenstellend, der Arbeitsaufwand auch sehr überschaubar. Wir werden die Maschine auf jeden Fall auch mit anderen Früchten probieren und schauen, wofür sie sich sonst noch verwenden lässt. Zudem hat sie noch einen Nudelaufsatz, mit dem man hohle Nudeln herstellen kann, auch davon berichte ich euch auf meinem Blog: Pasta für die Wäscheleine.

Aus dem produzierten Passata habe ich dann einmal Curry-Ketchup selber gemacht (wie schon lange wieder mal von Nicolas gefordert…) und den großen Rest in Gläser eingekocht. Dabei braucht es aber keine sonstigen Zutaten, die kommen dann dazu, wenn wir das Passata endgültig verwenden. Der Vorrat an eingemachten Tomaten ist für heuer somit gesichert!

Curry-Ketchup

700 g Tomaten – Passata

1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauch, zerdrückt
3 TL mittelscharfes Currypulver
1 Lorbeerblatt
1 Zweig Rosmarin
5 Kardamomkapseln
1 TL Koriander, frisch gemahlen
1 TL Kurkuma
2 EL Weinessig
3 TL Zucker
1 EL Tomatenmark
Salz, Öl

Die Zwiebel und den Knoblauch in ein wenig Öl in einem beschichteten Topf anbraten, das Currypulver dazugeben und kurz mitbraten bis es zu duften beginnt. Die Tomatensauce dazugeben. Dann die übrigen Zutaten außer das Tomatenmark zugeben und die Sauce rund 30 min. einkochen lassen, dabei immer mal wieder umrühren. Wenn die Sauce ernsthaft zu blubbern und spritzen beginnt, das Ketchup durch ein (nicht zu feines) Sieb gießen und alle festen Bestandteile entfernen.

Wieder retour in den Topf geben und das Tomatenmark unterrühren. Unter ständigem Rühren nochmals 10 min. kräftig einkochen, bis das Ketchup eine sämige Konsistenz hat. Wenn es dann abkühlt, wird es noch einmal ein wenig fester. Man kann das Ketchup auch mit ein wenig Stärke binden, aber das verändert die Konsistenz und macht das Ketchup (meiner Meinung nach) ein wenig schleimig.

Dann das Ketchup in kleine Flaschen oder Gläser abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Und dazu Spareribs machen, dazu ist das Ketchup perfekt!

Videos zum Betrieb der Maschine:

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