Unkompliziert & gut – „Put a lot of Love in it“

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Einband_LotOfLove_Cover.inddNormalerweise bin ich beim Rezensieren von Kochbüchern eher zurückhaltend. Aber Bücher von anderen BloggerInnen schaue ich mir immer sehr aufmerksam an und verfolge, was sich da am Markt so tut. Als nun Alexandra Palla ein Buch veröffentlicht hat, hab ich mir beim Verlag ein Rezensionsexemplar angefordert (danke nochmals an den Verlag dafür!).

Alexandra Palla „kenne“ ich eigentlich von Facebook und dort verfolge ich ihre Aktivitäten schon eine zeitlang. Sie bloggt auf roughcutblog.com. Dort stellt sie nicht nur ihre Fotos und Rezepte online, sondern dort kann man auch ihre selbst-entworfenen Roughcut-Schneidbretter und andere schicke Dinge erwerben. Ich hatte ja leider noch nie eines ihrer Bretter in der Hand, aber vielleicht schafft es ja mal eines bis hier in den wilden Westen.

Ihr Buch kommt im weichen Einband daher und ist ein wenig kleiner als A4. Die Kapitel finden sich in den Einteilungen Knackfrisch, Easypeasy, Ruckzuck, Potluck und Süßstoff. Wobei ich die Zuordnung der Rezepte – bis auf das letzte Kapitel – nicht immer nachvollziehen kann. Aber hinten im Buch gibt es ein Inhaltsverzeichnis, mit dem man alle Rezepte auch sicher wiederfindet. Diese Kapiteleinteilungen finden sich auch genauso auf ihrem Blog.

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Seit das Buch bei mir im Regel steht, habe ich versucht, möglichst viele Rezepte daraus nachzukochen:

  • Der Zwiebelrostbraten war fabelhaft, wir hatten auch beide Sorten Zwiebeln, wobei meinen Männern die geschmorten besser geschmeckt haben. Aber unbedingt beide ausprobieren.
  • Den Rhabarbersaft muss ich nun in der Saison wöchentlich machen, so gut kam der beim Junior an. Zuerst dachte ich, das wird nicht genug intensiv, aber der Saft hat eine feine Säure und ist gut fruchtig ohne zu süß zu sein.
  • Die Focaccia war auch ein Erfolg, wobei da bei uns die Basisvariante am meisten Anklang fand.
  • Und den Erdäpfelkas musste ich unbedingt probieren (siehe unten). Dort fehlte mir der Senf in der Zutatenangebe. Aber da ich eh immer Senf zu Hause habe, war das nun nicht das Problem.
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Die Auswahl der Rezepte gefällt mir auch sehr gut, weil doch sehr viele typisch österreichische Rezepte vertreten sind. Alle Rezepte sind mit wenigen Zutaten einfach zubereitet, aber die Ergebnisse machen trotzdem was her und die Zutaten kommen gut zur Geltung. Genauso lieb ich das: ohne viel Schnickschnack, mit vollem Geschmack!

Die kurzen Texte zu den Rezepten sind viele kleine Erlebnisse, sehr persönlich in einem lockeren, vielleicht auch manchmal in zu lockerem Stil erzählt. Ich musste teilweise sehr schmunzeln, weil die Sprache sehr ostösterreichisch, ja wienerisch angehaucht ist. Die Bilder sind großteils auch gut, nur die Seiten, wo ganz viele verschieden Bilder gesammelt sind, finde ich ein bisschen zu hektisch. Aber grundsätzlich passen sie gut zum Gesamtkonzept des Buches und runden die Sache gut ab.

Mein Resumée: Sehr viele einfache Rezepte, leicht zu kochen, aber die (gekochten) Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen. Das ganze in einem lockeren Stil präsentiert. Ich mag das Buch und werde mich nun langsam durch (fast) alle Rezepte kochen!

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Als „Put a lot of Love in it“ das erste Mal durchsah, wusste ich sofort, dass ich den Erdäpfelkas unbedingt ausprobieren musste! In meiner Studienzeit in Wien habe ich zahlreiche Leute auf Festen mit diesem Aufstrich beglückt. Den konnte man relativ günstig in großen Mengen herstellen und der kam immer gut an. Und wirklich: er schmeckt noch genauso wie damals – herrlich! Ich habe nur von der angegebenen Menge nur die Hälfte genommen, das reichte für uns auch locker.

Erdäpfelkas

1 kg speckige Erdäpfel
1 gewürfelte Zwiebel
250 g Sauerrahm
250 ml Acidophilus-Milch (oder neutrales Joghurt)
Salz, Pfeffer, Senf
Schnittlauch oder frisches Maggikraut

Erdäpfel mit Schale im Salzwasser ca. 20 min. weich kochen, auskühlen lassen, schälen und rough cut, also grob stampfen. Zwiebel würfeln und mit dem Sauerrahm, der Acidophilus-Milch (oder Joghurt), Salz, Pfeffer, etwas Senf verrühren und unter die Erdäpfel mischen.

Am besten auf schwarzes Holzofenbrot streichen, pfeffern und mit frischen Kräuter bestreuen.

 

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