|

Kürbisrisotto mit Kräuterseitlingen

Früher habe ich regelmäßig Risotto im Büro gemacht, weil André Risotto aufgrund der „matschigen“ Konsistenz nicht so mag. Heute starte ich einen neuen Versuch mit Kürbis und Pilzen.

Ich finde ja, dass Risotto sehr universell zu kochen ist, weil man da wirklich ganz viel unterschiedliches Gemüse verarbeiten kann. Zudem mag ich diese cremige Konsistenz, die sich fast löffeln lässt. Vor allem, wenn es jetzt draussen kühler wird.

Jetzt im Herbst bietet sich Kürbis für ein Risotto an. Dieser wird zuerst im Ofen geröstet, was seine Aromen noch verdichtet. Ein Teil wird dann zerdrückt und unter das Risotto gemischt, ein Teil wird als Würfel druntergemischt, damit man noch was zum Beissen hat.

Das Risotto nimmt vom Kürbsi ausserdem eine wunderbar orange Farbe an. Das Auge isst ja auch mit.

In der Markthalle gibt es einen neuen Anbieter für Zuchpilze, den Pompilz. Derzeit koste ich mich durch sein Sortiment durch, weil ich finde, dass Pilze den Speiseplan gut ergänzen, wenn man kein Fleisch isst.

Für das Risotto habe ich Kräuterseitlinge ausgewählt, die ich auch schon mal in Südtirol für das Dinner als Topping verwendet hatte. Und sie passen auch für das Risotto sehr gut.

Man könnte das Risotto noch mit Ziegenfrischkäse verfeinern, aber dann wäre André wohl endgültig raus und ich müsste das Risotto alleine essen. Also diesmal darauf verzichtet und einfach Butter verwendet. Ihr könnt natürlich auch Creme Fraiche nehmen, wenn ihr diese zu Hause habt.

Kürbisrisotto mit Kräuterseitlingen

rund 500g Kürbis, am besten Hokkaido (rund 1/2)
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
280g Risottoreis
10 Blätter Salbei, fein gehackt
75ml Weisswein
500ml Gemüsebrühe
50g Parmesan, fein gerieben
30g Butter
rund 300g Kräuterseitlinge
Öl, Salz, Pfeffer

Das Backrohr auf 200° Ober-Unterhitze vorheizen. Den Kürbis putzen und in kleine Würfel schneiden. Diese auf ein mit einem Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Im Ofen in rund 20min. weich backen.

In einem Topf ein wenig Öl erhitzen und darin die Zwiebel anschwitzen. Den Knoblauch und den Salbei dazugeben und mitrösten lassen. Dann den Risottoreis zugeben und anrösten, dabei so lange umrühren, dass der Reis mit dem Öl überzogen ist. Mit dem Weisswein ablöschen und einkochen lassen.

Dann nach und nach Gemüsebrühe angiessen und den Reis immer wieder umrühren. Durch das Rühren löst sich die Stärke aus dem Reis und das Risotto bekommt die typisch cremige Konsistenz. Den Reis fast ganz fertig kochen lassen bevor man den Kürbis zufügt.

Wenn der Kürbis fertig ist, 2/3  mit einer Gabel zerdrücken und unter den Reis mischen. Das restliche 1/3 als Würfel gemeinsam mit dem Parmesan unter den Reis heben. Die Butter untermischen und das Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Kräuterseitlinge in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne ein wenig Öl erhitzen und darin die Pilzscheiben braten, zum Schluss erst leicht salzen.

Das Risotto mit den Pilzen bestreut servieren.

Ähnliche Beiträge

  • |

    Brottürmchen als Belohnung

    In hippen Cafés sind immer mehr belegte Brote „in“. Aber nicht so wie früher Käse- oder Wurstbrote mit Gurkerl oben drauf. Nein, kleine Kunstwerke mit hoch aufgeschichteten Köstlichkeiten auf wunderbar aromatischem Brot. Also musste ich mich auch mit so leckeren Broten mit gerade reifen und regionalen Produkten belohnen. Ich mag Paprika aus dem Ofen sehr,…

  • |

    Knusprige Zucchinipuffer

    Derzeit überschwemmen sie die Märkte: Zucchinis! Am liebsten würde ich beim Marktstand immer welche mitnehmen, wenn ich vorbeikomme: kugelige, gelbe oder grüne, kleine oder riesiggroße. Nur die Blüten hab ich leider heuer verpasst. Naja, im nächsten Frühsommer wieder… Als Kind mochte ich Zucchinis gar nicht, irgendwie war die Konsistenz komisch, zu lasch, zu wässrig. Inzwischen…

  • | |

    Kanilsnúðar

    Auf unseren vielen Reisen versuchen wir immer, lokale Produkte aufzuspüren und zu probieren. Schon vor einigen Jahren waren wir in Island. Die Supermärkte dort auf dem Land sind verglichen mit denen bei uns eher klein gehalten. Überall gibt es Produkte, die man bei uns nicht bekommt oder gar nicht kennt, viele davon natürlich auf Fischbasis….

  • |

    Cantuccini morbidi

    Letzten Herbst in Florenz haben wir entdeckt, dass es auch weiche Cantuccini gibt, also Cantuccini morbidi. Bisher dachte ich ja, es gibt nur die steinharten, die ich bisher auch immer gemacht habe. Also habe ich mich auf die Suche nach einem brauchbaren Rezept für die weiche Version gemacht. In Florenz gibt es mehrere Bäckereien, die…

  • |

    Agnolotti al plin mit gerösteter Paprika

    Gefüllte Pasta ist immer ein wenig aufwendig, aber die Mühe lohnt sich immer, wirklich immer. Diesmal gibts Agnolotti al plin, die komplizierter aussehen als sie zum Herstellen sind. Vielleicht mache ich gefüllte Pasta deshalb immer so gerne, weil ich da nicht alleine vor mich hinkoche, sondern es immer einen zweiten braucht, der die Nudelmaschine bedient….

  • |

    Ein Curry für Uganda

    Ich bin normalerweise eher zickig, was Fremdbeiträge auf meinem Blog angeht. Aber die netten Menschen von SOS-Kinderdorf haben mich angesprochen, ob ich denn nicht einen Beitrag für einen Spendenschwerpunkt machen kann. So habe ich mich für einen Beitrag fürs SOS-Kinderdorf in Uganda entschieden. Warum Uganda? Einmal, weil meine Freundin Nicole in Ruanda wohnt und ich…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.