Der Osten des Peloponnes – Argolis und Arkadien

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Vom wuseligen Festland fahren wir in Richtung Peloponnes und freuen uns auf Natur und Meer. Wir überqueren den Kanal von Korinth und beginnen unsere Reise auf dem Peloponnes ganz im Osten, auf dem “Daumen” in Argolis.

Der Kanal von Korinth ist schon eindrucksvoll, sehr tief, sehr türkis. Einige Leute stehen an, um hier in die Tiefe zu springen. Eindeutig nichts für mich. Wir schauen nur, machen Fotos und setzen unsere Reise fort.

Wir fahren weiter nach Süden und finden einen Campingplatz am Meer. Irgendwie geht es hier recht entspannt zu, es gibt Orangenhaine ohne Ende (dh für uns frischen Orangensaft zum Frühstück) und die kleinen Strassen winden sich am Meer entlang.

Gleich bei unserem Campingplatz gibt es noch ein altes Amphitheater und eine Kapelle auf einem Hügel. Wie so oft in Griechenland treffen wir bei der Kapelle eine Katze, die uns bei unserer Besichtigungstour begleitet.

Auf dem Peloponnes ist es eindeutig trockener und heißer als in Mittel- und Nordgriechenland. Überall wachsen Oliven- oder Zitrusbäume und der Ginster blüht duftend.

Nächster Stop sind die Dolinen von Didyma. Durch einen Tunnel geht man auf weiß getünchten Stiegen ins Innere der Doline. In der Doline selbst kann man rundherum gehen. In die Wände gebaut gibt es zwei kleine Kapellen.

Trotz fortgeschrittener Zeit fahren wir noch in die Nähe von Kilada, um zu einer Höhle zu wandern. Der Weg verläuft einfach ein wenig über dem Wasser, gegenüber ist eine kleine Insel. Wir genießen einfach das Meer und die Gegend bis wir die Franchi Höhle erreichen.

Durch die Höhle kann man durchsehen und die Vögel machen sich den Spass und fliegen Loopings in der Höhle und durch sie hindurch.

Am nächsten Tag geht es schon früh auf die Halbinsel Methana, um dort – ganz untypisch für die Gegend – einen Vulkan zu besteigen.

Es ist zwar kein großer Vulkan, aber die Lage ist gut und von oben hat man eine super Aussicht über die das Meer und das gegenüber liegende Land und Inseln.

Da es wieder sehr heiß ist, fahren wir mittags zur Teufelsbrücke zu einem Fluss. Noch in der stechenden Sonne gehen wir ins Tal, wenden uns dann nach rechts und steigen und klettern bis zum Bach hinab.

Dort unten ist es schön kühl, das Licht ein wenig schummerig und das Wasser glasklar. Ausser uns ist niemand dort und wir gönnen uns ein Bad im kalten Wasser und machen dort Siesta.

Am nächsten Tag starten wir sehr früh, da wir nach Mykene wollen. Und wir haben inzwischen gelernt – die Busse kommen um 9h, da heißt es, lange vorher da sein.

Mykene ist wirklich sehr beeindruckend, die alte Stadt aus vorklassischer Zeit, die dort als gesamtes freigelegt wurde. Klar stehen hier keine ganzen Gebäude mehr, aber alleine das Löwentor ist schon sehr sehenswert.

Die einzelnen Stadtteile sind sehr gut beschrieben, es gibt Wohnhäuser, Arbeitstätten, Tempel und sogar eine Zisterne. Die Ruinen ziehen sich über einen Bergrücken hinweg und geben immer wieder schöne Ausblicke in die Umgebung frei.

Was mich am meisten fasziniert hat, sind die Kuppelgräber, einige mit Dach, einige ohne. Alleine wie die Gräber gebaut sind mit ihren langen Zugängen ist schon beeindruckend. Aber wenn man in der Mitte steht und mit dem Fuss auftappt, dann hat man den Eindruck, der gesamte Raum vibriert. Wie das kommt, konnten wir uns nicht 100% erklären, wohl durch den Hall. Probiert es aus, wenn ihr mal dort seid!

Wir wechseln den “Finger” und fahren nach Arkadien hinunter. In Paralio Astros besuchen wir den Leuchtturm im Park (auch super für Siesta und Mittagessen). Nachts erleben wir den einzigen Regen auf dem Peloponnes.

Am nächsten Tag ist es ein wenig bewölkt und kühler. Wir fahren von unserem Campingplatz ein wenig nach Süden bis Leonidio (ein klassischer Klettererort) und dann in die Berge bis zum Kloster Elonis, das spektakulär direkt in der Felswand hängt. Aber man muss nicht raufklettern, um dorthin zu gelangen, sondern ein kleiner Stichweg führt von der Strasse dorthin.

Im Kloster kann man frei herumgehen und die Kirche und übrigen Bauten besichtigen. Gleich am Klosterausgang steht eine geschäftstüchtige Griechin mit ihrem Stand voll mit Honig, getrockneten Früchten und Kräutern. Wir nehmen natürlich eine Auswahl für zu Hause mit, herrlich duftenden Thymianhonig, Oregano und getrocknete Feigen.

Beim Rückweg machen wir noch Stop in einer Schlucht und bei den Windmühlen von Paralia Tyros. Wir überlegen, auf den Strand darunter abzusteigen, aber entscheiden uns dann dagegen und machen lieber ein Foto von weiter oben auf die Bucht hinunter.

Die Buchten hier sind herrlich mit tieftürkisem Wasser und heute mit ordentlicher Brandung aufgrund des Windes.

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