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Seit Jahren wollten wir wiedermal ein paar Tage im Luberon verbringen, aber immer war das Wetter nicht entsprechend. Diesmal hat es geklappt, und wir haben im Mai eine recht sommerliche Woche im Luberon verbracht.
Aus den Alpes-Maritimes fahren wir nach Westen in Richtung Verdon, mittags legen wir einen kurzen Stopp am Lac de Castillon ein, wo ich natürlich die Gelegenheit für eine kurze Schwimmrunde nutze.

Dann fahren wir weiter nach Süden, machen einen kurzen Stopp in Castellane und checken abends im Campingplatz in Aups ein.
Am nächsten Tag steht eine recht sportliche Radtour auf dem Programm. Direkt vom Campingplatz radeln wir zum Croix de Pins hinauf. Der Weg führt über Forststrassen in einer meist machbaren Steigung bergan. Oben haben wir einen super Ausblick über die Ebene von Aups.
Beim Rückweg besichtigen wir noch die Höhlen am Fusse des Berges inklusive einer kleinen Höhlenkapelle.

Wir fahren weiter und besuchen den doch recht großen Markt von Pertuis. Es gibt eine große Auswahl an Frühlingsgemüse, Erdbeeren, und wir kaufen Lavendelhonig.
Ziel für den Tag ist ein Camping auf einem Bauernhof in der Nähe von Cucuron. Ich war sehr skeptisch, aber André hat einen sehr tollen Platz herausgesucht. Der Platz hat vielleicht 10 Stellplätze, die sich alle an einem kleinen Hang hochziehe. Die Stellplätze haben genug Schatten und sind riesig. Es gibt eine Kühlschrank, ein nettes Waschhaus, das man über einen kleinen Olivenbaumhain erreicht. Auf einer Weide stehen zwei Esel und der Besitzer braut Bier vor Ort.
Der Camping ist so fein, dass wir eine ganze Woche bleiben. Einen Abend fahren wir mit dem Fahrrad in die nahen Weinberge und genießen das rote Abendlicht.


Nach Cucuron können wir vom Camping aus mit dem Fahrrad fahren. Das machen wir mehrmals. Einmal gehen wir auf den Markt und schauen uns dann im Dorf um. Das Zentrum des Dorfes ist ein großes Wasserbasin, um das herum Platanen stehen.
Unter den Platenen im Schatten gibt es einige Cafés und Restaurants, wo man gemütlich sitzen und auf das Wasser schauen kann.
Wir steigen zum alten Turm im Westen hinauf, wo man schön über das Dorf sieht, dann schlendern wir durch die Gassen und besuchen die Kirche.
Einen Abend essen wir im MatCha zu abend. Es gibt ein 3-Gängemenü mit regionalen Zutaten, dazu regionalen Wein. Ein sehr nettes Restaurant mit gutem Angebot zu fairen Preisen.
Wir verkosten und kaufen frisches Olivenöl direkt auf der Strasse ins Dorf bei Oliversion und füllen unseren Weinvorrat in der lokalen Kooperative auf.




Aber wir machen auch einige Radtouren. Einen Tag fahren wir nach Norden kurz vor Apt und steigen dort auf das Fahrrad um. Wir radeln in den Ort und besuchen den Markt. Der Markt in Apt ist – vor allem samstags – riesig groß, die unzähligen Standln ziehen sich durch die Gassen der Altstadt. Wir bummeln herum und kaufen für unser Essen für die nächsten Tage ein.
Dann unternehmen wir eine Mountainbiketour zum Pont Julien. Mit dem Fahrrad können wir auch über die alte Brücke fahren und jausnen dort im Schatten mit Blick auf die Brücke. Ich bin ein wenig besorgt, dass dort so wenig Wasser unter der Brücke ist, ich hatte den Fluss mit mehr Wasser und nicht so algig in Erinnerung. Aber seit wir das erste Mal 1999 dort waren, hat sich eben viel verändert.
Retour geht es auf dem Radweg, aber inzwischen ist es eigentlich schon viel zu heiß, um in der Sonne auf einer Strasse zu radeln.

Wir machen auch Radltouren mit Start direkt vom Campingplatz und stehen dafür früh auf. Wir fahren über Cabrières-d’Aigues und la Motte d’Aigues zum Etang de la Bonde.
Wir radeln über Cucuron nach Vaugines und durch die Weinberge wieder retour. Vor allem die alte Kirche in Vaugines unter den alten Platanen gefällt mir sehr gut. Ein paar Tage später stoppen wir dort für den Markt und auch abends machen wir nochmal dort halt.
Wir fahren nach Tour d’Aigues und radeln eine Runde nach Pertuis und retour.



Einen Abend besuchen wir die Dörfer Lourmarin und Cadenet. Lourmarin ist so ein bisschen das Saint Tropez des Luberon, die Gassen sind schick aufgemotzt, es gibt teure Geschäfte und Restaurants. Ein bisschen abseits steht das Château, um das wir aber nur rundherum gehen und es nicht besichtigen.
Cadenet ist bodenständiger und „echter“. Eine Gruppe Einheimischer spielen hinter der Kirche Boule, wir gehen zum Hauptplatz zur Statue des Tambour d’Arcole, der Trommler in der Napoleonischen Armee war.

Während wir im Luberon waren, war es durchgehend sehr sommerlich heiß, fürs Radeln fast zu heiß. Aber der Schatten auf unserem Campingplatz und meine Reisehängematte haben mir eine wunderbar entspannte Woche beschert. Cucuron war mir vorher auch kein Begriff, aber in der Umgebung gibt es doch einiges zu entdecken.
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