In der Stadt der Zitronen

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Ich könnt mich reinsetzen. Es ist einfach furchbar. Ich könnt dauernd an ihrer Schale kratzen und den Duft schnüffeln, den die Schalen freigeben. Suchtfaktor hoch zehn. Wir waren wieder Anfang Februar in Südfrankreich und auch wieder in Menton.

Schon letztes Jahr waren wir dort auf den Spuren der Zitronen von Menton unterwegs. Dieses Mal war ich wieder bei der Markthalle und habe direkt bei den ZitrusproduzentInnen leuchtend gelbe und orange Früchte gekauft: süss-bittere Kumquat, eine orange und eine gelbe Zedrat, Grapefruits und natürlich die klassischen Zitronen von Menton. Unbehandelt, duftend. Und das ganze kiloweise. Was mich nicht davon abhielt zu Hause zu bereuen, nicht noch ein paar Kilo mehr mitgenommen zu haben.

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Dieses Mal haben wir rund um und über der Stadt eine ausgedehnte Wanderung gemacht. In der Stadt waren gerade die Vorbereitungen für die „Fête du Citron“ in vollem Gange, über die Hügel schallen immer wieder Musikfetzen herauf. Aber wir nehmen die Stiegen von der Stadt bergauf, passieren den Campinplatz und gehen die Hügen weiter hinauf in Richtung Castellar. Dort kehren wir auf einen starken Kaffee ein, essen dann eine Jause auf den Stufen der Kapelle mit Blick über das Tal bis hin nach Menton.

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Danach geht es weiter auf einem Höhenweg. Wir passieren ein Gebiet, wo es letztes Jahr einen Waldbrand gegeben haben muss. Dunkel und verkohlt zeichnen sich die Bäume vor dem tiefblauen Himmel ab. Wir folgend einem Schild, das auf einen einzigartigen Aussichtspunkt verweist.

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Der Pfad wird immer schmaler, unter uns sehen wir Menton mit seinen beiden Stränden, den Hafen, das Meer glitzert in der Sonne. Wir kommen an der französisch-italienischen Grenze an – und werden von zwei Kühen empfangen! Was die hier machen und wo sie hingehören, ist uns ein Rätsel. Aber sie wundern sich anscheinend auch über Besuch. An ein paar Gebüschen vorbei überschreiten wir die Grenze und stehen in Italien – und können nun bis nach Bordighera rübersehen. Welch phantastischer Ausblick!

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Steil bergab geht es zurück in die Stadt. Wir passieren den Parc du Pian mit seinen großen Olivenbäumen. Im letzten Abendlicht drehen wir noch eine Runde durch die Altstadt von Menton. Das rötliche Licht verstärkt noch die orangen und gelben Fassaden der Häuse, die nun von selber zu leuchten scheinen.

Ich mag diese Stadt einfach. Obwohl es dort immer zu viel Trubel gibt. Obwohl dort anscheinend vor allem PensionistInnen absteigen und das milde Klima genießen. Die dort wachsenden und allgegenwärtigen Zitrusfrüchte, die leuchtend gelben und orangen Häuser in den engen Gassen der Altstadt, das türkise Meer – all das ist immer wieder einen Besuch wert.

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1 Kommentar

  • Juliana 22. Februar 2016 um 10:02

    Ach, die herrlichen Zitrusfrüchten an den Bäumen! Sehr schöne Bilder von eurer Wanderung.

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