|

Saure Birnen

20121021-103652_1343Fast wären wir heuer zu spät drangewesen… gerade noch rechtzeitig haben sich Nicolas und ich in den Garten von Martina aufgemacht, um die letzten Birnen vom Baum zu holen und jene unter dem Baum aufzusammeln, die noch brauchbar waren.

Martina (der das Haus und Garten gehört) ist letztes Jahr nach Wien gezogen, aber die Erlaubnis, dort einfach in den Garten zu gehen, um Birnen zu pflücken, gilt glücklicherweise noch immer.

Nicolas hat natürlich wieder mega gejammert, dass wir da ja glatt arbeiten müssen und in Bäume klettern und so. Aber dann hat es ihm so richtig Spass gemacht herumzuklettern und mit einem langen Stock die Birnen herunterzuholen, dass er zum Schluß kaum mehr aus dem Garten wegzubekommen war. Erst als die Bäume wirklich leer waren (wir haben auch noch ein paar Äpfel gepflückt), ließ er sich überreden, nach Hause zu gehen.

Letzthin habe ich in „Der Zeit“ einen Artikel über verschiedene Pfeffersorten gelesen, wo mir die Idee kam, heuer ein Birnenchutney mit grünem Pfeffer zu probieren. Beim Gedanken an fruchtige, süße Birnen und den kräftigen grünen Pfeffer lief mir schon das Wasser im Mund zusammen. Ergänzt habe ich zu guter Letzt auch noch etwas Cardamom – und das Chutney ist wirklich super geworden und wird wohl in die Liste meiner Lieblingschutneys aufgenommen werden!

Birnenchutney

1 kg Birnen (geputzt)
150 ml Weißweinessig
70 g Zucker
5 Cardamomkapseln
3 g grüner Pfeffer (getrocknet, nicht eingelegter…)
7 g Salz
13 g Pektin

Die Birnen in kleine Würfel schneiden und mit dem Essig und 60 g von dem Zucker in einen Topf geben – das Ganze zum Kochen bringen. Die Cardamomkapseln öffnen, die schwarzen Samen herauslösen und in der Gewürzmühle fein mahlen. Den grünen Pfeffer ebenfalls in der Gewürzmühle mahlen. Die Gewürze ebenfalls zu den Birnen geben, das Salz zufügen und das Chutney kochen lassen bis die Birnen zerfallen.

Das Pektin mit einem restlichen Zucker verrühren und unter das Chutney heben. Nochmals aufkochen lassen bis die Masse eindickt (Gelierprobe machen!). Das Chutney nochmals abschmecken (es muss ordentlich scharf und genug salzig sein) und in Gläser abfüllen.

Das Chutney vor dem Genuss zwei Tage durchziehen lassen.

Ähnliche Beiträge

  • |

    Brandteigkrapferl mit Käse und Kräutern

    Endlich Frühling, endlich wieder Grünzeugs am Markt! Den Anfang macht wie immer die scharf-würzige Kresse. Deshalb gibt es heute pikante Brandteigkrapferl mit Käse und Kresse für den ersten sonnigen Aperitiv auf der Terrasse! Es ist jedes Jahr das gleiche Gefühl, wenn ich in die Markthalle komme und endlich, ja endlich türmen sich wieder grüne Berge…

  • | | |

    Zwiebeltarte

    Zwiebeltarte ist ja eigentlich ein Klassiker, aber es gibt doch so viele Möglichkeiten, den Geschmack in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. Auf den Lofoten im Herbst hab ich eine ganz besondere Tarte gemacht, wie – das erfahrt ihr gleich! Viele Klassiker unter den Zwiebeltartes werden mit Speck zubereitet oder die Zwiebel werden relativ…

  • | |

    Fische heiß geräuchert

    Heute möchte ich euch mal ein technisches Gerät vorstellen, das ich mir vor rund 2 Jahren angeschafft habe. Meine Freundin in Wien hatte mir davon erzählt: ein kleines metallschachtelartiges Gerät, mit dem man schnell und unkompliziert Fische heiß räuchern kann. So habe ich mich ein wenig umgesehen und in einem Fachgeschäft für Fischereibedarf (das lustigerweise…

  • | |

    Sauerkraut selber machen

    Ich fermentiere ja immer allerhand Gemüse, das so in unserem Haushalt übrig bleibt. Im Herbst hat mich ein Arbeitskollege gebeten, doch mal niederzuschreiben, wie man selbst Sauerkraut macht. Hier kommt die genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung! Im Geschäft bekommt man immer Sauerkraut aus Weißkraut zu kaufen. Ich mache meist Sauerkraut aus Rotkraut. Ich finde, es schmeckt ein wenig…

  • |

    Spinat-Bärlauchstrudel mit poschierten Eiern

    In diesem frühlingshaften Strudel spielt Spinat die Hauptrolle, in den Nebenrollen zu sehen sind würziger Bärlauch und poschierte Eier. Und gemeinsam ergeben sie ein super Mittagessen! Spinatstrudel kann ja schon eher zu den Klassikern gezählt werden, meist wird er mit Feta kombiniert. Ich habe diesmal zum Einen den aktuell ganz frischen Bärlauch dazu gegeben und…

  • |

    Sommergenüsse

    Noch muss man die Sommergemüse über die Maßen ausnutzen und soviel essen wie geht bevor wieder die Kraut- und Rübenzeit über uns hereinbricht. André mag ja keine Melanzani. Oder zumindest nicht so richtig, dh. man muss sie schon gut verpacken, damit er sie isst. Oder gut verstecken, je nachdem. Sie können aber auch ganz schön…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.