Die Stabkirche im Harz

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Endlich habe ich es mal wieder geschafft, ein Wochenende im Harz bei meiner Familie zu verbringen. Und gleich die Zeit genutzt und eine der wenigen Stabkirchen Deutschlands besucht, diese steht in Hahnenklee im Harz.

Leider ist das Wetter nicht optimal, aber es regnet nicht, so machen wir uns vormittags auf zur Stabkirche nach Hahnenklee. Die Kirche liegt am Ortsrand auf einem Hanggrundstück. Zuerst gehen wir einmal rundherum, dann besuchen wir das Innere der Kirche.

In der Südseite steigt das Grundstück gegen den Wald leicht an, hier hat man einen wunderbaren Blick auf die gesamte Kirche mit ihren verschachtelten Dächern. Sogar bei dem schlechten Wetter glänzen die hölzernen Dachschindeln ganz silbern.

Im Inneren ist die Kirche rein aus Holz, großteils auch ohne Nägel und Schrauben gebaut. Sind die Stabkirchen in Norwegen schon mehrere Jahrhunderte alt, so ist die Stabkirche von Hahnenklee erst Anfang des 20. Jahrhunderts nach dem Vorbild der Stabkirche von Borgund gebaut worden.

Stabkirchen sind Schiffskörpern nachemfpunden und auch hier findet man viele Elemente, die an die Seefahrt erinnern: der Luster z.B., der wie ein Steuerrad gebaut ist, aber auch andere Schmuckelemente innerhalb der Kirche. Aber auch alte nordische Symbole sowie typisch biblische Symbole finden sich, wenn man lange genug die Details ansieht.

Im freistehenden Turm verfügt die Kirche über ein Carillon. Darunter versteht man ein Glockenspiel, das über eine Art Tastatur gespielt oder besser geschlagen werden kann.

Das Carillon in Hahnenklee verfügt über 49 Glocken. Normalerweise hört man das Carillon nicht oft, aber als wir vor Ort sind, übt anscheinend jemand grad darauf und wir können ein paar Stücke anhören. Wunderschön, wenn man mit den Glocken richtige Melodien spielen kann.

Anschließend drehen wir eine Runde durch den Ort und um den Kranicher Teich. Der Ort hat sich in den letzten Jahren für Besucher sehr herausgeputzt.

Auch der kleine See lohnt einen Spaziergang, am unteren Ende gibt es noch ein Striegelhaus, das den Wasserzufluss regelt. Früher brauchte man diese, um die austretetenden Wässer aus den Bergwerken zu regulieren und aufzufangen.

Wir fahren noch weiter nach Torfhaus, um einen Blick auf den Brocken zu werfen, falls die Wolken es zulassen. Im Nationalparkhaus erfahren wir einiges über die Wölfe und Luchse hier in der Gegend. Eigentlich wollten wir noch eine kleine Wanderung unternehmen, aber da holt uns ein ordentlicher Regenguss ein, dass wir beschließen, den Rest des Nachmittags gemütlich zu Hause zu verbringen.

Was mich sehr im Harz schockiert hat, war der Zustand des Waldes – weite Flächen sind wegen dem Borkenkäfer gerodet worden, oft ragen die Bäume abgebrochen in den Himmel. Der Klimawandel hat hier deutliche Zeichen hinterlassen.

Wenn alle Wälder in Europa sich so entwickeln, haben wir ein echtes Problem. Man hat im Harz schon begonnen, Bäume wieder aufzuforsten. Und intelligent aufzuforsten, durchmischte Wälder mit Arten, die mehr Wärme vertragen. Aber es wird wohl noch viele Jahre dauern bis der Wald überall wieder nachgewachsen ist.

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