| |

Kartoffelsuppe mit Kren

Langsam wird des es doch Herbst und wieder Zeit für wärmende Suppen. Wer es ein bisschen würziger mag, sollte diese Kartoffelsuppe mit frischem Kren probieren.

Ich mag Kren sehr gerne, leider gibt es ihn viel zu wenig frisch zu kaufen. Aber frisch gerissen ist er am besten und aromatischsten. Kren in Gläsern ist nur ein billiger Abklatsch dessen, welchen Geschmack frischer Kren haben kann.

Frischer Kren gehört „gerissen“ nicht gerieben, das heisst, die Fasern müssen quer zertrennt werden. Denn nur so können die Senföle, die die frische Schärfe hervorrufen, auch in Aktion treten.

Ich habe den Kren diesmal mit einer Kartoffelsuppe kombiniert, dazu für einen Knusper oben drauf Speck gebraten. Den kann man natürlich auch weglassen oder durch knusprige Kartoffelwürfel ersetzen.

Die Menge an Kren, die ihr verwendet, hängt sehr von euren persönlichen Vorlieben und auch von der Frische der Wurzel ab. Tastet euch langsam an den gewünschten Geschmack heran. Die Kartoffeln „schlucken“ sowieso einen Teil der Schärfe, also kann man nicht so viel falsch machen.

Da ihr ja nicht die gesamte Wurzel für dieses Rezept braucht, rate ich euch, den Rest einfach einzufrieren. Dazu die ungeschälte Wurzel einfach in einen Gefriersack und in den Gefrierer. Wenn ihr dann weitere Portionen braucht, die Wurzel im gefrorenen Zustand schälen und reissen. Dann beisst es weniger in der Nase, aber ihr habt Kren, der fast so gut ist wie ganz frischer.

Kartoffelsuppe mit Kren

100g durchwachsener Speck
1 Zwiebel
4 Stangen Sellerie
800g Kartoffeln
1l Gemüsesuppe
100ml Schlagobers
60g Kren, frisch gerissen
Salz, Pfeffer
Schnittlauch

Den Speck in Würfel schneiden und in einem Topf ohne weiteres Fett langsam auslassen und dann so lange braten bis die Speckwürfel knusprig sind. Die Speckwürfel aus dem Topf nehmen, aber das ausgelassene Fett drinnen lassen.

Die Zwiebel hacken, den Sellerie in Scheiben schneiden und die Kartoffeln putzen und würfeln. Die Zwiebel in dem Fett glasig braten, dann den Sellerie zugeben und kurz mitbraten. Die Kartoffelwürfel zugeben und mit der Gemüsesuppe aufgießen. Das Gemüse weich kochen lassen, dann pürieren.

Die Suppe mit Schlagobers, Kren, Salz und Pfeffer abschmecken, nochmals kurz aufkochen lassen.

Dann mit den Speckwürfeln und Schnittlauch garniert servieren.

Ähnliche Beiträge

  • |

    Spätzle à la Bruxelles

    Ich freue mich immer total, wenn ich merke, dass Bekannte, wo ich es nie gedacht hätte, anscheinend regelmäßig meinen Blog lesen. So war ich im November in Brüssel bei einem Treffen der Europäischen Grünen und gleich mehrere Leute dort haben mich auf meinen Blog angesprochen und mir erzählt, dass sie dort regelmäßig lesen und auch…

  • | | | | |

    Pastete selbst gemacht

    In Frankreich kaufen wir gerne für die Jause Pastete beim Fleischer. Und da wir nun immer wieder Leber zu unserer Schweinefleischlieferung dazu bekommen, wollte ich Pastete auch mal zu Hause selber machen. Gut für euch, denn dann kann ich das Rezept mit euch teilen! Pastete besteht im Wesentlichen aus Leber und Schweinefleisch, das Ganze großzügig…

  • |

    Knusprige Zucchinipuffer

    Derzeit überschwemmen sie die Märkte: Zucchinis! Am liebsten würde ich beim Marktstand immer welche mitnehmen, wenn ich vorbeikomme: kugelige, gelbe oder grüne, kleine oder riesiggroße. Nur die Blüten hab ich leider heuer verpasst. Naja, im nächsten Frühsommer wieder… Als Kind mochte ich Zucchinis gar nicht, irgendwie war die Konsistenz komisch, zu lasch, zu wässrig. Inzwischen…

  • |

    Borschtsch

    Im Baltikum bekommt man immer wieder Borschtsch (борщ) , der normalerweise auf einer Rindsuppe basiert. Für uns zu Hause habe ich diese vegetarische Variante entwickelt.  Wir essen im Urlaub immer lokale Gerichte. Die klassische Borschtsch haben wir lustigerweise im estischen Bergbaumuseum im Rahmen einer Führung bekommen. Da konnte man mit der Führung ein Lunch buchen,…

  • |

    Linsensalat mit Ruccola und Pfirsich

    Sommersalate mit einem gewissen Kick mag ich sehr gerne. Diesmal kommt wieder Obst zum Einsatz, seid gespannt! Salat geht ja fast immer und zwar solche Salate, die ein wenig Kochfantasie aufweisen, nicht 0815 Blattsalate, die eher Beilagen sind. Im Sommer verwende ich nicht selten auch Obst in Salaten. Die frischen und fruchtigen Pfirsiche haben sich…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.