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Versteckte Nudeln

Letztes Jahr habe ich mir in München so einen Gemüseschnitzer gekauft. Ein Teil mit dem man längliches Gemüse in dünne oder dicke nudelartige Stränge schneiden kann. Und dann natürlich gleich mal ausprobiert.

Da ich das Teil sicher nicht so oft nutze, habe ich mir eine recht günstige Version zugelegt, die wie ein Spitzer aussieht. Also nix automatisch, sondern alles Handarbeit. Was zur Folge hat, dass weiche Gemüse wie Zucchini und Gurke gut geht, aber Karotte etc. gleich ein wenig anstrengend wird. Aber geht auch. Zudem sollte das Gemüse nicht zu dick sein, sonst gibt’s aufgrund der Geometrie technische Probleme.

Für das Essen mit den KollegInnen im Büro habe ich das hier vorgestellte Rezept das erste Mal gemacht. Die gute Kollegin gleichen Namens von gegenüber hat begeistert nach dem Rezept gefragt, aber irgendwie bin ich letztes Jahr nicht mehr dazu gekommen, das ganze noch für den Blog zu kochen. Also hier ist es nun, liebe Alex, das Rezept von den Nudeln mit Zucchini und den Brotcrumbs.

Wichtig bei dem Rezept ist, dass die wirklichen Nudeln und die Zucchininudeln ungefähr die gleiche Stärke haben. Es soll nämlich so sein, dass man auf den ersten Blick gar nicht richtig erkennt, wo echte und wo Gemüsenudeln sind. Genauso wie die Mischung nicht wie bei üblichen Nudelgerichten eher mehr Nudeln enthält, sondern auch hier von der Menge ausgewogen. Da man die Zucchini nicht schält, sieht man die dunklen Schalen sowieso rausblitzen.

Zudem ist die gute Durchmischung wichtig, da spielt das Schlagobers eine wichtige Rolle, damit auch gemischt werden kann und nix zusammenklebt. Sonst haben die einen nur Nudeln am Teller und die anderen nur Zucchini. Und die Mischung macht’s ja aus!

Die Breadcrumbs sind ein witziges Detail oben drauf, die dem sonst eher weichen Gericht ein knuspriges Etwas geben. Ich hab mal ersatzweise einfach nur Semmelbrösel genommen, aber das ist nicht das gleiche. Wirklich gutes aromatisches Roggenbrot bringt hier die nötige Tiefe an Geschmack. Einfach einen Tag in der Küche offen liegen lassen und trocknen. Und die Brotstückchen dann wirklich knusprig braten. Das kann schon eine Zeitlang dauern und braucht auch ein bisschen an Öl.

Nudeln mit Zucchini und Knoblauch-Chili-Breadcrumbs

2 Scheiben kräftiges Roggenbrot
2 Knoblauchzehen
Chili nach Geschmack
1 kleine Zwiebel
3 Zucchini (rund 700 g), nicht zu dick
1 TL Thymian
1 Bio-Zitrone
200 g Schlagobers
210 g Spaghetti
Öl, Salz, Pfeffer

Für die Breadcrumbs das Roggenbrot schon am Vortag abschneiden und antrocknen lassen. Dann im Mixer zu groben Krümeln mixen. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne nicht zu wenig Öl heiß werden lassen und den Knoblauch darin anbraten. Das Brot zugeben und braten bis es knusprig ist. Mit Salz und Chili abschmecken. Zu Seite stellen und abkühlen lassen.

Die Zwiebel fein hacken. Die Zucchini waschen und die Enden abschneiden. Im Gemüseschneider (-spitzer) in nudelähnliche Streifen schneiden. Ich habe den Rest, der übrig bleibt, einfach fein gewürfelt und auch verwendet. Den Thymian fein hacken. Von der Zitrone die Schale abreiben und den Saft auspressen.

In einer Pfanne Öl erhitzen, darin die Zwiebel anbraten. Die würfeligen Zucchinienden zugeben, ebenso den Thymian und die Zitronenschale und gut durchrühren. Die Zucchininudeln zugeben und ebenfalls anbraten. Ein wenig Wasser angießen, damit nichts anbrennt und die Zucchininudeln gar dünsten. Vorsicht, das dauert normalerweise nur ein paar Minuten. Aufpassen, dass die Zucchininudeln nicht zu matschig werden. Den Schlagobers zugießen und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Dabei den Zitronensaft erst nach und nach zugeben, je nach Geschmack braucht man wahrscheinlich nicht alles!
Die Spaghetti bissfest kochen, dann abgießen. Vorsichtig unter die Zucchininudeln heben, dabei aufpassen, dass sich die Nudeln gut vermischen. Wenn notwendig, nochmals abschmecken.

Die Nudeln auf einen Teller geben und mit den Breadcrumbs bestreut servieren!

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