Portwein und Sardinen in Porto

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Letzte Station in Portugal ist Porto, mit seinen alten schmalen Häusern direkt am Fluss, den Portweinkellereien und der berühmten Brücke über den Douro. Von dort fahren wir dann nach Galizien weiter. 

Von der Costa Nova fahren wir nach Porto und dort direkt nach Vila Nova de Gaia, wo die Portweinkellereien angesiedelt sind. Es ist mega-viel los, weil anscheinend Muttertag und Sonntag und Sonne, dass wir kaum mehr einen Parkplatz im Parkhaus finden, aber dann sind wir endlich angekommen.

Zuerst schlendern wir ein wenig am Ufer entlang und auf die große Gusseiserne Brücke zu, die in die Innenstadt hinüberführt.

Es ist großartig: der tiefblaue Himmel, die Boote, die auf dem Fluss schaukeln, die eiserne Brücke, die Stadt mit den Kais gegenüber.

Dann machen wir eine Führung bei Ferreira und lernen einiges über die Herstellung von Portwein. Ferreira hatten wir ausgesucht, weil sie ihr Fässer noch in alten Gebäuden mit schönen Gewölben lagern.

Anschließend verkosten wir zwei Sorten (einen Weißen und einen Tawny) und kommen mit einem amerikanischen Ehepaar ins Gespräch. Wir unterhalten uns lange und die Amerikaner erzählen, dass sie ihr gesamtes Hab und Gut  in Amerika verkauft haben und jetzt um die Welt reisen und schauen, wo sie sich niederlassen wollen. Ich finde das sehr spannend und sehr mutig!

Abends checken wir am Campingplatz südlich von Porto ein – nicht sehr luxuriös, aber nahe an einem Strand, mit Busverbindung ins Zentrum, ruhig und die Duschen sind heiß.

Zum Sonnenuntergang schaffen wir es endlich und gehen an den Strand und schauen zu, wie die Sonne im Meer versinkt und alles in unwirkliches Licht taucht.

Am nächsten Tag gleich nach dem Frühstück nehmen wir den Bus nach Porto hinein. Wir kommen in der Altstadt an und gehen zuerst mal zu der Ponte Luis I im Stil von Eiffel hinunter.

Dann schlendern wir über die Kais, die wir gestern von der anderen Seite bewundert haben. Steil bergauf geht es zur Börse, zum Bahnhof und zum Markt. Der Bahnhof ist berühmt für seine großflächigen Kachenbilder, die wir uns natürlich ansehen.

Auf dem Weg kehren wir noch im Cafe Manteigeria auf einen Kaffee und ein Pasteis de Nata ein. Die Küche, wo die Pasteis gemacht werden, ist rundherum verglast und so kann man beobachten, wie die kleinen Törtchen entstehen. Sehr spannend!

Der Markt ist leider gerade in Umbau, so gehen wir und kaufen im „Ersatzmarkt“ ein.

Zudem schauen wir bei „A Pérola do Bolhão“ rein, wo zahlreiche Delikatessen von der iberischen Halbinsel verkauft werden. In dem Viertel rund um den Mercado do Bolhão gibt es überhaupt ein paar spannende Lokale und Geschäfte.

Gestärkt gehen wir wieder zur Brücke retour und oben drüber. Immer wieder müssen wir der Strassenbahn ausweichen, mit der die FußgängerInnen die Brücke teilen. Von der Brücke hat man einen wunderbaren Ausblick, die Stadt liegt uns zu Füssen, und es öffnen sich immer neue Blickwinkel.

Am anderen Flussufer steigen wir zu den Portweinkellereien hinunter. Hier ist deutlich weniger los als am Tag zuvor, wir schlendern zwischen den zahlreichen Portweinkellerein durch und kaufen noch Portwein in einem kleinen Geschäft in den schmalen Gassen. Aber Angebot an Portwein gibt es hier ja genug.

Dann queren wir den Fluss wieder und nehmen diesmal die untere Etage der Brücke, mit dem Schrägaufzug geht es weiter nach oben. Der Stadthügel in Porto ist wesentlich steiler als der in Lissabon, alles ist ein wenig kompakter, ich finde die Stadt eigentlich sympathischer. Eigentlich wollte ich auch länger bleiben, aber irgendwie ist uns nach den vielen Städtebesuchen nach Pampa zu mute.

Mit dem Bus fahre wir wieder zum Camping retour: mit offener Tür und durch Wohnviertel mit superengen Gasserl. Dann sitzen wir noch ein wenig in der Sonne, bis vom Meer her Dunst über die Häuser schwappt und bald alles rundherum wie im Nebel hängt. Ja ja, der Atlantik…

Auch in der Früh hängt der Dunst noch überall. Wir packen zusammen und fahren nach Foz, der Mündung des Douro. Dort machen wir bei einen Leuchtturm halt. Aber es ist unwirtlich, kalt,  windig und grau.

Aber es folgt noch ein Highlight: wir fahren weiter nach Norden und nach Matosinhos, um dort bei Pinhais Nuri Sardinen einzukaufem. Nuri heißen nur die Produkte, die nach Österreich exportiert werden, alle anderen Produkte laufen unter dem Namen Pinhais.

An einem altmodischen Tresen kaufen wir einfach von jeder Sorte eine Dose, die freundliche Frau einpackt sie sorgfältig in eine Kiste und muss umständlich die Preise berechnen. Das Gebäude ist alt und vor Ort werden immer noch die Sardinen in der Halle hinter dem Verkaufsraum verarbeitet und in die Dosen geschlichtet.

Die Dame sagt mir, dass es vor Ort nur mehr Pinhais und die Conserveria Norte (die gleich ums Eck ist) gibt, die Sardinen in der Dose herstellen, alle anderen existieren nicht mehr.

Ein bisschen weiter im Norden bleiben wir nochmal in Esposende stehen, um zu jausnen. Ein riesiges Schild mit dem Stadtnamen am Strand, die Landschaft flach, dahinter ein Leuchtturm.

Viel gibt es hier nicht zu sehen. Und wir verabschieden uns von Portugal und fahren weiter nach Norden über die Berge und nach Spanien retour, nach Galizien!

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